Demonstration „Nein zum Polizeiaufgabengesetz“ in München, es war der 10.05.2018

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Die jungen Leute fand ich ganz toll an diesem Demo-Donnerstag. Wobei. Das ähnlich Gleiche habe ich auch  in meinem Text über Paris geschrieben. Wie toll ich die jungen Leute da empfand. Wahrscheinlich sagen das alle Leute über dreißig, wenn sie diesen jungen Vibe spüren, von dem sie einfach kein Teil mehr sind. Gedanken an eine selbst verschwendete, apolitische Jugend kommen in einem auf. Vielleicht jedoch, fühlte ich mich als Jugendlicher die ganze Zeit genauso. Es fehlte nur die Reflexion darüber. So oder so: Ja, die jungen Leute fand ich ganz toll auf dieser Demo gegen das neue Polizeiaufgabengesetz. Es geht schließlich auch um sie.

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Ich war schon immer Bayer und das ist außerhalb von Bayern nichts, worauf man besonders stolz sein muss. Sowieso macht es keinen Sinn auf eine Tatsache stolz zu sein, für die man durch den Zufall der Geburt nichts kann. Bayer bin ich aber trotzdem gerne. Und als Mensch im ständigen CSU-Land ist man leider viel gewohnt. CSU, das geht ja gar nicht. Ganz schlimm das diese Trottel den Begriff „Heimat“ für sich besetzen. Das stimmt aber gar nicht. Denn Heimat ist kein fest verorteter, verdrahteter Begriff der eine Partei gehört. Heimat gehört uns allen.

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SICHER muss diese Heimat sein, wenigstens ist das der Schluss, den die Partei und viele seiner Anhänger aus den Geschehnissen der letzten Jahre ziehen. Und ja, unsere Sicherheit ist bedroht. Natürlich auch durch Terrorismus und dem Zuzug von fremden Kulturen. Jedoch nicht in dem Ausmaß, dass unsere Gesellschaft das nicht aushalten würde; die neuen „Sicherheitsgesetzte“ rechtfertigt die diffuse bayrische Angst überhaupt nicht.  Denn der Bayer an sich ist ein ängstlicher Zeitgenosse. Es geht ihm viel zu gut. Er hat viel zu viel Wohlstand und Sicherheit angehäuft, um nicht ängstlich zu sein. Das ist der Schluss den ich aus den Gesprächen mit meinen Freunden gezogen habe. Alles Familienväter. Was mal wieder beweist, dass die Kleinfamilie nicht nur die Urquelle aller Heilewelt-Utopien ist, sondern auch die Triebfeder für alles Schlechte in so einer Gesellschaft, wo jeder nur an die Seinen und sich  selbst denkt. Kann man den Leuten nicht einmal übel nehmen. Dennoch. Dieses von mir oft gehörte „Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keine Angst vor der Polizei zu haben“, ist leider nicht richtig. Denn wir tauschen Freiheit gegen Sicherheit. Auch wenn wir das nicht akut spüren. Denn was ist morgen und übermorgen?

