Frohes Neues euch Leuten

Während ihr wahrscheinlich gerade runter, ach was, ne, RICHTIG drauf kommt bin ich schon wieder am Arbeiten und ein wenig habe ich das auch gemacht die letzten zwei Urlaubswochen: Arbeit am „Text zur Nacht“, Arbeit an meinem Roman, um finanzielle unabhängig von meinem Broterwerb zu werden und um nur noch an Texten arbeiten zu müssen… Jetzt nicht ganz im Ernst, doch das mit dem Herumwerkeln stimmt. Ein Viertel habe ich schon, nur leider das leichte Viertel… Vielleicht wird es deswegen hier ein wenig stiller. Schließlich kann man nicht überall gleichzeitig sein.

 

Ich stehe beim Korrigieren vor einem Luxus-Problem, denn ich habe viel zu viel geschrieben und muss jetzt meine Feinde „Rotstift“ und „Radiergummi“ ansetzen um da mal kräftig umzuräumen. Ihr wisst ja was ich für ein Plappermaul bin und das muss ich jetzt selbst ausbaden… Schreiben selbst ist viel leichter als zu kürzen. Irgendwie erscheint Alles wichtig zu sein, da es ja um das gesamte Ding geht, um „die totale Wahrnehmung der Sucht“; Roman und Ratgeber in Einem. Und kaum habe ich mich dafür entschieden einiges in die Tonne zu klopfen, nehme ich später im Text doch nur wieder Bezug darauf… Schwierig, schwierig…  Gar nicht so dumm was ich früher auf Droge geschrieben habe. Nur auch nicht wirklich gut genug.

 

Also ein frohes neues Jahr von mir und bis demnächst. Man liest sich bestimmt 🙂

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Der Text zur Nacht – Versuch eines Nachworts

Irgendwann blickt man auf dieses vertraute, plötzlich scheinbar fremde Leben zurück, und wundert sich, wundert sich darüber, wie krank und zerstört man damals war, wie verloren, und wie wenig Hilfe und Unterstützung man bekam, von denen, die man liebte, brauchte und für die man auch selbst dagewesen war. Zwar hatte man immer wieder – so weit wie möglich – ein Geheimnis aus der Sucht gemacht, doch jetzt, Jahre später, wo der Kopf langsam aufgeht wie ein verkrampfter, verzogener Muskel der vom Bewusstsein gedehnt und reaktiviert wird, jetzt, wenn ich die Gespräche mit meinen langjährigen Freunden suche und ich von ihnen und vor mir zugebe, wie absolut verloren, krank und Drogensüchtig ich war, wie unnormal dieses Leben, mein Leben, von statten ging und mit wie viel Gewohnheit und Normalität wir an die Sache herangingen, absolut blind für die Wahrheit: Dass wir krank und hilflos waren, den Fluss hinab trieben wie ein ausgedörrte Zweige, die sich durch einen kleinen, seichten, nicht einmal starken, Windstoß vom Baum des Lebens lösten, herab fielen, da die Verbindungen ohnehin nicht mehr stark zum gesunden Baum-, Trieb- und Knospenwerk zu nennen gewesen wären.
Ja. Ich war krank. Wir alle waren das.

Ebenso wahr ist es, dass wir natürlich selbst schuld an unserer Krankheit waren. Wir hatten die Realität auf eine zu leichte Schulter genommen, hatten uns selbst überschätzt, was aber spielt das für eine Rolle, wenn man am Ende wirklich nur krank und fertig ist, woher diese Krankheit kam? Hat denn der Suchtkranke, ebenso wie derjenige, der an einer Geschlechtskrankheit leidet, nicht das gleiche Recht auf Versorgung und Hilfe verdient wie jener, der eine Krankheit durch Unachtsamkeit oder aus ihm nicht nachvollziehbaren Quellen? Auch, wenn man eindeutig persönliche Fehler gemacht hat? Aber es ist schwer in unserer Gemeinschaft zwei Dinge gleichzeitig anzuerkennen: Fehler UND Krankheit? Das geht schwer zusammen in der halbherzigen Toleranz eines scheinbaren Perfektionismus, der uns allerorts indoktriniert wird…

Da war diese Zeit, in der ich gar nicht mehr Leben wollte. Wozu auch? Es gab nichts was mich hielt, was mich glücklich machte. Kein Wunder dass ich damals zu Rauchen begann… Da waren nur die Drogen und das Trauma, dass dieses Nachtleben der einzige Anker zum Dasein sein konnte und das Nachtleben ist nun einmal eine schwere Geliebte, da sie einen aufzehrt und einen mit kurzer Lebenserwartung zurücklässt – und ja natürlich, irgendwo hat man sich doch frei dafür entschieden. Ein Paradox, ja. Doch war diese Entscheidung nicht das eigentliche Hauptmerkmal der Krankheit? Und ist es nicht mehr als logisch dass man sich im Krankheitsfall an das Umfeld hängt, in dem man sich auskennt, dass man liebt?

