„Insekten auf Leichen“ Dr. Mark Benecke in der Stadthalle Gersthofen

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Weder von Deichkind, AnnenMayKantereit oder Thomas Meinecke bin ich ein großer Fan. Ebenso wenig von Mark Benecke. Eine gewisse Grundsympathie ist für alle Gruppen/Künstler vorhanden (die tatsächlich aus purem Zufalle alle DEUTSCH!!! sind). Eine „Muss-Veranstaltung“ war jedoch keine der vier Abende in diesen vergangenen zwei Wochen. Jetzt also noch Doktor Mark Benecke in der Stadthalle Gersthofen.

Der Anfang seines Vortrags war richtig Ramones mäßig: Bereits letztes Jahr ist der Point-of-No-Return überschritten worden, die Menschheit so wie wir sie kennen zu retten. Benecke sei nun immerhin seit 30 Jahren Biologe und in dieser Zeit seien dreiviertel (ich glaube es waren dreiviertel) aller Insekten-Arten ausgestorben. Davon würde sich das Bio-System des Planeten nicht mehr erholen. Hätte die Menschheit im letzten Jahr (2019) damit aufgehört zu Fliegen, mit dem Auto zu fahren und hätte dabei gänzlich auf tierische Produkte verzichtet, hätte die Menschheit so wie wir sie kennen noch eine Chance gehabt. Diese Frist sei nun abgelaufen. Inzwischen ging es nur noch darum, die Folgen für die Menschheit auf diesem Planeten durch den durch die Menschheit selbst ausgelösten Treibhaus-Effekt, zu minimieren. Blöd nur das niemand sein Verhalten ändert. Rums! Das ging ja schon einmal gut los. Er schob noch nach, dass es sich dabei um keine Vermutung oder Meinung handle, sondern um wissenschaftliche Daten. Und die Daten würden nicht lügen. Da kann Greta noch so sehr brüllen und die VW-Manager in der Bild-Zeitung noch so Lachen: Es ist rum. Wie und wann konnte Benecke als seriöser Wissenschaftler (und gleichzeitig – Ironie –  Vorsitzender der Partei „Die Partei“ in NRW) natürlich nicht sagen. Bei dieser Feststellung ging es ja nur um Tatsachen, die bereits geschehen seien. Die kann man zählen, messen und bewerten. Alles darüber hinaus sind Schätzungen.

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Das war schon einmal schön zu wissen, auch wenn wir deswegen gar nicht hergekommen waren. Der Gersthofer Stadtsaal war brechend gefüllt. Man saß gefühlt Haut an Haut mit seinem Platznachbarn und bei dem Altersschnitt in Gersthofen wäre es nicht gut für die meisten Besucher ausgegangen, würde hier Corona umgehen. Neben den älteren Besuchern gab es eine deutliche Hand an Leuten, die im Benecke-Stil herumliefen: Tätowiert. Gepierct. Und ordentlich getunnelt wie ein Torhüter beim Herauslaufen aus seinem Tor. Wie und wo da jetzt der Zusammenhang zum Benecke-Kult ist, warum man da tätowiert und bunte Haare plus Kutten-Pullover haben muss, um Benecke-Fan zu sein, kann ich nicht beantworten. So tief bin ich nicht drin im Benecke Universum.

Für mich ist Benecke eher so bekannt aus der Richtung „Roche und Böhmermann“ (oder war es „Schulz und Böhmermann“?) wo der Herr Doktor der Biologie recht schelmisch von seiner Arbeit erzählte. Kurz zusammengefasst lautete auch der Titel der Veranstaltung: „Insekten auf Leichen.“ So „Schweigen der Lämmer“ mäßig. Dh. Der Benecke ist für die Polizei tätig und ist darin geschult zu wissen und zu untersuchen, wie lange (aha) diese oder jene Made, Milbe, was weiß ich, in der Leiche lebt um weiterhin festzustellen, wann die arme Frau oder Mann denn genau verstorben ist. Das ist ein interessantes Thema. Jedoch. Glaube ich auch. Dass viele Leute auch einfach wegen dem Benecke-Kult die Veranstaltung besuchten. Ehrlich gesagt kann ich verstehen, warum dieser Mann beim Volk beliebt ist. Er hat das Auftreten eines positiv Verrückten und macht einen interessanten Job, den nun wirklich nicht jeder machen kann. Ich hatte mir ein wenig Infotainment erwartet. Ging dann trotzdem nicht ganz befriedigt aus der Vorstellung heraus. Meine Frau, die ebenfalls Doktor ist, war auch nicht ganz überzeugt. Nicht über den Inhalt des Vortrages. Sondern über die Form. Der Vortrag war ehrlich gesagt nicht besonders gut. Sorry Benecke. Es war alles ziemlich konfus und ohne Rhythmus aufgebaut. Mal sprang er hier hin bei einem Thema. Mal dorthin. Manche Zuschauer hatten ein Problem mit dem ungeheuren Tempo, mit dem Benecke sprach, welches er auch nicht minder konnte (Aufregung?) oder wollte (ich mag es ja wenn die Leute schnell sprechen. Ich kann auch schnell zuhören). Zudem wunderte es mich, dass am Anfang keine Warnung ausgesprochen wurde, wie krass die Bilder auf einige Leute wirken können. Klar. Der Vortrag war ab 16 Jahren freigegeben und da musste man sich von vorneherein bewusst sein, dass man da die eine oder andere Leiche sehen würde. Trotzdem. Wenn man was für die breite Masse macht, kann man doch sagen: „Okay, wenn es euch zu krass ist, dann geht einfach raus. Ist ja nicht jeder Tatortspezialist.“ Stattdessen reagierte Benecke geradezu überreizt auf jede Regung aus dem Publikum.

Durch das Medium „Film“ hat man (wenn man denn will) sicherlich schon die wüstesten Phantasien gesehen, die Menschen über den Tod in den Sinn kommen. Doch. Und da habe ich was gelernt. Sieht man im Kino immer eine cleane Version des Todes. Da sind selten zigtausend Maden auf einer Leiche. Das hat mich dann doch überrascht, wie madig so Leichen seien können. Ich war jetzt nicht wegen einem Voyeuristischen Trieb da. Nicht einmal aus einem Wissenschaftlichen. Der Benecke war angesagt und wir gingen einfach hin. Doch als wir dann schon wieder im Auto zurücksaßen, mussten meine Frau und ich uns schon wundern, wie schlecht und wirr der Vortrag vorbereitet war. Und schließlich kostete ein Ticket 33 Euro. Da kann man doch wenigsten mal ne vernünftige Power-Point-Präsentation erwarten, ohne läppischen Bildschirmschoner. Gerade meine Frau, die wie gesagt im wissenschaftlichen Bereich tätig ist, war von der Form enttäuscht. Der Vortrag war weder locker, noch gut strukturiert.