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Der Bayer und sein Deutschland lebt in einer sehr friedlichen, sicheren Zeit. Auch wenn wir das nicht sehen wollen. Nie ging es allen so gut wie heute. Auch wenn es natürlich allerhand Probleme gibt. Das wissen wir. Trotzdem geht es uns besser als es uns die Medien oder die Trolle einreden wollen. Und so wie Leute für unsere Rechte gestorben sind, die wir so gerne und selbstverständlich nutzen, haben wir die Pflicht aufzustehen, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Klar. Im Nachhinein, wenn „etwas“ passiert ist, will keiner Schuld sein. SCHULD wird in einem katholischen Land wie Bayern ja immer gerne großgeschrieben. Daran dachten aber auch die zigtausenden Demonstranten auf dem Münchner Marienplatz, der so überfüllt mit Leuten und ihrer Meinung war, dass die ersten Kundgebungen aus Sicherheitsgründen gar nicht erst abgehalten wurden. Nein. Keiner von denen die hier friedlich in der Sonne standen, war ein Phantast, der nicht an „das Böse“ in der Welt glauben würde. Aber vielleicht dachte die Mehrheit der Leute hier, dass das Böse gar nicht so total ist, wie es uns immer eingeredet wird. Es gab keine Schlachtrufe von wegen: „Die Polizei muss weg! Sie braucht keiner!“ Nein. Das dachte hier keiner. Der Tenor war eher: „Bei aller Freundschaft, das geht zu weit! Wir wollen nicht dass der Staat in unsere Häuser und Computer einbrechen darf. Wir wollen nicht dass die Polizei Handgranaten einsetzen darf. Es kann nicht sein, dass man ohne Anwalt fast unendlich eingesperrt werden kann.“ Wir standen hier nicht für die Utopie eines Staates den es nicht geben kann, sondern lustiger weise sehr reaktionär für dass, was wir nicht aufgeben wollen. Unsere Freiheit gegen eure Angst. „Passieren“ kann immer was. Da ist es nicht der richtige Weg die Leute präventiv einzusperren. „Es könnte ja sein“. Nein, das kann nicht sein… Aha, und wer ist schuld wenn dann doch „was passiert“? Und wer ist schuld daran, wenn nichts passiert und trotzdem die Falschen einsperrt werden? Und was geschieht mit solchen Gesetzen in der Zukunft?

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Es war ein „bunter Protest“. Er war friedlich. Kreativ. Und sehr gut besucht. Mit 7000 von uns haben sie gerechnet. Am Ende waren wir um die 30 bis 40000. Bayern und seine Schüler und Studenten haben gezeigt, dass sie eine Stimme haben. Dass sie politisch interessiert sind und dass sie weniger Angst haben, als man ihnen einreden kann. Die Fakten sprechen gegen das neue Polizeitaufgabengesetz. Tatsächlich bringt unsere Autoindustrie – auf die wir sooo stolz sind – durch Abgase und Feinstaub in der Woche mehr Leute um, als die Terroristen im ganzen bayrischen Jahr. Aber das ist halt auch Bayern.

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Die Leute tanzten auf der Straße, klatschten und tanzten zusammen. Die Polizei hielt sich zurück und machte auf guten Kameraden. Und warum kann das nicht einfach so bleiben? Vielleicht einfach ein wenig weniger Angst. Und weniger Befugnisse. Das heißt ja auch: Weniger Arbeit für die Polizei. An die muss man doch mal denken. Bezahlt die doch lieber mal besser. Stellt mehr Leute an. Dann wird auch besser ermittelt.

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Ob die CSU sich mit solchen Gesetzen nichts selbst ins Bein schießt und die Trottel dann nicht gleich das Menschenverachtende Original wählen, bleibt abzuwarten…

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Schwierige Freundschaften

Vor nun auch schon ein paar Wochen war ich in Berlin. Ich besuchte dort einen Freund und diese Besuche waren in den letzten Jahren nie besonders leicht. Einerseits lag das an unserer schwierigen Beziehung zueinander, die gerade durch die Freundschaft eine anstrengende Komponente zweier Magneten besitzt, die sich je nach Jahreszeit abstoßen und dann doch wieder anziehen, andererseits an unseren persönlichen Ichs, an unserer Subjektivität, in der jeder sein eigenes Leben lebt das er in die Beziehung zum Anderen mit hinein bringt. Ich für meinen Teil lasse meine Probleme selten heraus, versuche mir daran die Schuld zu geben und sie im Stillen zu verarbeiten. Im Gegenzug ist es aber nicht so, dass er seine Probleme ständig herauslässt und anderen die Schuld gibt. Es kommt mir eher so vor, dass ich bei meinen Besuchen oft der Tropfen bin, der sein Fass zum Überlaufen bringt. Das ist sowohl schade als auch ehrenvoll für mich. Vor allem ist es sehr anstrengend. Für beide Seiten.

Wir sind nun einmal nicht mehr die Kerle, die wir vor 10, 15 oder 20 Jahren waren und ich will das auch nicht zurück. Nichts sollte vergangener als die eigene Vergangenheit sein. Mit nichts sollte man mehr im Reinen sein als mit dem vergangen Ich. Und mit nichts ist vermutlich schwerer klar zu kommen.