Ich hätte zu dieser Zeit sicherlich auch keine Hilfe angenommen. Dafür war ich viel zu arrogant, selbst bezogen und blind. Später ist irgendwann und damit eh egal. Und irgendwie hing man die ganze Zeit mehr im Gestern als in der Gegenwart fest; trauerte um alte Liebe, seien es Frauen, Freunde, Musik und Familie. Drogensucht ist wie eine alte Platte, die immer wieder an der gleichen Stelle springt. Man hängt fest.
Also nein. Ich will mich gar nicht beschweren, dass meine Freunde, meine Familie nicht für mich da waren, da sie es a) teilweise gar nicht wusste und b) ich diese Hilfe gar nicht angenommen hätte. Wundern muss ich mich aber dennoch, dass einen nie jemand zur Seite genommen und gefragt hat: „Du Fleming? Ist mit dir alles in Ordnung? Kann ich etwas für dich tun?“ Und um noch ehrlicher zu sein könnte ich nicht einmal sagen, ob das nicht doch jemand versucht hätte…

Ich wollte nicht mehr leben, gefangen im süßen Thanatos, dabei fühlte ich mich so unglaublich lebendig, leuchtete, glühte so stark aus meinem Innersten heraus, dass ihr, die keine starken chemischen Drogen genommen habt, das wahrscheinlich gar nicht verstehen könnt. Ich fühlte mich so lebendig, wohlwissend dass ich mich damit zugrunde richtete und gerade dieser absolut überzogene, grenzenlose Drang sich lebendig zu fühlen, war das größte Symbol meines Todestriebes; lieber jetzt und sofort verglühen, als mit den Konsequenzen meines Daseins klar kommen zu müssen, das war meine Formel, auch wenn ich sie erst jetzt entschlüsseln kann. Denn diese Krankheit ist wie ein großes Bild, dessen ganze Ausmaße man erst erkennen kann, wenn man zwei Meter zurücktritt.
Es war nicht alles schlecht – ach was, so etwas zu sagen ist Unsinn. Alles war super, schön, Übermenschen überlebensgroß. Man hatte die besten Freunde, die schönsten Träume und war von den tollsten Frauen umgeben. Und das war nicht nur Lüge, schlecht und asozial wie einen die Drogen-Prävention der 80ger und 90ger Jahren beibringen wollte, das war auch die Wahrheit. Würde ich alles noch einmal so machen, hätte ich die Chance dazu? Nein, sicherlich nicht. Deswegen gibt es selbstverständlich dennoch Momente die ich niemals hergeben wollen würde, die so unglaublich wichtig und schön waren und es in meinem Herzen immer noch sind. Und auf der anderen Hand ist all das Leid was ich verursacht habe, dass mir unendlich leid tut, für das ich mich schäme und selbst nicht verstehe; Drogensucht und Krankheit ist eine Sache, aber was getan wurde, wurde von mir getan und da gibt es keine Ausreden. Dazu muss man stehen.

Heute sehe ich milder auf mich und meine Freunde. Nicht herablassend, nein. Die Distanz zur Vergangenheit macht mich nur zu einem reuigen, milderen Menschen. Wahrscheinlich hätte ich das früher „Altersdummheit“ genannt und vielleicht stimmt das ja auch. Was bleibt ist die Vergangenheit mit der man hadert und- da springt die Platte wieder – die man gerne einmal wieder zurückhaben würde, nur für ein paar Stunden, ein Wochenende, einen Tag. Doch das geht nicht. Ja. Man kann druff sein und sich in seiner eigenen Melancholie sonnen. Aber das bin nicht ich von damals, das bin ich der ich heute bin. Drogen machen aus dir vielleicht einen Zeitreisenden, nicht aber dein jüngeres Ich. Denn es reist immer der, der du an einem bestimmten Zeitpunkt ist mit der Zeitmaschine, und das ändert alles. Menschen sind Menschen, keine Symbole.
Was will ich eigentlich sagen?
Ich weiß nicht. Es gibt keinen Major Point auf den ich hinaus will. Würde nicht sagen das ich heute klüger bin als damals. Ich bin einfach ein anderer geworden. Der ebenso ein Arsch ist und sein kann, wie meine frühere Ausgabe. Heute begreife ich vielleicht besser, dass ich wahrscheinlich nicht so lange leben werde wie ihr anderen und vielleicht auch nicht so gut altern werde. Krebsrisiko, Spätfolgen. Plötzlich klingt das nicht mehr nach Abstraktion. Das klingt nach morgen. Übermorgen. Viel zu bald.
Selber schuld? Ich weiß nicht. Menschen haben gute Gründe um Drogenkrank zu werden. Und das sollte man ihnen nicht auch noch vorhalten, auch wenn es unmöglich ist mit Süchtigen nicht die Geduld zu verlieren. Ich will auch gar kein Mitleid haben. Ach Gott nein. Darauf bin ich gar nicht aus. Noch ist nichts passiert. Noch geht es mir gut. Doch wer einen Roman über seine Drogensucht verfasst, muss auch die späteren Kapitel im Auge behalten, in der sich die Perspektive gewechselt hat. Ich wollte ja nie bewundert, bemitleidet oder von besonders vielen Menschen gehört werden:
Von Anfang an wollte ich nur meine eigene Wahrheit erzählen. Und das ist ein verdammt großes Unterfangen.