Gut. Das kling jetzt nach einem ziemlichen Verriss. Stimmt so auch nicht. Es war sehr interessant und über so ein Thema hört man jetzt nun wirklich nicht alle Tage etwas. Die Form und die Umsetzung waren nur ziemlich schwach (dennoch würde ich noch einmal zu einem seiner Vorträge gehen). Den Benecke-Fans wird das nicht aufgefallen seien. Denn. Und da machten die 33 Ocken wieder Sinn. Mark Benecke nahm sich sehr viel Zeit für seine Fans und machte ordentlich grinsend mit jedem von ihnen ihr Foto (zu bestaunen auf Instagram). Kleine Geschenke wie die oben eingefügte Karte inklusive. Gefühlt (nicht gemessen und gezählt) hätte der Herr Doktor einiges an seinem Vortrag optimieren können. Klar. So fühlte es sich sehr familiär und einzigartig an. Aber… Ne…

Fotos durften bei dem Vortrag keine gemacht werden, was absolut nachvollziehbar war. Schließlich wurden echte Fälle gezeigt. Ich weiß auch gar nicht, wer solche Bilder mit gutem Gewissen verbreiten will. Trotzdem war es strange wie der lächelnde Benecke dem Publikum drohte, sie im Fall der Fälle zu verklagen. Ja natürlich. Entschuldigung. RECHT hat er wenn er so etwas sagt und er MUSS es selbstverständlich auch. Wenn da nur leider nicht dieser komische Tonfall gewesen wäre. Ein guter und charismatischer Typ mag er sein. Vielleicht halt nicht vor 2000 Leuten.

Hm. Jetzt habe ich anderthalb Seiten ganz schon gelästert. Obwohl ich es insgesamt gut und lehrreich fand. Auch meine Frau Doktor. Es hätte halt nur auch so viel besser sein können. Gelernt habe ich doch so einiges. Besonders diese Point-Of-No-Return-Geschichte gibt zu denken und wird hängen bleiben. Und noch mal: Ja. Ich würde noch einmal hingehen und es auch anderen Leuten raten. Nur für die Kulisse und das Geld was da investiert wurde, kann man mehr Kundenservice, das heißt eine bessere Erzählung erwarten. Und nein. Das hat nichts mit Neid zu tun. Von mir aus hätte der nette Herr Doktor doppelt so viel Geld an diesem Abend verdienen können. Ich gönne dem Mann wie jeder anderen Person alles.

Thomas Meinecke und Avina Vishnu im Kulturhaus Abraxas, es war der 29.02.2020

Plötzlich steht Thomas Meinecke da. Ja. Genau. Da vorne in der Türe. Im Flur. Im Abraxas in Augsburg. Schaut der so nach rechts und links. Als würde er gerade nicht wissen wohin. Und ob. Der Meinecke Thomas, dem genau in der gleichen Woche den Berliner Literaturpreis überreicht worden war. Nicht wisse wohin. Ein unwirklicher Jetzt-Moment für mich. Dabei bin ich genau wegen ihm, und nur wegen ihm, in das „Kulturhaus Abraxas“ gekommen.

Auf Meineckes Werk stieß ich vor 15-20 Jahren. Als junger, wirrer Drogen- und Technokopf stand ich in einem Geschäft vor einem Bücherregal und wusste nicht, was ich kaufen/lesen sollte. Hat man einen gewissen Anspruch an sich selbst und sein Leseverhalten, gibt es oft diese Momente, in denen man nicht weiß, welches Buch das richtige in eben genau dieser konkreten Lebensphase für einen selbst ist. Da tat ich. Was ich niemals mache. Ich zog fast blind ein Buch aus der Rubrik „Deutsche Literatur“ aus dem strammen Regiment der hier versammelten Werke. Es war folgendes Buch:

Ich schlug es auf. Blätterte darin herum und stieß auf den Begriff „Underground Resistance“. Und ich so: „Aha. Na das ist ja mal ein Zufall.“ Buch gekauft und dann – zugegebenermaßen – total erschlagen gewesen ob der unermesslichen, für mich wirren Themenvielfalt. Wenn es bei einem Autor auf die beste Art um Alles-auf-einmal geht. Dann bei Thomas Meinecke. Es war zu viel für mich. Trotzdem ließ der Mann, der nicht nur Bücher schreibt, sondern den hochkulturellen Menschen dieses Landes als Mitbegründer der Band F.S.K. längst bekannt war, mich über die Jahre nicht los. Gerade die Projekte, die er mit Move D umgesetzt hat, schlagen mich heute noch in ihren Bann. In diesem Projekt vertont Move D mit elektronischer Musik die Worte Thomas Meineckes auf die mir einzig bekannte gelungene Weise. Bei allen anderen Projekten ähnlicher Bau- und Machart fehlte mir seitjeher der Flow. Es klang immer zu hölzern oder zu gewollt. Sogar beim Projekt von Rainald Goetz und Westbam. Zudem halte ich wenige Sprechstimmen für einprägsam und verehrenswert (ich kam darauf bei meinem Eintrag letzte Woche über Deichkind und Werner Herzog zu sprechen); die von Thomas Meinecke gehört jedoch zweifellos dazu. In der Gender-Diskussion sind diese Texte leider ein Jahrzehnt ihrer Zeit voraus… Oder anders betrachtet, war es für solche Spoken-Words-Texte genau der richtige Zeitpunkt, um die breite Debatte darüber in Gang zu setzen. Seine Abhandlungen über Pop, Underground-Techno über Disko, bis hin zu weiblichen Ikonen des Weltgeschehens wie Josephine Baker und Judith Butler, die mehr als nur zitiert, tatsächlich sprachlich inszeniert wurden. Ja. Nein. Bestimmt sogar würde vor meinem Haus in Bayern keine Fahne in den Farben der LGBT-Bewegung im stürmischen Frühjahrswind wehen (obwohl ich sexuell gesehen der Mann/Frau-Typ bin), ohne diese Werke von Thomas Meinecke und Move D. Seine Texte haben meine Art über die Gesellschaft zu denken und wie wir miteinander umgehen schon beeinflusst, bevor diese Themen (zum Glück) Mainstream wurden. Mit seinen Büchern tat ich mich dennoch weiterhin schwer. Lookalikes hätte ich so gerne gemocht, war mir am Ende doch auch wieder zu überambitioniert. Auf Facebook sind Meinecke und ich schon seit Jahren „befreundet“ und so sah ich, dass er als DJ im Abraxas tätig sein würde.