 

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In der gewissen Nacht gingen wir also zu den „Suicide Girls“, einer Burlesque – Tanzshow aus Amerika in „Huxleys neuen Welt“, die Kriese begann schon vorher. Denn Alkohol ist auch schon unter 60 Prozent ein Brandbeschleuniger. Nach dem Auftritt der ewig strahlenden, lachenden Damen  die mit ihren Titten und Ärschen wackelten und ein wenig Ruhe in unseren Sturm der Freundschaft brachten, schlug mein Freund auf mich ein, so sehr, dass mir gleich Bahnmitarbeiter zur Hilfe kommen wollten, die die Szene aus ihrem Fenster beobachteten; ich hab sie einfach weg gewunken. Mir war klar, dass das vom physischen Gewalt-Faktor kein Problem für mich war, auch wenn mein Freund es durchaus ernst meinte und mir ein paar Tage später noch immer einige Stelle am Körper „weh taten“. Dabei war mir auch klar, dass es in Wahrheit gar nicht um mich ging in seiner Wut, denn er warf mir vor „den ersten tollen Abend seit langem“ kaputt zu machen. Was ihn so wütend machte war nicht dieser typischen Tropfen zu viel, also diese Nacht und unsere Auseinandersetzung, es war sein Leben darum herum: „Der erste tolle Abend seit langem“ bedeutet im Umkehrschluss…

An diesem Punkt hätte ich noch Mitgefühl haben können, als er später einfach so aus der U-Bahn sprang und mich in ihr zurückließ – ohne Handy, nachts, in einer mir absolut fremden Großstadt, keine Ahnung wie ich nachhause kommen sollte oder auch nur in die Wohnung  meines Freundes von der ich a) keine Ahnung hatte wie ich dort überhaupt hingelangen sollte, in welchen Stadtteil ich überhaupt fahren musste und b) wie ich aus ihr meinen Autoschlüssel heraus bekommen könnte – war es mit dem Mitgefühl vorbei. Er hatte mich einfach zurückgelassen, mich, seinen Freund, der extra wegen ihm 8 Stunden mit dem Auto zu ihm gefahren war, und zwar deswegen, weil er mit seinem eigenen Leben unzufrieden war.  Na vielen Dank aber auch.

 

Später sagte ich noch Dinge wie man sie so sagt wenn man wütend ist,“ dass es das war!“, dass man sich nie wieder sieht, usw, usf. Während man noch etwas später halt doch noch über Whatsapp die Verbindung hält. Meine Freundin nimmt mich schon gar nicht mehr ernst wegen meiner Inkonsequenz. Möglich das sie Recht hat. Ich weiß nicht. Ich bin nicht gut darin Beziehungen zu beenden.

 

Gestern war ich zum Schwimmen im Hallenbad. Ich bin dort alleine hingegangen (wie jeden Wochentag in meinem Urlaub) und habe dort zwischen den Rentnern und vor allem den älteren Damen meine Bahnen gezogen. Und egal wie alt eine Frau ist und egal wie wenig Interesse von einem selbst besteht, noch ob ich bewusst überhaupt einen Gedanken daran verschwendet hätte, kommt mir das andauernde Lächeln der alten Damen unglaublich wohlwollend und interessiert vor. Ein wahrer Mann kennt nun mal keine Höflichkeiten vom anderen Geschlecht. Totaler Unsinn, ich weiß. Bei uns ist es gerade anders herum: Wir müssen uns darüber klar werden, dass das nur Höflichkeit ist, und nicht mehr. Während ansonsten von der „versteckten Sexualität“ die Rede ist. Ich kam mir also unglaublich anziehend und männlich in dieser Oma-Gesellschaft vor und musste daran denken, dass ich bei meinem vorletzten Berlin Besuch meinem Freund druff erzählt hatte (hatte damit angegeben) mit wem ich schon „was hatte“, was natürlich eine unglaublich blöde Idee war, da man druff nicht gerade gut argumentieren kann – und – weil wir natürlich immer auf die gleichen Frauen und Mädchen gestanden hatten. Mit den meisten Frauen war nicht viel passiert und selbst wenn, dann war das nun wirklich 20 Jahre her. Das war schon gar nicht mehr wahr. Die Meisten von denen sind inzwischen aus unserem Leben verschwunden oder verheiratet (was das Gleiche ist) und deswegen spielte es für mich keine große Rolle, lange, lange her – wenn es überhaupt passiert ist (man redet sich mir Jahren dann doch einiges ein – besonders wenn man Drogen nimmt – und vergisst auch wieder sehr viel – besonders wenn man Drogen nimmt). Ausformulieren konnte ich das aber nicht, zu sehr schepperte das XTC in meiner Birne und zu peinlich war mir das Ganze im Nachhinein. Und auch er sagte ja selbst, dass das keine große Geschichte sei – bis ich Monate später, als er am Bahnsteig auf mich einschlug eine Ahnung davon bekam, dass dem wohl doch nicht so war. Ich hatte – ganz Inception mäßig – einen Gedanken in seinen Kopf gepflanzt, und jeder denkt seine Gedanken auf seine eigene Art zu Ende. Und plötzlich vergleicht man sein Leben mit einem anderen, auch wenn der Vergleich nur eine Erfindung, eine Illusion ist, denn im Kopfkino über den anderen sind die Bilder immer größer, knackiger und auch erfolgreicher, als in der Realität, da wird dann aus ein wenig realer Grabscherei ein Halbstündiger Hardcore Porno. Und so kommt eines zum anderen. Und der Freund, den man bisher in eine Schublade kategorisiert hatte, ist plötzlich etwas ganz anderes. Von einer Minute auf die nächste.