Elektronische Weihnachten (Text zur Nacht Add-On)

Und dann lacht er dieses Lachen, dieses furchtbare, grausam eklige, widerliche Gelächter, das so klingt, als würde man selbst mit nackter Hand voll in frische, feuchte Scheiße greifen – und zudrücken. Ein röhrendes, Hirschenes Gelächter, tief aus seiner reibeisernen Rasselbande der Seele.  Ein wenig erstickend und dabei doch sehr ungebildet. Sehr frech, noch frecher als die anschließende Frage dazu: „Checkst du es?“

Natürlich checke ich es.

 

Wir sind gerade aus dem Haus Gottes raus und er vergleicht Religion mit Techno (oder EDM, das hängt davon ab, wie alt  – oder gebildet – ihr seid). Nicht gerade der neueste Vergleich versteht sich. Schon Doktorarbeiten wurden über das Thema verfasst: Der Disc-Jockey an Priester, hoch über den Massen, der von seiner DJ-Kanzel herab auf das Volk herab predigt, welches entrückt und in Trance der Sprache Gottes ausgesetzt ist (denn was anderes könnte die Musik sein, als die eigentliche Sprache Gottes?).

 

„Man sollte aber nicht elektronische Musik mit einem Gottesdienst gleichsetzen, sondern umgekehrt. Verstehste?“

„Mhm.“

„Also quasi so ein Weihnachtsgottesdienst als Twentyfourseven-Veranstaltung. Wie so n Festival. Nature One oder von mir aus (für die Dummen) Tomorrowland. Versteheste?“

„Mhm.“

„JEDE Stunde ein anderer Priester, so wie bei den DJs. (Mit verstellter Stimme Mayday-Announcer-Stimme) From Barbados! Priest Carl Cox!!! Verstehste?”
“Oh ja.”

“Und dann kommt der Carl noch oben und so: Oh yes! Oh yes! Oh yes! Und dann haut der voll seine Predigt raus. WAHRLICH ICH SAGE EUCH!“

„Hehe.“

„Und dann stehen da ein paar Ossis herum und maulen: Och Mann. Ick will lieber den DYÄH Rush hörn, wann kommt n derr?“

„Dein Ossideutsch ist auch so naja.“

„Egal. Verstehste? Und dann kommt Sven Väth auf die Bühne und der ist dann richtig gut, weißte, so wie früher? Und er so: WAHRLICH ICH SAG EUCH! GUDE LAUNE LEUDE!“ Alle drehen durch und Gott und Wiederauserstehen und Bombastisch… Und Mosaik-Fenster, voll auf Trip… Und so geht das dann weiter. Mit Camping und Heilsegnungen…“
„Heilsegnungen?“
„Und ALLE voll so am Abgehen: Halleluja! Und Ecstasy und Erlösung! Und voll die Liebe untereinander! Ohne Sex. Einfach nur so ne kindliche Drogen-Jesus-Liebe! Twentyfourseven! Verstehste? Und das Jesus Kind der Krippe! Und der Esel ist auch dabei! Und da kommen schon die Heiligen Drei Könige! Und Mürre… “

„Ja. Is ja gud.“

„Und dann so Sankt Martins mäßig: Statt Mäntel werden Pillen geteilt! Oder NOCH BESSER: Auf den Pillen SIND kleine Mäntel eingeprägt, die man dann teilen kann! Voll GEIL! JAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!“

Und dann lacht er wieder dieses Scheiße-Lachen. Und ich denke mir. Eigentlich eine lustige Idee, wenn dieses Gelache nicht wäre.

Springteufel

Was würdest du tun, wenn dein Leben als einziger Witz wahrgenommen werden würde? Was würdest du machen, wenn jeder über dich lacht? In dein Gesicht, nicht einmal hinter deinem Rücken? Wie würdest du reagieren wenn du die Last deines Versagens nicht mehr ertragen könntest?