Meine Frau kam mir zu liebe mit. Innerhalb einer Woche waren wir wie hier im Blog besprochen bei Deichkind und AnnenMayKantereit gewesen. Jetzt also auch noch das. Und Dienstag gehen wir dann noch zu Mark Benecke. Das ist schon ein straffes Programm mit 40, wenn man immer mindestens eine Stunde Autofahrt hin zur Veranstaltung hat – und beide Vollzeit arbeiten. Beim zweiten Vorbeilaufen vor der Restaurant-Türe des Reesegarden im Abraxas, hielt ich den Autor einen Moment lang (ich hoffe) nicht übertrieben penetrant auf, um mir mein Buch zu signieren. Eben jenes, welches ich einstmals einfach so aus der Wand gezogen hatte. Der Autor lenzte sich megalässig und riesengroß wie er ist und wirkt, auf einen nahegelegenen Barhocker samt Hochtisch und schrieb mir mit meinem Stift folgenden Wunsch in das Buch:

Das anschließende Gespräch zwischen „Fan“ (Ich habe mich noch nie als „Fan“ von irgendjemanden gesehen, nicht einmal wenn ich Sven Väth traf, in den ich in meiner erwachsenen Jugend total vernarrt war. Wir sind ja alle nur Menschen) und Autor war locker, aufmerksam und von gegenseitigem Respekt geprägt. Wie ich denn heiße wollte er wissen, obwohl ich es nicht im Buch haben wollte. Keine große Sache natürlich. Und obwohl ich irgendwie süß und naiv dastand wie ein Schuljunge, der sich gerade eine gute Note vom Herrn Lehrer abholte, war es ein Moment in dem sich alles richtig anfühlte. Komischerweise ist es als Mensch im Menschsein oft gar nicht so leicht, angemessen nett und freundlich zu sein. Zu viele Alltagsschlachten werden bewusst oder unbewusst in unseren Köpfen ausgefochten, um so zu sein, wie es das Gegenüber in den allermeisten Fällen verdient hätte: Einfach nur nett. So kurz diese drei, vielleicht 4 Minuten auch waren, so wichtig fühlen sie sich für mich im Nachhinein an. Auf ein Foto mit ihm verzichtete ich absichtlich. Diese gestellte Lächelei wäre dem Moment nicht gerecht geworden.

Der Grund weshalb Thomas Meinecke in Augsburg war, bezog sich auf genau auf das Buch, welches er mit gerade signiert hatte. In „Hellblau“ schreibt Meinecke auch über Heinrich Mueller, besser bekannt als Gerald Donald. Für mich bekannt als ein Teil von Dopplereffekt. Meinecke hatte Mueller/Donald selbst noch nie getroffen, bis zu dem Abend, um den es hier geht. Die Verbindung zwischen uns allen ist dieses Buch. „Hellblau“. Man hätte die Geschichte nicht besser schreiben können.

Gerald Donald machte höchstpersönlich das Video seines neuen Projekts namens Avina Vishnu auf seinem Laptop an, welches 40 Minuten lang als Installation im Abraxas ausgestrahlt wurde; wir haben es nicht ganz ausgehalten. Sorry. Da schon hundemüde 40 Minuten lang Ambient-Musik mit Bildern von Seen und Flüssen aus (wahrscheinlich) der Augsburger Umgebung war uns dann in seiner softness doch zu hart. Wieder einmal. Hätte man so etwas gerne als gut befunden. Ging nur leider nicht.  Den DJ-Gig drüben im Nebengebäude gaben wir uns folgerichtig auch nicht mehr. Der angekündigte neue heiße Scheiß aus Augsburg (Sedef Adasi) hatte sich ohnehin krankheitsbedingt entschuldigen lassen. Auch. Wenn ich das Set von Meinecke gerne gehört hätte.

Und Thomas. Falls du Lust hast mein Buch über die Techno-Szene zu lesen, folge einfach diesem Link. Das Buch ist umsonst.

Deichkind in Augsburg, Schwabenhalle, es war der 18.02.2020. Erfahrungsbericht

Ironischerweise waren Deichkind zu jenen Zeiten als sie berühmt und irgendwie auch legendär wurden, überhaupt nicht so meins. Diese geravete Bierseligkeit fand ich blöd. Ich selbst war Anfang, Mitte der Nuller Jahre, als die Pyramidenköpfe die Bühnen eroberten, eher der vergeistigte Feier-Typ und schob vom Kopf her Deichkind in die Ecke, in der später die Atzen unterwegs waren: Laut und prollig. Mit den Jahren entwickelten sich Deichkind immer mehr und mehr zur Kopf-Band und wurden so für mich interessant. Auf der Bühne live erlebt habe ich sie trotzdem gerade zu ihrer Anfangszeit. Deichkind spielten auf so vielen Festivals VOR den Bands die ich hören wollte, dass Deichkind für mein Befinden zur nervigen Vorband verkamen. Hüpfburg und riesige Fahnen hin oder her. Man darf ja nicht vergessen, dass der Electroclash in dieser Zeit mega abging und Deichkind von ihrem Gestus her nichts Außergewöhnliches waren. Boys Noize, Bloody Beetroots, die Ed Banger Posse oder die Soulwax/2manyDJs Ecke ließen die Menschen auf den Tanzen reihenweise eskalieren. Und doch waren Deichkind halt die einzigen, die das mit einer gewissen Deutschen Attitüde machten – und über ihre Slogans gibt es (selbst wenn man die Band nicht mag) nicht wirklich zwei Meinungen. Ich bin mit den Jahren kein Deichkind-Fan geworden. Ihre neuen Texte und ihre frisch zelebrierte Attitüde finde ich dennoch ganz cool. Zudem sind Deichkind auf eine gewisse Art die letzten Übriggebliebenen der lauten und krawalligen Nuller-Jahre. Klar. Ed Banger usw. gibt es auch heute noch. Nur bis auf wenige Ausnahmen wie zB. Justice bringt die Musik niemanden mehr zum eskalieren. Deichkind sind dieser Erwartungshaltung treu geblieben, doch sie haben sich in eine gute Richtung weiterentwickelt. Und doch holen sie ihre alten Fans noch ordentlich ab. Und scheißdrauf. Wenn Deichkind schon einmal nach Auxburg kommen, dann geht man halt hin. Wer seid ihr nur, wenn ihr nur zu Lieblingsbands geht?