 

Das sind Zeilen, die zu nichts führen. Ich will niemanden denunzieren, will mich nicht profilieren. Ich mache mich ja meistens eher kleiner als das ich bin. Ich will es einfach nur aus mir heraushaben. Dieses Missverständnis in der Freundschaft. Dieses Ungleichgewicht. Dass es in Wahrheit gar nicht gibt. Diese Irrtümer übereinander.

 

Es ist bald Weihnachten und so kitschig das klingt, würde ich mir jetzt einfach eine Zeit der Besinnung und Vergebung wünschen. Eine Zeit, in der man einfach mal gut sein lässt und sich selbst nicht an anderen misst, sondern sein Gegenüber akzeptiert. Du bist du, weil du bist wer du bist. Und ich bin ich, weil ich der werden musste, der ich bin. Die Menschen sollten sich nicht vergleichen, da jeder auf seine Art lächerlich ist. Da jeder sein Paket zu tragen hat. Nur verbirgt es der eine, während der andere nicht aufhören kann über sein Glück oder über seine Probleme zu reden.

Wir sind alle nur Menschen. Und wir könnten – noch kitschiger – alle einfach Freunde sein.

Es ist leicht, kein Gott zu sein

Nach dem Film lese ich nun die Erzählung „Es ist schwer ein Gott zu sein“, die sich vom Film unterscheidet. Vielleicht war es auch nur so, dass mich der ganze Dreck und das Elend im Film geblendet haben.

In beiden Medien geht es darum, dass die Menschen einen Planeten entdeckt haben, der sich auf dem geistigen Stand unseres finsteren Mittelalters befindet. Auf diesen namenlosen Planeten werden Wissenschaftler entstand, die nicht in die Entwicklung der Welt eingreifen sollten. Sie sind nur zu Dokumentationszwecken dort.

Diese fremde Welt wird von den Dons beherrscht und unser Wissenschaftler Don Rumata will die Weiterentwicklung dieser Menschheit voran treiben, während sein Gegenspieler, Don Reba, im Gegenzug versucht alles Wissen zu zerstören. Dieses  Kampf-Gebilde und ein gewisser Mystizismus über eine höhere Macht sind typisch für die Autoren, die Strugatzki Brüder, die ihre Science-Fiction-Werke zu Zeiten des Kommunismus schrieben. Die Sowjetunion und ihre Verwalter stehen für die Begrenzer und Zerstörer des Wissens, der normale Bürger wird in Dummheit gehalten. Er begnügt sich mit Essen, Fortpflanzung und einem leichten Leben. Und dann ist da wie in so vielen Abenteuer-Romanen der Gegenpol, jene, die mehr wissen wollen und gegen das System kämpfen. Kein Wunder das die meisten Werke der Strugatzkis in der UDSSR verboten waren oder unter Verschluss gehalten wurden.