 

Seine Lösung war, der zu werden, den die Leute sehen wollten. Er lachte einfach mit, ist doch ohnehin alles ein riesiger Scherz. Das ganze Leben. Und wenn man lange genug über sich selbst und die eigene Unfähigkeit gelacht haben würde, hören die Leute bestimmt auch damit auf. Schließlich wird jeder Witz einmal alt… Glaubte er. Dabei hatte er die Grausamkeit der Menschen unterschätzt. Denn nichts fühlt sich für jemanden, der sich selbst in verschiedenen Situationen erniedrigt fühlt (im Job, in der Schule, auf dem Sportplatz, im Bett), verlockender und vergnüglicher an, als den zu treten, der unter einem steht.

Ein Clown ist ein Clown ist ein Clown. Und wenn jemand für uns einmal eine Rolle spielt, dann lassen wir ihn dort nicht mehr heraus. Er wird zu „Jack in the box“.

 

Aus Andi wurde so ein Clown. Das hatte auch viel damit zu tun, dass er nicht so wie die anderen Arbeitssklaven sein wollte. Andi wollte die ewige Party. Immer auf Speed oder LSD wollte er sein, was bedeutet, immer anders als andere Menschen zu denken, zu fühlen und zu handeln, diese Leute, die nur hin und wieder Drogen nehmen – oder gar nicht. Immer dicht zu sein eckt auf Dauer zwangsläufig an, denn wir leben in einer paranoid nüchternen Welt; „paranoid nüchtern“ deswegen, da die „normalen“ Menschen anderen Menschen ihren Rausch verzeihen, wenn er nur hin und wieder eintritt. Doch wer  aus diesem Rahmen des Arbeits- und Ruhetags Rhythmus heraus fällt,  ist für uns schon ein Freak. Jemand. Der sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat. Und was macht man mit so einem Kerl? Wie nennt man den? Wie viel Respekt haben wir für solche Menschen?

 

Am Schlimmsten waren für Andi nicht die Beleidigungen, das „Nicht-Ernst-Nehmen“ seiner Weltsicht oder das Gelächter. Viel furchtbarer waren diese ständigen Belehrungen, wie man dies und das zu machen hätte, diese arroganten Sprüche von angepassten Spießern, die, seien wir ehrlich, selbst gerade so über die Runden kamen in einer Welt voller Regeln und Gesetze, die sie auch nicht gänzlich verstanden und vor allem nicht zu ihrem Vorteil nutzen konnten und dennoch vehement so taten, als würden sie ihre Leben so-viel-besser auf die Reihe bekommen als er; dabei wollte der Andi nicht nur nicht so sein wie sie, er konnte es auch nicht. Er kam aus seiner eigenen Philosophie nicht mehr heraus, denn wenn du einmal in deiner eigenen Welt gefangen bist, kannst du dich ohne Hilfe daraus nicht befreien, wie eine Fliege in einem umgedrehten Glas, die nicht begreifen kann, was nicht stimmt, weshalb sie da nicht mehr heraus kommt.

Gutzureden hilft da nichts.

Die Fliege im Glas ist dabei ebenso wenig dumm wie Andi es anfangs war, denn ein Mangel an Verständnis ist kein Mangel an Intelligenz, da sowohl die Fliege als auch Andi Fähigkeiten und Möglichkeiten die Welt zu entschlüsseln besitzen, die all uns Spießern für immer verborgen bleiben. Uns. Steht unsere Vernunft im Weg.

 

Eines Tages entschied sich Andi – aus Hilflosigkeit- dann doch für die Dummheit. Er war ja auch nicht so „klug“ wie all die anderen und wenn er es doch war, wollten sie es ohnehin nicht sehen. Wieso nicht einfach die Rolle spielen, die der große Unbekannte für ihn vorgesehen hat? Und schnell begriff er, was für Vorteile es hat wenn niemand großes von dir erwartet: Du kannst so tief fallen wie du willst. Andi entdeckte dadurch, die Freiheit Alles tun zu können was er wollte. Es erwartet ja auch niemand was anderes von dir. Denn „erst wenn wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun“.

 

Diese Freiheit aber, ist ein Gefängnis. Dummheit ist ein Gefängnis.

Und die einzige Hilfe die er von seinem Umfeld bekam, war Gelächter über seine Situation. Ja. Er hatte schon lange keine Freundin mehr gehabt. Ja. Er hatte seinen Job verloren. Ja. Er wohnte wieder bei seinen Eltern. Ja. Die Arbeitsagentur und die Zeitarbeitsfirma hatten ihn über den Tisch gezogen. Ja. Er musste in den Knast wegen NICHTS, da er es auch nicht besser wusste und konnte um sich herauszureden. Ja. Er hatte nie Geld. Ja. Er hatte schon lange keinen Führerschein mehr. Und ja: Er hatte eindeutig ein Drogenproblem, welches er nur lachend als das Nonplusultra der Philosophien darstellte. Und ja. Andi ist 35 Jahre alt.

