Ham – schrilles Musikvideo zum neuen Mr Oizo Album

Das Album ist bezeichnenderweise NICHT mehr bei Ed Banger erschienen – es ist so unglaublich schade, dass das Label absolut tot ist…
So klingt das Ding von vorne bis hinten

und auch wenn es ganz nett verstrahlt daherkommt, gebe ich für 30 Minuten keine 9 Euro aus.

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Zoot Woman "Star Climbing Wintertour 2015"

Wir sind in Stuttgart dabei 🙂

16.1. BE – Antwerp
17.1. DE – Hannover
18.1. DE – Hamburg
19.1. DE – Berlin
20.1. PL – Warsaw
21.1. PL – Poznan
22.1. DE – Dresden
23.1. DE – Leipzig
24.1 CZ – Prague
26.1. AT – Vienna
27.1. DE – Munich
28.1. AT – Salzburg
29.1. CH – Zurich
30.1. DE – Stuttgart
31.1. DE – Freiburg
01.2. DE – Erlangen
02.2. DE – Frankfurt
03.2. DE – Cologne
04.2. FR – Paris
04.3. ES – Barcelona
05.3. ES – Madrid

Und ich fand die schon gut bevor ich überhaupt wusste das Jacques Lu Cont a.k.a Stuart Price da mitmacht 🙂

Majestic Sounds Winter Fest – Party-Rückblick, der 5.1.2015

Es sagt schon was über die vergangene Nacht aus, wenn man der gefühlt einzig Nüchterne auf ner Party war und sich jetzt trotzdem fühlt wie nach nem Vollrausch… Ist irgendwie doch viel passiert, neben und in dieser komischen Eventhalle in Neu-Ulm…

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Ja, dieses Mal bin ich selbst gefahren, da ich keine Lust hatte schon wieder abhängig von der Bahn zu sein, und die Hinfahrt gab sich ganz gut. Die Stimmung der Crew war gud und zerstört, das konnte gerne so bleiben. Ich musste nur leider ziemlich früh hin, da Marika Rossa schon um elf Uhr mit dem Auflegen anfing und die wollte ich unbedingt hören.
Unbedingt? Na. Auch wenn die Ukrainerin (die nach alle anderem aussieht als nach dem) guten Hard-Core-Techno spielt (man hätte früher das Unwort „Schranz“ verwendet), hat sie da natürlich nichts neu erfunden. Um ehrlich zu sein habe ich im Techno-Zirkus schon alles gesehen und erlebt, und dann ist man auch mal froh wenn man nicht immer die üblichen Verdächtigen hört, die schon seit Jahrzehnten die Clubs mit ihrem Sound zusammenstampfen.

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Die (Neu-)Ulmer haben die auch brutal euphorisch abgefeiert, muss man ganz ehrlich sagen, und wieder einmal (das erwähnte ich ja oft und gerne wenn es der Fall ist) hat man wirklich gesehen wie das Mädchen oben sehr viel Freude an der Freude der Menschen hatte. Ein Geben und Geben. Genommen wurde dann niemanden gar nichts.

Die Location ist nicht gerade die schönste Deutschland und hat mich, nicht nur wegen des bescheuerten Deko-Bambus an den Pseudo-Schicki-Club „View“ in Dortmund erinnert. Alles ist dort sehr weiß und übersichtlich und hat vom Design nichts (aber auch wirklich gar nichts) mit Techno zu tun. Macht aber nichts. Die Leute waren gut drauf, die DJs legten die ganze Nacht über Brettharten und guten Sound auf und man fand immer einen Platz zum Hinsetzen. Da muss man nicht die ganze Zeit über die nicht vorhandene Coolness meckern. Es war echt passend so wie es war, auch wenn man nüchtern war.
Klar saß ich dieses Mal mehr herum als sonst und kuschelte mich an meine große Kumpel-Insel, der der nicht in dem Bezug auf das Geld sah wie viel man schon ausgegeben hat, sondern was man noch alles ausgeben kann…

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Danach Felix Kröcher und bei dem haben wir schon im Sommer gemerkt, dass der „alte Felix“ wieder zurück ist. Schluss mit minimalen Ausreden, sondern wieder knackige Ansagen mit Beat. Der hat die Menge gut gekocht und brachte im Gegensatz zur mir etwas zu stampfigen Marika wieder mehr Musik rein – was Nicht-Techno-Menschen so vlt nicht sagen würden 😉
(warum darf der eigentlich im Club rauchen? Ach so, ach ja, das DJ-Pult ist doch eine Bühne, wenn der raucht, dann ist es Kunst 😉 )

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Die Crew war gut drauf, teilweise schon erschreckend und extremst gut, wenn auch über das ganze Klangdeck verteilt, so dass man sich echt suchen musste, obwohl die Location nie brechendvoll war, sondern gerade so richtig gefüllt.
Im zweiten Floor war ich gar nicht, der war sowieso mehr Maskerade und Ausschmückung auf dem Flyer, da alle Publikumsmagneten im eigentlichen Floor spielten, doch es ist immer gut Auswahlmöglichkeiten zu haben.
Der Eintrittspreis von 14 bi 19 Euro (je nachdem wann man kam oder ob man ein Online-Ticket hatte) war super fair. Und die Leute hinter der Bar waren nett. Selbst die Türsteher waren – obwohl sie viel tun bekamen in der Nacht (dazu später mehr) – sehr angenehm.