 

Interessant sind die Gedanken Don Rumatas (der selbst Historiker ist) über die Entwicklung der Menschheit: Man kann Wissen und den Durst danach nicht ewig unterdrücken. Und was die Sowjetunion angeht, haben die Strugazkis Recht behalten. Alle Systeme enden. Das liegt ihnen sogar zu Grunde. Nur der Mensch entwickelt sich fort. Vielleicht gehört es sogar zu unserer Entwicklung (Anmerkung: Ich spiele gerade Fallout 4), dass wir uns und unsere momentane Lebensweise zerstören müssen, um daraus zu lernen (was man grob den Untergang der Welt nennen könnte, wie wir sie kennen – sei es durch Krieg, Naturkatastrophen Umweltverschmutzung usw.). Der Mensch jedoch (wenigstens ist das meine Meinung) wird fortbestehen. Auf irgendeine Weise. So wie es den Planeten schon ohne Lebewesen gab. Und Lebewesen ohne den Menschen. Die Dinge hören nicht einfach so auf zu existieren. Nicht einmal nach einem nuklearen Fallout.

 

Die Angst vor Veränderung ist in der globalisierten Welt gewachsen. Überall sehen wir Gefahren die unsere kulturelle Gesellschaftordnung, und die unser persönliches Leben bedrohen. Dabei ist es egal wie: Unser Leben wird enden. Das ist Teil des Lebens und das ist auch gut so. Und auch unsere Gesellschaft wird nicht unendliche Zeit so weiterbestehen. Sie KANN auch gar nicht unendlich weiterbestehen. Die Dinge sind im Fluss. Und sie werden sich verändern, sei es durch Zuwanderung oder durch andere Dinge.

Das ist ja diese Angst die die Pegida Leute haben: Veränderung durch Überfremdung. Das Ende unserer Abendländischen Kultur. Selbst wenn die Pegidisten nicht so auftreten, als hätten sie unsere humanistische Kultur verstanden. Doch bleiben wir bei den Ängsten.

„Es ist schwer ein Gott zu sein“ hat uns viel über unsere jetzige Zeit zu sagen. Denn es ist genau der Kampf der  kulturell in Deutschland geführt wird: Die, die das Wissen bewahren wollen, gegen jene, die es zu zerstören versuchen. Die Ironie ist (ist das überhaupt noch Ironie oder ist das immer so?) dass sich beide Seite das Gleiche auf die Fahnen geschrieben haben: BEIDE Seiten behaupten, die gesellschaftlichen Werte zu erhalten. Sowohl die Humanisten, als auch die, die Angst vor Überfremdung haben. Beide Seiten glauben, sie würden die Kultur retten. Die einen durch humanistische Integration, die anderen durch entmenschlichte Ablehnung. Die Einen wollen unsere freiheitliche Werteordnung vor dem „Mittelalterlichen Islam“ schützen, während die Anderen unsere freiheitliche Werteordnung vor den Ewiggestrigen des Nationalsozialismus beschützen wollen. Sorge vor der Zukunft treibt beide Parteien um.

Was gerade jetzt in unserem Land geschieht ist wahnsinnig spannend. Es ist ein Kampf um die Zukunft.

 

Obwohl ich mich moralisch und faktisch auf der Humanistischen Seite sehe, bin ich nicht blind vor den Ängsten vor Überfremdung, habe ich auch nicht gerade Lust meine sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Stand aufzugeben; wir haben so ein geiles Leben, weshalb sollte ich beim Gedanken daran weniger zu haben, nicht einen kleinen Kloß im Hals haben? Aber ich kann die Zeit nicht stoppen. Und es wird Veränderungen geben. Die Frage ist nur, auf welcher Seite du stehen willst.