 

Das Alles nagte an ihn. Auch wenn er es nicht sagte. Vielleicht kannte er dafür inzwischen gar keine Worte mehr. Seine Räusche wurden nur noch extremer. Niemand verstand mehr sein Gelalle, denn betrunken sein geht immer und in seinen Alkoholräuschen entblößte sich seine wahre Lebenssituation. Man hätte zuhören können. Man hätte helfen können. Aber man gab eh nichts mehr auf diesen Freak der ehrlich glaubte, dass „Freak“ kein Schimpfwort, im Gegenteil eine Auszeichnung sei.

Diese Woche war es dann soweit, und dieser kleine Artikel hier reichte als Auslöser:

 

„Hängetrauma!“ lachte sein Arbeitskollege als er den Beitrag las und zeigte auf Andi. „Das kann man auch gut zu dir sagen! Du Nicht-Ficker! Hängetrauma mit abgestorbenen Schwanz!“

Es war Zufall, dass Andi das Messer in der Hand hatte. Doch schließlich war gerade Brotzeit. Und es war einfach ein Witz zu viel.

Keiner hätte es Andi zugetraut. Er war ein wenig dumm. Okay. Aber gewalttätig?

Die Kurbel war überdreht worden. Der Clown hatte die Kiste verlassen.

 

Der Text zur Nacht – Add-on: Das Wiedersehen

Manchmal kann dich die Vergangenheit auf die unspektakulärste Art einholen, die du dir gar nicht vorstellen kannst. Nicht dass die Dinge in meinem Leben ihr Kommen mit einer Sirene oder gleich einer Explosion ankündigen würden. Doch in banalen Leben wie unseren, sind selbst die Überraschungen trivial.

Es war beim Bäcker. Sonntag in der Früh.

 

„Ja hey, Servus!“ freute sich der Typ mit seinem Neon-Cap und Klamotten unter der viel zu grellen trendigen Jacke, die mich an einen Motion-Capture-Anzug denken ließen, obwohl er nicht einmal Ansatzweise die  Figur dafür hatte. Er war sichtlich erfreut. Verzog dann dennoch ein wenig unglücklich sein Gesicht: „Wie war noch dein Name?“

Ich lachte kurz: „Fleming.“

Er euphorisch: „Ah ja! Fleming!“

Nun hätte ich wohl seinen Namen sagen müssen, doch ich hatte keine Ahnung mehr wie er hieß. Es war mir auch egal. Ich tat nur so als würde ich seinen Namen kennen, Floskel: „Wie geht´s?“
„Blen-dend“, war seine Antwort und viel dann sofort mit der Tür ins Haus: „Ich war ja 4 Jahre weg. Psychiatrie. Depressionen und so.“

Ich: „Mhm.“ Das war ein wenig viel an Information. Schließlich standen wir „in der Reihe“ vor einem Bäckerei-Tresen, der nur von uns und zwei weiteren Kunden vor uns besucht war.

 

Er ging einen Schritt auf mich zu und sprach halblaut – doch immer noch ZU laut für die nicht gerade private Atmosphäre hier – drauf los, wegen dieser Vertrautheit zwischen uns, die nicht und nie existierte und die nur ehemalige, jetzt „geheilte“ (sags auf Französisch: )  Psychoter wie er fühlen können: „Und seit 2 Jahren keine Drogen.“ Zwinkerte. Ein echtes, Filmreifes Klischeezwinkern. Das galt mir. „Und du?“

Ich: „Ich? Ähm. Ja… Mir geht es auch gut.“

Die Verkäuferin lachte.

 

Wir hatten früher einen gemeinsamen Freund. Nur wir Zwei hier. Waren niemals Freunde gewesen. Ich konnte ihn in Wahrheit noch nie leiden. Doch die Erinnerung biegt so manche gebogene Straße gerade und man sieht sie in einem anderen Licht. Schließlich, auch wenn wir uns weder ähnlich waren, noch Kumpels, haben wir etwas gemeinsam: Wir haben eine „gewisse“ Zeit hinter uns; wir haben Beide unsere persönliche Katastrophe überlebt und überstanden. Auch wenn wir unterschiedlich aus der Geschichte heraus kamen. Er: Psychiatrie. Ich: Normalität. Das hätte auch anders laufen können…

Unsere Vergangenheit, in der wir uns immer wieder über den Weg liefen, gleicht einem Banküberfall, wobei der Eine dadurch ins Unglück gestürzt ist, während der Andere seine Schäfchen deswegen ins Trockene gebracht hat. Das Schicksal nimmt nie den gleichen Weg.

Die Ironie ist wirklich: Ohne meine Drogen-Vergangenheit wären mir viele gute Sachen später nicht passiert. Sie hat mich zu dem gemacht, der ich bin… Das Leid und die Krankheit kann durchaus auch für etwas gut sein.