Gayle San folgte auf den Kröcher und die stampfte mir dann wieder zu viel. Schade eigentlich, doch wenn man nüchtern ist braucht man da dann schon ein wenig mehr Abwechslung beim Tanzen als sie da bot. Nur. Solche Partys sind nun doch nicht ganz für nüchterne Menschen designt worden.

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Wir erzählten uns dann gegenseitig unsere Lützenkirchen-Storys, der da (wie alle anderen DJs auch) mit den Leuten herumstand und plauderte; wir kennen nur seine Frau viel, viel besser als ihn, und wir überlegten uns schon den Spaß einfach mal hinzulaufen und zu sagen: „Grüße an deine Frau.“ Um dann geheimnisvoll wieder zu gehen… (Deppen-Humor halt…)
Freunde haben Freunde, und da hatte jemand Geburtstag, weswegen man neue Gesichter kennenlernte und neue Hände schüttelte. Mit manchen kam ich sofort sympathisch ins Quatschen, andere bleiben mir auch jetzt noch im Rückblick suspekt. Aber. Ich muss ja nicht jeden mögen. Die anderen blieben mir durchaus in sehr herzlicher Erinnerung.
Das Gespräch fand meistens draußen beim Rauchen statt und ich meinte dann nur zu meiner Insel, zu meinem Fels in der Brandung: „Guck mal, da ist schon wieder ne Schlägerei“, die dritte oder vierte die ich mitbekommen habe, „Moment mal, den kenne ich doch!“ Also los und hin.

Was nun folgte war ziemlich einzigartig, und ich habe schon viele Menschen auf Partys durchdrehen sehen – der hier schoss den Vogel ab.
Man vergisst ja leider immer wieder wenn man alle paar Tage Alkohol trinkt, dass Alkohol eine harte Droge ist, die nicht jeder verträgt; ob man jetzt gleich so am Rad drehen muss, ist die nächste Frage. Den „aggressiv“ zu nennen wär wirklich ein Euphemismus, der hat sich leider gar nicht mehr einbekommen, schlug wild und rannte auf alles ein; wir waren kollektiv mit der Situation dermaßen überfordert, dass schließlich jemand die Bullen rief und die den mitnahmen – und ich hätte auch keine Möglichkeit gesehen das anders zu regeln…
Ich habe auch schon viel Mist auf Alkohol und Drogen gebaut, doch so eine Lokomotive wie der war ich nie – das forderte mir fast schon Respekt ab. Denn die meisten Menschen werden eher ruhig, nachdem sie niedergeschlagen werden. Nur, wenn jemand heute brutale Schmerzen am ganzen Körper hat, dann der…
Bei ihm war da das aber auch die typische Parabel-Kurve des Alks: Erst schweinemäßig supergeil drauf (der König der Welt!), Explosion!, und dann ein Häufchen Elend.
Wir blieben halb erfroren und sprachlos zurück. (Die Cops hätten wenigstens im Warmen unsere Personalien aufnehmen können…)

Drinnen ging die Party natürlich weiter als wäre nichts gewesen. Unser Freund Lützenkirchen legte noch auf und das ziemlich kickend und weniger brachial als die anderen. Das wäre sehr angenehm gewesen, mir und den anderen war die Party nur vergangen, wenn auch nicht allen von uns.
Es war schon bemerkenswert wie schnell manche Leute in ihrer Drogeninduzierten Dichtness dann einfach versuchen weiter zu machen als wäre nichts gewesen. Nicht weil es ihnen Scheißegal war was da gerade passiert ist, nein, ihr Verstand machte nur da weiter, worauf sie programmiert waren und führten das fort, wofür sie gekommen waren: Tanzen und Lachen. Das war grotesk und kam sehr kalt rüber. Heute verstehe ich, dass man sich einfach „normal“ verhalten wollte. So normal wie es einem die Zerstörtheit erlaubt. Das hatte fast schon was von einem Schock-Verhalten…

Ich bin dann snach 4 gefahren. Die Party ging eh nur noch 45 Minuten oder so. Hatte ja keinen Sinn mehr. Außerdem hatte ich die Hälfte meines Teams verloren…
Was für eine strange Nacht. Mit allem was dazugehört. Und ich bin froh selbst mit dem Auto gefahren zu sein, sonst wäre das Ganze für meinen Kopf auch verrückter geworden. Und sehr viel anstrengender. Aber. Die halbe Nacht war ziemlich gud ;D