Vor dem Konzert sah man sich die Konzertbesucher an und kam sich vor wie auf dem Treffen der ansonsten anonymen Raveoholikern; man konnte an der Aufmachung und den Gesichtern sehen, dass das ehemalige Dosenbierstechen gegen Kinder und zumindest Eigentumswohnungen eintauscht wurde. Heute aber, da wollten es die Mittvierziger noch einmal wissen. Junge Leute waren auch am Start, nur nicht sehr viele. Ich war noch nie in der Schwabenhalle und ich fand die Location für eine Konzerthalle mega. Aus dem einfachen Grund, dass das Konzert dort nicht in die Länge gezogen wurde, sondern in die Breite. Viel zu oft stand ich schon in Konzerthallen ala „Zenith“, die wie ein Schlauchlevel viel zu weit weg von der Bühne gestaltet sind. Hier lehnten wir locker. Am ersten Wellenbrecher an der Seite und es war immer noch nah genug. Ja. Lehnten. Es war immerhin ein Dienstag: Wir waren schon müde als wir ankamen.

Im Vorprogramm wurden (und das kannte ich bisher nicht) Musikvideos gespielt. Nicht nur Musik. Was der Stimmung wirklich zuträglich war. Man konnte was ansehen, anstatt nur plump die Zeit abzusitzen, bis es endlich losging. Und. Es gab keine Vorband. Beste Entscheidung ever. Ich weiß schon. Vorbands brauchen eine Bühne um sich präsentieren und bekannt zu werden, blah blah blah. Stimmt ja nicht. Die 80ger sind lange vorbei und wenn ich eine Band „entdecken“ will gibt es mit Youtube und Spotyfy bessere Plattformen, als ne Stunde lang der Band, für die der Kunde Geld ausgegeben hat im Weg zu stehen. Vorbands will doch keiner mehr hören. Deswegen Videos. Tolle Sache. Von 90ger, 80ger Jahre Hip-Hop (die Spaß-Sparte), über Bonaparte, Nirvana, bis hin zum echt lustigen  Video von Salvatore Ganacci – ich hab alles gefeiert.

Dann gings los. Werner Herzog sprach das Intro; ach, Werner Herzog. Ich liebe seine Sprechstimme über alles. Und. Wüsste dabei keinen einzigen Menschen, bei dem ich die Sprechstimme so feiere. Singstimme ja eh. Sprechstimme? Fällt mir sonst keiner ein. Es folgte ein Megalanges Intro-Video, in dem der Schauspieler Lars Eidinger splitterfasernackt quasi als Pinsel blau gemacht und über den Boden gezogen wurde. Das Bühnenbild der Show entsprach dann dieser Video-Installation. Deichkind quasi als lebendige Gemälde. Und so blieb dann auch die erste Stunde des Konzerts, äußerst kunstvoll. Es ging zwar mit „Keine Party“ los und dann mit „Richtig gutes Zeug“ weiter. Jedoch inszenierte die Band ihre gesamte Bühnenshow eine Stunde lang komplett an ihren Fans vorbei. Erst war ich irritiert. Dann habe ich es geliebt. SO konsequent muss man sein, wenn man Neues schaffen will. Eine Stunde lang quasi kaum Hits. Nur neues Material. Um dann in der zweiten Hälfte des Konzerts (noch einmal anderthalb Stunden oben drauf), Deichkind mäßig alles abzureißen. Trotzdem. Dennoch. Diese erste Stunde, die man wirklich als Dadaismus bezeichnen kann, verstörte die alten Deichkind Fans. Sie waren für Abriss gekommen und bekamen erst einmal eine strange Choreographie, die mich in ihren schwachen Momenten an eine Bildschirmschoner-Performance erinnerte. Was sollte das? Warum macht man das? Warum tut man seinen eigenen Fans so was an? Na. Weil man nicht stehen bleiben will. Da wird sich weiterentwickelt und Mensch. So eine Performance lernt man jetzt auch nicht von heute auf Morgen auswendig und Schrittgerecht. Für meine Frau tat es mir etwas leid. SIE wollte Abriss. Den kannte ich ja schon – und – es war klar: Der würde noch kommen.

Die einzigartigen Pyramiden-Hüte wurden ebenso aufgefahren, wie das Bierfass, mit welchem die Band, die keine Instrumente spielte , Flagge schwenkend durch das Publikum kurvten. Da war da noch die Stalin-Orgel, die T-Shirts schoss. Viel „Yippie Yeah und Remmidemmi“, ganz am Ende. So viel waren sie ihren Fans schon schuldig. Doch in Wahrheit waren es zwei Konzerte die man bekam. Sie performten einmal für die Kunst. Und einmal für das Publikum. Und ich fand es toll. „Arbeit nervt“, „Leider geil“, „Illegale Fans“, „Bon voyage“. Es fehlt ja keiner der Hits. Meiner Frau (die wie ich kein Deichkind-Fan ist) fehlte nur noch „Disco Pogo“. Na ja. Kann ja mal passieren… Zu denen gehen wir auf jeden Fall wieder. Wir haben uns dann noch eine große Flagge für den Vorgarten geholt. In schwulen Regenbogen-Farben „Yippie Yippie Yeah“. Wenn schon. Dann ordentlich. Nach 15 Jahren, da bin ich Fan geworden. Schwitzend und grinsend fuhren wir nachhause. Genug Party für einen Dienstag.

Urlaub in Japan

Am Ende siegt die Menschlichkeit.

Am Anfang waren wir überfordert durch die Wucht, mit der uns die größte Stadt der Welt traf. Gegen Tokyo (ich bevorzuge die Internationale Schreibweise) ist Berlin eine Kleinstadt – und Augsburg ein Einfamilienhaus. Als Deutscher ist man beeindruckt von der Skyline Frankfurts. Im globalen Bezug zur Megastadt Tokyo ist das mehr als süß. Egal an welchem Punkt und auf welcher Linie der Metro wir auch ausstiegen: Hochhaus um Hochhaus um Hochhaus. Eine Stadt wie ein Mond aus Stahl und Zement. Fast nirgendwo sind Tiere zu sehen; die Kinder fotografierten die seltenen Tauben auf der Straße. Nicht einmal Insekten haben wir gesehen. Eine Asphalt gewordene Dystopie der Urbanisierung. Dies war unser erster Eindruck, am ersten Tag, an dem wir tatsächlich von einem leichten Erdbeben geweckt wurden.