 

Dann kaufte jeder seine paar Semmeln und wir nickten uns am Ausgang noch zu. Er meinte noch: „Grüß Andi von mir wenn du ihn siehst“. Andi. Unser gemeinsamer Freund. Die Quelle.

Ich: „Das kann ich nicht. Ich mache nichts mehr mit Andi.“ Darauf dachte er 3 Sekunden nach, lächelte und sprach: „Ist vielleicht besser so.“

 

Als ich dann schließlich nach Hause fuhr, zu meiner Frau und den perfekten Kindern, viel mir sein Name ein: Petkovic. Nur wir nannten ihn Skinny… Skinny Petkovic.

Was Drogen und Medikamente aus einem Menschen machen können.

Eine Welt voller Schwulen und Drogensüchtigen (Text zur Nacht Add-on)

Geht nicht, gibt´s nicht. Das ist so ein Satz den ein Drogen-User, den man früher Süchtiger oder Kranker nannte, eher selten sagt. Denn in Wahrheit spritzen sie nicht gerade vor Agilität. So auch mein Freund Andi. Der hat immer lieber seine Ruhe, was bedeutet, dass er seinen Pegel erreicht hat. Hat er seinen Pegel an Chemie und Alkohol, gibt Andi auch Ruhe, selbst in eher stressigen Situationen; der Stress kommt einfach nicht bei ihm an, weil: Zustand. Um den „Zustand“ zu erreichen, bedarf es leider durchaus ein gewisses Maß von Zutun. Unser Code Zulu: Zutun für den Zustand. Was bedeutete, wir mussten was „aufstellen“ (woher DIESER Ausdruck nun kommt: keine Ahnung), also Stoff besorgen – auch wenn kein Mensch im realen Leben im Jahre 2015 STOFF sagt. Das ist nur für euch Normalos so zur Verständlichkeit.

Auf alle Fälle sind wir jetzt wieder beim Anfang angekommen: Geht nicht, gibt´s nicht. Wenn es halt ums Aufstellen geht. Andi hat neben seiner Eigenschaft… Na ja… So viele nützliche Eigenschaften hat mein alter Freund eigentlich gar nicht… Äh… Er hat also diese Eigenschaft viele Leute zu kennen. Dafür bedarf es zwar im Prinzip noch anderer Eigenschaften – wie z.B. ein irgendwie sozialer, kommunikativer oder auch finanziell überzeugender Mensch zu sein – von denen ich aber nie besonders viel mitbekam. Er konnte das einfach. Und er konnte es gut. Eine weitere Eigenschaft die Andi abging, war die Fähigkeit Autozufahren. Und da kam ich ins Spiel.

Wir leben Beide auf dem Land und ohne Auto hast du hier ziemlich verloren, ganz egal wie viele Leute du kennst. Immer hat irgendwer keinen Bock und/oder keine Zeit dich herumzukutschieren und schon stehst du eher doof da. Ich war damals solo bis zum geht nicht mehr und hatte Bock auf Amphetamine – auch bis zum geht nicht mehr. Aber den Fahrer muss man dann halt machen und dabei war ich jedes Mal wieder fasziniert darüber, an welchen entlegenen Ortschaften es der Andi immer noch vermochte Drogen aufzustellen.

Du fährst erst einmal aus der Stadt heraus und durchquerst auf Seitenstraßen irgendwelche Käffer, solche von der Art, wo es entweder schon gar keine Finanzinstitute mehr geht, oder die Bank-Filialen so klein sind, dass es dort nicht einmal mehr einen Geldautomaten gibt, sondern (jetzt kommts) noch echte Menschen, die sich um Sparbücher kümmern. Glaubst du nicht? Na mein Freund, das warst du noch nie auf dem LAND. Auf dem RICHTIGEN Land. Da fährst du dann an ein paar elektrischen Zäunen mit Zuchtvieh outdoor vorbei, biegst am Brunnen rechts weg über einen Schotterweg an einem kleinem Tümpel vorbei und hier wo Hollywood normalerweise Hinterwäldler-Horrorfilme drehen würde, trifft man dann nen glattrasierten Bayer, der dir ein paar Gram feinstes irgendwas verkauft, und ja es stinkt nach Mist und Scheiße, aber: Stoff. Und davon nicht der Schlechteste. Oder.
Es geht heute mal an der Berufsschule vorbei, ein wenig durch das Industriegebiet, bis die Landschaft etwas schöner und wohnlicher wird, die Gärten größer, blumiger und mit all so geschnitzten Holzkrimskrams mit lächelnden, selbstgemalten Sonnen darauf gefüllt, dass sich dir irgendwann der Anschein aufdrängt, man wäre hier an einem Originaldrehort der Rügenwalder Mühlen Wurst Werbespots. Da klingelt man dann unter dem Foto der lachenden Kinder die dort schon VOR dem Eingang unter Glas ausgestellt sind (mit Sprechblasen wie bei einem Telefonanrufbeantworter: „Es begrüßt sie Ulli, Lene und Mareike!“). Und kauft dann von so nem pickeligen Walldorfschüler das härteste Acid das du dir nur vorstellen kannst. Oder.
Du fährst mit ihm einfach in die Nachbarstadt. Runter zum Edeka. Aldi. Oder sonst was. Wo man zuerst einmal ein paar Pullen Bier kauft – natürlich das Billigste was da ist. Und ne Flasche Wodka. Ebenfalls der „Preiswerteste“. Mit dem klimpernden Zeug in der viel zu dünnen Plastiktüte fragt der Andi dann die Verkäuferin ohne Hauptschulabschluss, ob die Frau Filialleiterin nicht da ist. Und wir erahnen es schon: Sie ist es. Man geht dann also mit der geschniegelten Frau Filialleiterin, die ein klein wenig zu dürr ist um für ihre Mitte 40 noch einigermaßen sexy zu sein, raus, HOCH in ihr Büro, wo sie die Türe hinter dir schließt, also VERschließt, um dort in diesem überhitzen kleinem Zimmer mit dem Fenster-Blick ins Nirgendwo, aus irgendeiner Schublade DAS ZEUG hervorzuziehen, was man erst einmal bezahlt und sich dann mit der was reinzieht. Und plötzlich sieht die Frau gar nicht mehr so alt aus…
Und solche Geschichten kenne ich dutzende. Und jedes Mal denke ich mir nur: Woher zum Teufel noch mal kennt der solche Typen?