 

Nehmen wir einmal an (auch mit einem Blick auf das Buch der Strugatzkis), dass wir uns wirklich wie in Houellebecqs Buch „Unterwerfung“ an den Islam anpassen und nicht umgekehrt: Bedeutet das einen Rücktritt ins zweite finstere Mittelalter? Ich denke nicht. Ich glaube zwar dass die Menschheit sicherlich in irgendeine Form von Mittelalter zurückfallen könnte (siehe Atomkrieg), viel mehr glaube ich aber, dass sich Wissen verbindet. Wenn Ideen zusammenkommen verändert sich nicht nur die westliche Kultur: Es verändert sich auch „der Islam“. Da kann der IS noch so viele Denkmalgeschützte Statuen und Weltkulturerbe Einrichtungen platt machen: Er wird nicht gewinnen. Und selbst wenn er „gewinnen“ sollte: Er wird die Vergangenheit nicht auslöschen können. Der IS ist ohnehin nur das, was bei die RAF früher war – er ist der Gipfel des Eisberges. Das Top einer Strömung. Die Stärkste und größte Ausgeburt eines Extremismus, der versucht die ganze Welt zu infizieren, das funktioniert nur nicht mehr.

Wenn wir die Welt mit ihrem Gedankengebäude, mit ihren Errungenschaften im Jahr 2016 nehmen, das Ganze als einen Organismus aus vielen Einzelteilen sehen wollen, dann ist uns war der IS eine Krankheit, die den Organismus zwar beeinflussen und verändern kann, sie kann ihn nur nicht töten.

Eine Idee kann einen gesunden Menschen zwar krank machen, jedoch wird sie ihn in den seltesten Fällen töten können. Aber, die Erfahrung dieser Idee wird den Organismus beeinflussen oder verändern. Im besten Falle.

 

Für uns als Einzelnen mag das wenig Trost sein, sollten wir doch mal zufällig (Chance von 1 zu mehreren Millionen) in die Luft gesprengt werden, sei es von rechts, links oder im Namen einer Religion. Historisch gesehen jedoch gehört das zum Menschsein dazu.

Den essentiellen Wissensdurst der Spezies Mensch und den Drang nach größtmöglicher Freiheit und Sicherheit wird man aber nicht aufhalten können. Und das ist doch eine schöne Vorstellung.

Arbeit macht ja gar nicht frei

In den letzten Wochen und Monaten habe ich einen Spruch immer wieder gesagt: „Ich habe meinem Land gedient; ich habe meiner Firma gedient: Jetzt kann ich aber bald nicht mehr.“ Das zog sich wirklich über Wochen hin, dieses „bald nicht mehr können“. Und Sisyphos konnte dann doch. Der machte sogar Überstunden. Wochen, in denen ich Phasenweise psychische Totalausfälle hatte, Phasen, in denen ich nicht mehr konzentriert zuhören konnte, in denen ich sinnlos Zeug vor mir her brabbelte, in denen ich aggressiv und launisch war, Momente, in welchen ich dachte wie ein kleines Mädchen zu heulen zu beginnen (wegen nichts), in welchen ich einen unglaublichen Druck auf den Kopf verspürte, der nur dann entwich, wenn ich meine Augen nach oben verdrehte, Tage, in denen ich einen starken physischen Druck auf der Brust hatte, der mich kaum atmen ließ… Habe ich irgendwas vergessen? Bestimmt… Hände zittern. Schlaflosigkeit. Ermüdungserscheinungen. Volles Programm.

 

Und dennoch war ich ein guter Soldat. Machte meinen Job während um mich herum alle krank wurden oder in den Urlaub gingen. Zwar flehte ich meinen Chef an mir mal ein paar Tage oder Stunden freizugeben, das ist nur relativ schwer wenn von 7 möglichen Beschäftigten nur noch 2 da sind; und ich sah mich um, in diesen Momenten und wunderte mich ohne Ende, dass gerade ICH einer dieser zwei Irren war, die noch immer HIER waren; einmal sagte ich zu meinem Kollegen: „Komm lass uns einen Arbeitskreis bilden“, und wir nahmen uns an den Händen und lachten uns ins Gesicht. Aus dem Kreis war eine Kette mit einem Glied geworden.

 

Trotzdem machten wir immer weiter und weiter. Fluchend. Maulend. Fast heulend. Frustriertes Lachen, höchstens.