Die Japaner bevölkern diesen Moloch, der dich einsaugt und verschluckt wie ein Golem, wie eine Herde emsiger Ameisen. Sie wuseln überall in Horden umher und wirken dabei nur für das uninteressierte Auge unorganisiert. Jeder schein seinen Platz zu haben in diesem Gefüge, in dem – ganz Shintoismus –  jeder auf alles Acht gibt, in dem wir alle Teil von etwas ganz Großen sind. Und doch: Nur ein unwichtiges Detail, ohne dass das große Ganze ohne Verdauungsbeschwerden weiter existieren könnte. Die Tokyoter erschienen uns die ersten Tage als sehr einsame Wesen, wie (mir fällt kein besserer Vergleich ein) die „Stachelschweine“ in Schopenhauers berühmter Erzählung, in welchem die Tiere nur durch ihre distanzierte Nähe auf Distanz überleben können. Das war beeindruckend und erschreckend zu gleich. Diese unglaublich höflichen Menschen, die sich niemals unentschuldigt, wenn auch nur aus Unachtsamkeit, gegenseitig an den Schultern treffen können –  und dabei und vielleicht gerade wegen ihrer sozialen Möglichkeiten so unnahbar wirkten. Tatsächlich: Höflichkeit kann auch ein Schutzschild gegen zu viel Intimität sein.

Auf ewig hat sich für mich der Moment in meinen Kopf eingebrannt, als wir an einer Kreuzung in Yotsuya standen, meine Frau und ich, und wir, ganz normal europäisch ausgelassen miteinander redeten. Bis wir. Die Stille hörten. Umgeben von vielleicht tausend Menschen bemerkten wir wie ein im eigenen Leib rumpelndes Herz, dass niemand außer uns Worte an jemand anderen richtete. Während die Motoren der Automatik- und Electroautos schwiegen. Totenstillen in der 31 Millionenstadt. Wir konnten den seichten Wind hören, den man in einer normalen Großstadt höchsten unbewusst auf der Haut spürt. Nur unterbrochen von dem lächerlich lauten Geklacker eines voll funktionstüchtigen Fahrrads, welches über den Fahrradweg an uns vorbei zog. Die Ampeln sprangen auf Grün. Und der Herzschlag der Megacity nahm wieder seinen normalen Rhythmus auf. Meine Frau und ich sahen uns an. Gänsehaut. Was war denn hier gerade passiert?

Den Kulturschock schüttelten wir zum Glück recht schnell ab. Auslöser dafür war eine Filmreife-Szene, als wir oben im 52ten Stock des Hyatt-Hotels, in der New York Bar, in welcher auch große Teile des Filmes „Lost in Translation“ gedreht wurden, unsere Ehrfurcht der Stadt gegenüber verloren. Die Bar mit ihrem westlichen Ambiente verhielt sich indirekt proportional zum dem unfassbaren Ausblick, der sich von dort oben über das nächtlich leuchtende Tokyo bot. Von hier oben sah die unendliche Stadt aus, als wäre sie aus der berühmten Flugszene von „Blade Runner“ entsprungen. Ein filmreifer „Boah“-Moment, der uns ironischerweise stark erdete. Unbewusst erfüllte in diesem Augenblick die Kunst ihre eigentliche Aufgabe, dem Betrachter die Wirklichkeit besser zu erklären. Und wir stießen auf die unbändige Gier diese Stadt zu erkunden. Ein Teil von ihr zu werden. Außerdem war es Nacht. Und nachts ist Tokyo ein ganz anderer Ort als Tagsüber. Denn nachts findet der Tokyioter sein Lachen wieder.

Die bisher von ihrer Umwelt isoliert wirkenden Japaner erwiesen sich nicht nur als höfliche, sondern auch als sehr freundliche und gefühlsoffene Menschen, die alles dafür taten, um sich mit ihrem Gegenüber auseinander zu setzen; um sich mit ihm anzufreunden. Man muss die Leute nur freundlich ansprechen. Alle freuten sich darüber. Sei es in den kleinen Bars und Gassen von „Golden Gai“, in der größten Show der Welt im Nebenblitzlicht-Gedonner des „Robot Restaurants“, in der VR-Zone Shinjuku, als ich mit 7 Japanern in einer virtuellen Schießerei 4 gegen 4 spielte (und ich kein Wort von ihrem grauenvollen Englisch verstand), oder nach dem unglaublichen unjapanischen Geschiebe und Gedränge im Womb-Club zum DJ-Set von Diplo, als wir total erledigt unten auf dem 2ten Floor chillten. Jede/r freute sich über ein normales Gespräch mit Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis kamen. Als fast zwei Meter großer Blonder mit blauen Augen stach ich zwangsläufig hervor. Berührungsprobleme gab es dennoch keine.

Später in Kyoto schon gar nicht mehr. Endlich entkommen aus der Megastadt an einem Ort, an dem Japaner Urlaub machen. Wo sich Schrein an Tempel, und der Kraiser-Palast an die unglaubliche Bergkulisse reiht. Als echter Bayer erklärte ich später meinen Freunden und Arbeitskollegen auf die Frage hin, wie schön es in Kyoto sei, meinen Eindruck mit einer kleinen Metapher: „Schloss Neuschwanstein schön“. Und jeder insgeheim auf das Märchen-Schloss stolze Bayer antwortete fasziniert: „Wirklich?“ Ja. Wirklich. Kyoto muss man gesehen haben. Und die unglaubliche Färbung der Bäume im Herbst muss man (Entschuldigung) erlebt haben.

Am Ende freute ich mit wieder nach Tokyo zurück zu kommen. Das Manga-Viertel Akihabara. Die verrückte Einkaufsmeile in Harajuku. Beides Orte in denen die Japaner die Möglichkeit finden, aus denen sich selbst auferlegten Konventionen auszubrechen. Denn die bunte Manga-Welt, für die, die Japaner in der ganzen Welt berühmt sind, wird nur von den Allerwenigsten öffentlich ausgelebt. Auch dort ist Manga-Welt eine pure Phantasiewelt, in der sich die Menschen vor dem tristen Alltag flüchten. Als Tourist sind diese Orte dennoch sehr unterhaltsam zu sehen. Nicht nur wegen Manga und Anime. Sondern auch wegen ihren verrückten Cafés, in denen man mit z.B. Katzen, Eulen und Igeln entspannen kann.

Was von diesem Trip nach Japan in Erinnerung bleibt sind für mich aber nicht die traditionellen Sehenswürdigkeiten oder das verrückte Neon-Doppelleben der Japaner. Nicht einmal die Schönheit der Natur. Nein. Tatsächlich ist es die Menschlichkeit und die Freude am leicht versetzten Blick auf die Welt des anderen, der mir in Erinnerung bleiben wird. Kein BESSERES Leben, wie man in Deutschland oder in Bayern gerne wertet. Sondern einfach nur ein wenig anders. Nicht richtiger oder falscher. Auf kein Weise. Diese Erkenntnis wird in mir länger überdauern, als jeder tolle Schrein den ich gesehen habe. Die Menschen hinter den Monumenten.