Zu manchen Leuten ließ er mich (zum Glück!) gar nicht erst mit hinein. Aber im Autowarten während er sich drinnen irgendwas reinzieht, ist noch viel bescheidener, denn der vergisst dich durch das ganze Drogen in die Nase ziehen einfach: Und ich kann ja viel, außer Warten.

Wenigstens sitze ich dieses eine Mal nicht alleine im Auto. Ich sitze hier mit dem schwulen Robert. So nennen wir den, und ihn stört das auch gar nicht, weil Robert (der auch ein wenig tuntig veranlagt ist) dadurch gleich klare Verhältnisse schafft. Das ist durchaus von Vorteil. Noch einmal: Wir leben ALLE auf dem Land. Und wenn man in einer Clique gleich mit „Und das ist unser Kumpel, der schwule Robert“ vorgestellt wird, ist das für ihn von Vorteil, denn, ihr würdet euch wundern wie viele bis dato als hetero geltende Kumpels von uns später bei Robert anrufen, um mal „ganz in Ruhe mit ihm zu quatschen“, nun. Beim Quatschen bleibt es nicht, sondern eher beim späteren gegenseitigen Abkauen. Roberts Offenheit hilft somit verkappten Schwulen, zu sich selbst zu stehen. Dafür könnte man jetzt Respekt haben, nur ist Robert nicht gerade der treueste Mensch – aber das führt jetzt wirklich zu weit.