 

Auf jeder Ebene wurden wir vertröstet. „Ja, irgendwann wir mal jemand eingestellt…“ Ich: „2017 oder noch dieses Jahr?“ „Und die Arbeit wird jetzt auch weniger, wenn es Winter wird.“ „Wann ist denn dieser Winter? Oktober? November? Januar?“

Immer wieder diese lächerlichen Hinweise von der Führungsetage, dass der Partnerbetrieb dieselbe Stückzahl mit ebenso vielen Menschen produziert wie wir, worüber wir lachten: „Ja, selbe Stückzahl, schon klar. Nur machen die zwei Sorten. Wir 12. Das ist nicht das Gleiche. Und wir wissen dass ihr das wisst, ihr wollt es nur nicht hören. Da das angenehmer für euch ist; angenehmer so zu tun, als würdet ihr uns nicht für dumm verkaufen. Hat doch alles eine Ordnung.“

 

Am Montag war es dann vorbei. Mein Kreislauf machte zu und ich verstand die Worte der Menschen gar nicht mehr. Was will der von mir? Wem soll ich HELFEN? Was ist hier eigentlich los? Da traf ich die Entscheidung zum Arzt zu gehen. Monatelang hatte ich alle Warnsignale meines Körpers ignoriert, jetzt war Schluss damit. Der Krug geht halt doch wirklich so lange zum Brunnen, bis er bricht.

 

In den letzten zwei Jahren des Wahnsinns, in welchen unser Chef „nach oben buckelte“ und zu uns „herab trat“, hatte sich etwas angestaut, was sich nicht einfach mehr über das Wochenende abbauen ließ. Es war vorbei. Und diese Entscheidung, dass es jetzt VORBEI war, war die schwierigste Entscheidung der letzten Monate. Immer weiter und weiter zu machen, im gleichen Trott der Menschenzermahlenden Tretmühle, ist viel einfacher, als sich hinzustellen und zu sagen: Ich kann nicht mehr. Dieses Nicht-Mehr-Können, ist der größte Berg geworden, den ich am Schlechtesten überwinden konnte. Es GING doch immer alles. Doch es muss und darf nicht immer alles gehen – sonst geht bald gar nichts mehr.

 

So blöd ist der Mensch: Hätte ich eine Grippe oder einen gebrochenen Finger, hätte ich von überall Verständnis bekommen. So nur wirsche Blicke: „Was hat er denn? Warum stellt der sich so an? Jetzt sind doch wieder zwei Leute mehr da. Jetzt geht es doch wieder aufwärts.“

Mir aber waren plötzlich die normalen Aufgaben zu schwer. Nicht einmal der stressige, komplizierte Scheiß. Ne. Die Normalität war schon zu groß to handle geworden.

Meine Aussage dazu: „Ich habe euch Wochen und Monate gewarnt dass es so nicht weiter geht. Irgendwann ist es vorbei. Das habe ich immer gesagt. Ich habe euch immer gewarnt: Gebt mir mal einen Tag frei – sonst bin ich länger weg. Dann geht gar nichts mehr.“

Und komisch. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, zuhause zu sein. Man fühlt sich ein wenig wie ein Verräter. Obwohl ich noch vor zwei Tagen in der Arbeit fast zusammen gebrochen wäre. Obwohl mir jetzt noch manchmal schwindlig ist. Und ich bei dem Gedanken an die Arbeit schneller zu Atmen beginne und doch keine Luft zu bekommen scheine.

 

Abschiedsworte in der Firma: „Gedenkt meiner nicht als denjenigen der jetzt eine Woche fehlt, sondern als den, der sich zwei Jahre zerrissen hat.“

Diese Rechnung. Macht der Kapitalismus nur nicht auf. Undank. Ist gar kein Lohn.

Wir müssen Bier werden

Unterhalten sich zwei Bierbrauer.