Zu wem ich tanze – Update

Zeit die Angeber-Liste mal wieder zu aktualisieren…

DJs

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Bands/Live-Akts:
Böhse Onkelz (3,5), Radiohead, Einstürzende Neubauten (3,5), Der W (7), Chemical Brothers (3) Nick Cave and the Bad Seeds, Grinderman (Nick Cave), LCD Soundsystem (2), Soulwax (2), Justice (3), the xx, Gorillaz, KoRn, The Prodigy (4), Metallica, Alter Ego (2), Richard Bartz (5), Funk d Void (2), Green Velvet, Thomas P. Heckmann (5), Technasia (3), DJ Rush, Terrence Fixmer, Acid Junkies (2), Mijk Van Dijk, Paul Brtschitsch, Chris Zander, Brothers Yard, Stewart Walker (2), Johannes Heil (6), Der dritte Raum (2), Speedy J (5), Zombie Nation (2), Luke Slater, Anthony Rother (4), Subhead, Plastique de reve, The Horrorist, Justin Berkovi (3), Tok Tok (2), Hardfloor, Vitalic vs the Hacker, Chicks on Speed, Alexander Kowalski (4), 2Raumwohnung, Basic Implant, Conflict (2), the Advent (2), Kosheen, Junkie XL, Hanson und Schrempf (2), Gus Gus (2), Moloko, Moonbootica (2), Bill Youngman, Lexy und K-Paul (4), Mister X and Mister Y, Northern Lite (8), T.Raumschmiere und Band (2), Heiko Laux, Mia, Kim Peers, Röyksopp, Mathew Johnson (3), die Fantastischen Vier, Sono, Stereo Total, Deichkind (5), EOX, Tin Man, Depeche Mode, Robocop Kraus (2), Die Sterne (3), Metallica, Pearl Jam, Robbie Williams, Santana, Live, the Verve, Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims, Travis (2), Audio Bullys, Kraftwerk, Basement Jaxx, Domenik Eulberg, the Infadels, Dapayk, Pan/Tone, Codec und Flexor (3), Legowelt, Laurent Garnier und Band (3), Ada, Console, Robert Babicz aka Rob Acid, Erobique, Flogging Molly (2), Sigur Rós (2), Kettcar, Tocotronic (4), Monster Magnet, NOFX, Beatsteaks (2), REM, Ebony Bones, Henrik Schwarz, My Robot Friend, Motor, Sputnik Booster, World Domination, Autokratz (2), Skew Siskin, Pro Pain, Kat Frankie, Unicova, The Proxy (2), Hans Söllner, Delphic, Zoot Woman (2), French Horn Rebellion, Frittenbude, the Strokes, the Bloody Beetroots (3), Phoenix, Deftones, Marina and the Diamonds, Skunk Anansie (2), Bonaparte (5), the Shout Out Louds, Two Door Cinema Club, Groove Armada, Modeselektor (2), Blood Red Shoes, Get Well Soon (3), Fred Falke, Goldfrapp, Massiv Attack, Zucchero, Alanis Morissette, Helge Schneider and the fire fuckers, Cypress Hill, Oasis, Liquido, Faithless, Aka Aka feat Thalstroem (4), Adam Green, Fever Ray , Boemklatsch, Gabriel Ananda, Jamaica, WhoMadeWho (4), D-A-D, Eschenbach (3), The Hives, The Arctic Monkeys, the Foo Fighters, Gogol Bordello, Kasabian, Sick of it all, Digitalism, Alkbottle, die toten Crackhuren im Kofferraum, Mr Oizo – live, Breakfastklub, Jacek Sienkiwicz, Chanson, Krazy Baldhead, Mediengruppe Telekommander, Extrawelt, Marsimoto, R.A.F. 3.0, F.R., Cro, Arkangel, In Blood we trust, Surge of fury, Ya-Ha, the computers, M 83, Switchfood, New Oder, Jennifer Rostock, The do, Casper, La Brass Banda, Wolfmother, Oliver Koletzki und Fran, Tim Fite, Little Dragon, Frittenbude (3), Killers, Metronomy, Kraftklub (2), SBTRKT, Calexiko, Kaizers Orchestra, Members of Mayday, Oliver Schories, Chase & Status, Knife Party, Blixa Bargeld (Solo-Vocal), the dorf, Matthew E White, Cäthe, Fayzen, Brian Sanhaji, Scooter, Maximo Park, Booka Shade, We are scientists, Olli Schulz, Sido, König Leopold, Howling, Moderat, Schlachthof Bronx, OK Kid, The/Das, Chili Gonzales feat Kaiser Quartet und Jarvis Cocker, Die Antwoord, Tito und Tarantula, eRRdeKa, the whiskey foundation, Haftbefehl, Kerri Watt, Star Sailor, Dillon, Antilopengang, Vita Bergen, Bosco Rodgers, Isolation Berlin, the kills, Meute, Wanda, Vitalic (solo), Sportfreunde Stiller, Lola Marsh, Mighty Oaks, Bilderbuch (2), Raf Camora, Little Simz, Alt-J, Pale Grey, Granada, Herbert Grönemeyer,

„Klassik und Jazz“
Dmitri Hvorostovsky, Junge Münchner Symphoniker (2), Brein´s Cafe, Orchestra di Padova e del Veneto,

Wenn Künstler sowohl bei „Live“ als auch bei „Djs“ vorkommen, dann handelt es sich einfach nur um einen Live-Akt eines Djs – für Außenstehende als Erklärung 😉
Die Zahl nach dem Künstler/der Band gibt die Häufikgeit an wie oft ich den Act gehört habe.

Ketamin in der „Wilden Renate“ in Berlin

Wie das halt so ist. Man reist durch die ganze verdammte Republik, durch die ganze abgefuckte Provinz, um schließlich in der Hauptstadt von Ostdeutschland anzukommen. So was merkt man nämlich ganz schnell wenn man durch den Osten fährt, dass Berlin nämlich vor allem die Hauptstadt von Ostdeutschland ist. Vom Rest ist man ziemlich weit entfernt. WEST-Berlin hin oder her. Das hier ist der Osten. Nirgendwo gibt es so viele antisemitische Überfälle in der Bundesrepublik. Ganz klares Ossi-Ding. Oder Dortmund. Aber da bin ich das letzte Wochenende ja nicht hin.