Ich sitze also mit dem schwulen Robert in meinem scheiß Auto, in der scheiß Hitze und warte schon total gierig auf den scheiß Andi, und Robert kaut mir dabei zwar nicht den Schwanz, immerhin aber mir mein Ohr ab. Wie furchtbar es doch sei, dass ganz Europa sich jetzt wie Schwule kleidet. Ich solle doch nur mal meine eigene Frisur ansehen. Und ich sei doch nun wirklich eine der schlimmsten Heten die er je getroffen hat.
Ich: „Ist doch klar dass die Schwulen uns da indoktrinieren. Ihr macht doch die ganze Mode. Und nicht nur das. Ihr macht die Mode für uns und lasst unsere geilen Model-Weiber aussehen wie dürre Männer. Kein Hetero der etwas auf sich hält, würde wirklich ein Magermodel bumsen wollen. Ich sag nur Stichwort: Charakter.“ Dazu machen ich eine Geste, als hätte ich zwei aufblasbare Ballone vor meiner Brust.“
Er: „Ach du wieder… Aber nur weil wir so-viel-mehr-GeSCHMAAA-CK haben als ihr, müsst ihr uns doch nicht gleich nachmachen… Früher war es noch einfach zu erkennen wer schwul ist und wer nicht. Heute sehen alle Kerle wie geile Erdbeeren aus, aber kaum wenn du dem an den Schwanz langst, gibt es ein riesiges Getöse, man SEI DOCH GAR NICHT SCHWUL! Woher soll ich das denn wissen. Und. So what?! Muss man doch nicht gleich durchdrehen.“
„Geile Erdbeeren… Komm hör mir auf…“
„Früher haben schwule Housemusik gehört und haben sich wild angezogen. Und heute. Heute hören die Heten noch viel schlimmeren Euro-Trance, so Guetta-Gulasch, und fühlen sich total männlich. Was ist da los? Aber na ja. So what?!“
„Wo bleibt eigentlich der verdammte Andi?“
„Ach was weiß ich… Wahrscheinlich kauft er gerade irgendwas von irgendwelchen Grufits, die gerade den Satan anbeten, die er von irgendner Afterhour auf dem Friedhof kennt. Aber selbst DIESE Gruftis sehen bestimmt aus wie süße kleine, schwarzweiß angemalte Schnucki-Erdbeeren aus dem Manga-Klischee-Handbuch. Früher waren Gruftis ja noch Tod und Verderben. Und gestunken haben die! Aber heute… Na… So what?“
„Du willst mir jetzt doch nicht ernsthaft erzählen, dass es dir nicht passt, dass die Schwulen vom Stil her Europa dominieren. Im arabischen Raum werden Homosexuelle verbrannt oder gesteinigt wenn man sie DABEI erwischt. Und du ärgerst dich über zu viel Anerkennung?“
„Das ist wie mit den Schwarzen! Denen klaut ihr Weißen doch auch alle coolen Sachen. Komm schon kleiner, gib mir darauf ne GHETTO-FAUST!“ Daraufhin streckt er mir seine Faust hin, damit ich meine wie bei einem Handschlag dagegen puffe.
„Du hast gleich ne echte GHETTO-FAUST im Maul, Mann!“
„Is ja schon gut. Ah. Da kommt schon der Andi.“
„Schon?!!“
Andi: „Geht nicht. Gibt’s nicht.“ Er teilt zwei eingeschweißte Päckchen an uns aus. „Für jeden 3 Gramm. Hat ein wenig länger gedauert. Er dachte nämlich erst ICH will was verkaufen. Jedes Mal der gleiche Stress. Aber wie will man am Telefon so was auch eindeutig klären?“
Ich: „Na wenigstens hatte er was. Sonst hätte wir noch weiterrumkurven müssen.“
Andi: „Ach was. Da vorne an der Dönerbude habe ich einen gesehen. Den kenne ich woher.“
Ich: „Hätte mich jetzt ja auch gewundert.“
Der schwule Robert zu mir: „Weißt du was dein Problem ist Paul? Du glaubst dass die ganze Welt verrückt geworden ist. Aber in Wahrheit bist es du der verrückt ist. Du mit deiner verdammten, langweiligen Normalität. Die Menschen wollen leben und sich nicht mehr in Schubladen stecken lassen.“
Ich: „So what?“

Text zur Nacht Add-on (kein vorlaufender Eintrag) Toiletten sind zum Scheißen da!

Zuerst ist es brutal hart vor den Toiletten mit diesem unglaublichen Kack-Drang WARTEN zu müssen, bis endlich (endlich, endlich) der coole Drogenkonsument total abgezockt und nachgezogen, mit einer unglaublich lässigen und dabei dennoch in Wahrheit seines Zustandes angestrengten Körperbeherrschung die Toilettenkabine verlässt, und ich mehr oder weniger auch Körperbeherrscht (aber eilig) in meine 2 Quadratzentimeter Privatheit mitten im Club stürme, die Toilettenschüssel abwische, mit Klopapier abdecke, um schließlich und endlich (endlich, endlich) explosionsartig meinen Darm zu entleeren, was so gut tut, dass ich mich wahrlich erlöst fühle… Es stinkt bestialisch und ich tue mein Möglichstes um die Spuren meiner unzweifelhaften Menschlichkeit zu entfernen, aber schließlich kann ich doch nur die Kabine verlassen und den nächsten Drogenkonsumenten in die Kabine einlassen, der nur angewidert sagt: „Alter…. Was geht denn mit dir?“
Und obwohl es mir natürlich peinlich ist so einen amtlichen, dringenden Haufen in das Porzellan gedonnert zu haben, sage ich trotzdem und pampig durch meine Scham hinweg, gerade auch wegen meiner Scham: „Herrgott verdammt noch mal! Scheißhäuser sind zum SCHEIßEN da! Es ist mir wurscht ob ihr euch da eure Lines legt oder euch nen verfickten Schuss setzt, ABER ES SIND VERDAMMTE SCHEIßHÄUSER! Und wenn das euch nicht passt! Dann geht woandershin mit eurem Dreck! Ich muss mich jetzt doch nicht fürs Scheißen aufm Scheißhaus rechtfertigen!“
Auf der von mir zusammengebrüllten Herrentoilette (gebrüllt deswegen, weil ich so besser gegen mein eigenes Schamgefühl ankämpfen kann) ernte ich von den Usern Lächeln und betretene Blicke, während mich diejenigen die auch nur hier ihren Körper entleeren wollen mit einem nett gemeinten und süßen Applaus unterstützen. Irgendwer ruft: „Hört! Hört!“
Und ich denke mir nur: Wir Normalen müssen uns die Toiletten zurückerobern.