Ich habe eh keinen Plan warum Berlin immer als so tolerant dargestellt wird, denn, nirgendwo wird man auf offener Straße so grundlos und saublöd angemacht wie hier. Das gibt es nicht einmal in Bayern. So was ist doch konservativ. Leute blöd anwichsen wegen nichts. Okay. Meistens ist es dann auch wirklich eh egal was für ne Hautfarbe oder Geschlecht das verabscheute Gegenüber dann hat: Hier hasst einfach jeder jeden. Wenn nicht jeder jedem gerade scheißegal ist. Was dann mit Toleranz verwechselt wird.

Von meinem hierher gezogenem Kollegen bekomme ich erst Mal eine rein gewürgt: „Hör auf so schwäbisch zu sprechen! Das mögen die Leute hier nicht!“ Und ich: „Was willsch denn du? Ich komm hald von da. S´sagt ja auch keiner was wenn einer von Berlin runter kommt: Red mal gscheid. Du Penner. Ich hasse dich, weil du mir die Nachbarschaft gentrifizierst.“ Weil Gentrifizierung. Das weiß der Berliner nicht, der zu 90 Prozent vom verhassten Toursimus lebt, gibt es eben auch in München, Stuttgart, Augsburg: Überall. Da musst du dann halt schon ins Ruhrgebiet oder in den Osten gehen um dem zu entkommen.. Da bekommst du dann halt auch deinen liebgewonnen Antisemitismus.

Die Berliner Clubs hängen mir schon lange zum Hals raus. Trotzdem gehen wir da natürlich hin. Was in der ersten Nacht immer problematisch ist: Ich bin noch gar nicht vom Kopf her angekommen und muss mich dann von irgendwelchen Arschgeburten an der Türe beurteilen lassen. Mag ich nicht. Wir wollten dann ins „Suicide“. Weil aber Liebesparade (Irgendwas) in Berlin war, war da ein gutes Line-Up gebucht. Nichts gewesen mit der leichten und schnellen Türe. Also dann doch gleich in „die wilde Renate“. Letztes Mal waren wir noch bei der Neueröffnung beim Club gegenüber, in der „Magdalena“; gibt es schon nicht mehr. An der Tür dann also Anstehen und blöde Blicke von blöden Türstehern. Die zwar gar nichts für den Umstand können, trotzdem das Gesicht des beschissenen Berlins sind. Klar. Man will nicht jeden Deppen im Club haben. Doch so was ist halt auch keine Lösung. Wir kommen dann rein, weil mein Kollege sagt, wir sind „Bordell-Nacht-Besucher“. Das ist da so ne Partyreihe. Und dann wird man gleich angegoscht, wegen mir wäre man fast nicht rein gekommen. Ich stand da nur. Und hab nichts gesagt: Aber nach der Ansage hat man gleich gar keinen Bock mehr. Da fährt man durch die ganze verschissene Republik zum Freund, und darf sich von dem Anhören, dass man Schuld ist irgendwo nicht reinzukommen: Was ist dir wichtiger? Die saublöde Location – oder der Freund der einen besucht? Das Ketamin was man drinnen kaufen kann. Ach so. Ja klar. Liebe steht im Raum…

Drinnen also erst Mal Streit. Immer der gleiche Streit über Erwartungshaltungen von dem oder von mir. Müßiges Thema. Das ewiggleiche. Bis man es dann gut sein lässt.

In der „Renate“ darf nicht gefilmt oder fotografiert werden. Da muss man dann wie im Kindergarten seine Handykameras abkleben.

Die Renate ist aber auch ne coole Location. Sehr Berlin like und ich mag ja Club mäßiges Sightseeing. Da bin ich gerne Tourist. Was dem einen sein Eiffelturm. Ist mir mein Cocoon-Club. Ultraschall. Watergate. Oder hier halt der „Salon – zur wilden Renate“. Die Renate ist einfach nur ein mehrstöckiges, verwinkeltes Haus, mit kleinen Zimmerchen, in denen zwar Floors sind, da aber irgendwie wieder Wohnzimmer und Club-Atmo in einem Mit Beichtstuhl und Vulva. Für so was ist Berlin bekannt. Ist auch ehrlich gesagt ganz cool. Gerade wenn man früh genug kommt, um mit zu erleben, wie die Floors nacheinander öffnen. Wie ein Fächer, der sich ausbreitet. Das war cool und machte Spaß. Auch wenn ich nicht auf Krawall gebürstet war. Mit Ende dreißig. Braucht man halt ein paar Stunden um anzukommen.

Der Freund war dann natürlich weg. Ketamin für sich kaufen. Und ich wippte und nippt da so. Alleine. Während die jungen Leute um mich herum feierten. Ich kam mir da schon ziemlich einsam und alt vor. Kein Wunder.

Der Freund kam dann zurück. Plärrte einen an, dass er jetzt Keta hätte. Und dass man nun gefälligst mitkommen solle. Auf Toilette. Zum Nehmen. Und ich: Näh. Ich hab genug Quatsch genommen. Jetzt reicht es aber. Ich will nichts Neues mehr ausprobieren. Ich will einfach nur am Leben sein. Und mich daran freuen.

Ich holte mir dann nen Longdrink und gab Trinkgeld (so euphorisch wie die sich bedankt haben, kommt dass da einmal im Jahr vor) und suchte und fand meinen Freund. Ehrlich gesagt weiß ich nicht viel über Ketamin. „Nahtod-Erfahrungen“ und „Pferdeberuhigungsmittel“ kommen mir in den Sinn. Beobachtet habe ich so was nie. Wie so etwas aussieht?

Mein Kollege stand mit weit ausgebreiteten Armen in der Ecke von einem kleinem Floor (roter, grüner Raum – was weiß ich) und hielt sich damit alle anderen Menschen vom Leib. Seine Zunge war mehr als träge. Der Verstand entrückt. „ÜÜÜäää üüüäää ääää“. Mehr kam da eigentlich nicht raus. Ich setzte ihn dann lieber auf ein Sofa. Wo er mir irgendwas davon erzählte, dass er das Universum sehen könnte. Tiefere Einblicke in unglaubliche Verhältnisse, wurden da behauptet. Mit einer Gestik, die er von einem irischem Dorftrunkenbold aus dem 18ten Jahrhundert gelernt zu haben schien. Der war vollkommen hinüber. Absolut. Vollkommen. Hinüber. Er torkelte und fiel über alles was da war (Menschen, Möbel, Emotionen) und war einfach total im Arsch. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass Johnny Depp bei seiner Darstellung des Äther-Rausches in „Fear and Loathing in Las Vegas“ nüchterner und beherrschter rüberkam als mein Freund auf Ketamin. Ich dachte dann irgendwie, dass es eine gute Idee wäre ihn an die frische Luft zu bringen – was sich mehr als schwierig gestaltete, wenn man durch den ganzen Club im ersten Stock muss. Der war vollkommen hinüber. Kugelte am Boden herum. Blieb da einfach liegen. Gerne hätte ich sein Verhalten gefilmt – nur gerade wegen solchen Aktionen ist das Filmen hier verboten.

Ehrlich. Ich gehe jetzt bald seit 20 Jahren auf Techno weg. Habe mehr Drogen genommen und Druffis gesehen, als es sichtbare Sterne am Himmel gibt. So etwas. Ist mir jedoch noch nie untergekommen. Er lag dann da in ausgelaufenem Bier wie ein Schildkröte auf dem Rücken, in so einem kleinem Boot, was da als Zierde in der Gegend herumsteht. Klar kann man sich da auch rein setzen und schön drauf sein und die Sterne bewundern. Oder halt voll im Arsch sein und Stöhnen. Seine total Überdosierung wurde mir dann zu blöd. Ich stellte ihn irgendwann auf die Beine. Machte ihm die Jacke zu. Und brachte ihn irgendwie nach draußen. Wo wir einen netten schwarzen Taxi-Fahrer fanden, der auch solche Ruinen von Menschen nach hause fährt.

Die Tage danach waren sehr schön in Berlin. Der erste Tag. War von unermesslichem Grauen durchzogen. Nicht weil es so „unglaublich heftig war“. Ne. Es war eher unglaublich langweilig. Denn so ein Verhalten ist bei weitem nicht abendfüllend.

Wenn euch mein Beitrag zur „Wilden Renate“ gefallen hat, empfehle ich euch meinen Roman „Verlorene Jungs“. In dem erzähle ich am Beispiel eines verrückt/normalen Wochenendes von meinem durchgeknallten Techno- und Drogenleben. Klickt entweder hier bei Amazon oder hier Bookrix rein, von wo aus ihr auf weitere eBook-Shops Zugriff bekommt.

Viel Spaß damit!

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Das Obstwiesenfestival (umsonst und draußen) 2018 in Ulm – Festivalkritik

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Immer weiter, immer voran, niemals stehenbleiben in der musikalischen Entwicklung, Orientierung, bis hin zur Neubewertung von längst (zu Unrecht?) Vergessenem oder noch gar nie nicht Gehörtem. So entscheidet man sich schließlich gegen die allumwerfenden, in ihren Live-Shows alles mit Licht und Sound platt machenden „Chemical Brothers“, mit ihren Welt- und Undergroundhits, die ich liebe wie kaum eine andere Band, die am gleichen Tag auftraten, als das Obstwiesenfestival stattfand. Gut. Chemical Brothers habe ich halt auch schon ein paar Mal gehört. Dann auch noch extra zu denen nach München; vlt doch lieber nicht. Eher doch mal ne Nummer kleiner, schöner, draußiger. Also eben doch zum umsonst & draußen Festival nach Ulm.
Hier war ich auch schon mal gewesen. Nett war es. Nur viel, viel zu verregnet, während dieses Mal viel, viel zu viel Menschenmasse am Start war. Bestimmt 4 Mal so viel Leute, als einstmals bei Antilopengang. Im Jahr des Herren: „Irgendwann“.

Es ist auch krass wie sehr viele, viele Menschen, gleich den Sound (in Schwaben: Das Geschmäckle) so eines Festivals prägen. Was ich bisher als chillig und angenehm empfand („Familiär“ hab ich es das letzte Mal noch gelobt), wurde dieses Mal plattgewalzt von so viel Umsonstness. Der Schwabe mag es halt nicht nur Klischee mäßig billig. Und Tocotronic als Headliner ist natürlich ne Sach.

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Mein Drang nach neuer Musik hatte mich in den letzten Monaten (Jahren?) irgendwie zu „Granada“ getrieben, die ich mit ihrer österreichischen Art megasympatisch fand. Viel sympathischer als die totalst abstoßenden Wanda (die ich nach und bei „Bologna“ noch so geliebt hatte) mit ihrer grauenhaft aufgesetzten Boheme-Attitüde; dabei sind Granada nicht mal halb so cool wie Bilderbuch; desweiteren weit ab vom Schlag eines crazy sympatischen Voodoo Jürgens, der so geil ist, dass die Musik schon wieder fast egal ist… Vielleicht sollte man auch nicht alle Ösi-Bands miteinander vergleichen. Granada auf jeden Fall: Sympathisch.

Das offensichtliche Problem wenn man sich für Granada und gegen Chemical Brothers entscheidet, ist halt nun mal trotzdem, dass man sich für ein Akkordeon mit Mundart entscheidet – und gegen den coolsten Sound der Neunziger und Nuller Jahre. Da muss man schon nicht Fahrer sein (was ich aber war) um die Band tüchtig abzufeiern. Es klang dann halt auch all zu provinziell. Und ein paar mehr „Hits“ hätten dem Set auch gestanden. Da stellten wir uns doch lieber ne halbe Stunde beim Falaffel an. Da wurde man zumindest nicht enttäuscht. Denn dass überall wo es Essen gab viel zu viele Leute anstanden, war wenigstens obvious.

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Im eher schlecht besuchten Zeltchen spielten dann „Pale Grey“ aus… Kurz gespickt… Belgien. Und die Band war überraschend gar nicht scheiße. Die waren sogar ziemlich gut. Sie klang ein wenig nach „Sohn“ oder „the acid“, mit kleiner Pink Floyd Einlage, Hip-Hop-Einflüssen und auch einer guten Prise Pop. Das war überraschend gut. Wenn auch weniger innovativ als es vlt klingen mag. Denn. Solche Musik machen zur Zeit viele. Aber. Nicht alle besser. Doch. Pale Grey kann man mal auf den Zettel behalten.

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Und schon hatte ich keinen Bock mehr. Schon war ich müde. Und das Blödsinns Gekreische von „the hinds“ auf der Hauptbühne half jetzt auch nicht um bis zu den Tocos durchzuhalten. Ich würde ja gerne weibliche Bands unterstüzen. Metoo, Riot Grrrl und so… Aber das Gekreische ging wirklich gar nicht. Dann doch lieber wieder heim. Und sich nach Festivals umgesehen, die vlt ein wenig kosten, aber man doch nicht in der Masse untergeht, wie ein Flüchtling im Meer.