1: „Mann, Mann, Mann, ich bin so fertig… Mir tut alles weh, ich kann nicht mehr… Ich bräuchte mal einen Tag Urlaub, aber geht natürlich gar nichts… Von ner WOCHE wage ich gar nicht zu träumen.“

2: „Warst du beim Meister?“

1: „Ja klar, da geht gar nichts…“

2: „Du gehst da auch mit der Voll-Kommen Falschen Perspektive ran. Du musst BIER werden!“

1: „Äh… Wie bitte?“

2: „Ist doch ganz einfach. Stehst du vorm Chef und sagst: „Hier. Aua. Blöd.“ Interessierst das natürlich keine Sau.“

1: „Aber wirklich auch gar keine Sau.“

2: „Stell dir aber mal vor, er ist er, und du bist ein Bier.“

1: „ÖH…“

2: „So isses. Er würde sagen: „Guten Tag liebes Bier, wie geht es dir denn heute?“ Und dann „Oh, du siehst aber trüb oder dünn aus, was ist denn mit dir los?“ Und sofort würde es LOS GEHEN! Er würde nachsehen ob du dich wohl fühlst. Stehst du unter zu viel Druck, oder zu wenig? Bist du sauer, lass doch mal den PH-Wert prüfen, Farbe.“

1: „Zwischen 8 und 10?“

2: „Den Unterschied sieht sowieso keiner. Weiter. „Ist dir zu kalt?“ „Bist du zu warm?“ „Brauchst du vielleicht ein wenig Ruhe? Sollen wir dich noch ein wenig lagern?“

1: „Gärt es etwa in dir? Bist du ein Jungspund?“

2: „Jetzt genau hast du es. Und wenn er dann anfängt alle möglichen biologischen Untersuchungen mit dir zu machen, holt es bestimmt ein Gerät um deine Gase zu kontrollieren, Alkohol, was weiß ich. Und weißt du was?“

1: „Hm?“

2: Sollte ihm der Wert nicht passen, wird er sogar ein ZWEITES Gerät anschleppen, weil: Das andere Gerät könnte ja defekt sein! So viel Zeit und Mühe wird er in dich investieren!“

1: „Dann würde er wohl noch nachsehen wo ich war. Ob ich mit dem Auto gefahren bin, wie viel da von mir reinpasst und würde die Nummernschilder checken.“

2: „Steht ja auch alles im Computer. Die totale Nachverfolgung, und wenn du so ein Bier wärst, würde auch noch JEDER Raum nach dir gereinigt oder sterilisiert werden.“

1: „Der Hammer. „Lass das Etikett hängen, Kleiner, das bekommen wir schon wieder hin.“

2: „Stimmt der Code auch mit dem Datum überein?“

1: „Und am Ende ist eh alles egal. Wert passt nicht? Na dann wirst du trotzdem verkauft: Merkt eh keiner.“

2: „So ist es. Wenn es dir also das nächst Mal schlecht geht, dann denk daran, dass du zum Bier werden musst, damit sich jemand für dich interessiert.“

1: „Jeder mag Bier. Also mag jeder mich.“

2: „Genau so ist es. Und wer kein Bier mag, mit dem stimmt was nicht.“

1: „Allzu viel besser fühle ich mich jetzt aber auch nicht…“
2: „So ist das halt im Kapitalismus. Um das Produkt geht es, nicht um Menschen.“

1: „Deswegen demonstrieren sie wohl auch gegen TITIP und CETA und nicht für die Menschlichkeit. Produktrechte werden ausgehandelt, keine Menschenrechte.“

2: „Kein Schwein interessiert es wie du dich fühlst: Außer du wirst zum Produkt.“
1: „Willkommen im Krankenhaus.“

Freunde mit Jawbone Fitness Tracker

Das ist die Zeit in der wir leben. Nun gut. Eher manche von uns. Sie arbeiten nicht mehr, lassen es ihr Geld für sich tun oder lösen für ihren Verdienst virtuelle Probleme am Computer. Da ist keine Bewegung drin, das ist Stillstand, wenn auch kein geistiger. Nur der Krieger im Menschen verlangt mehr. Der will Bewegung. Nein, der braucht sie sogar. Früher hat dann einfach der Körper gezwickt oder zu viel geschwabbelt und der Mensch wusste: Jetzt muss wieder mal etwas unternommen werden, damit man nicht total zum Wohlstandsopfer wird. Aber dieses Denken ist ein Fehler. Wenn du glaubst durch den Blick in den Spiegel oder an dir herab könntest du Aufklärungsarbeit am eigenen Körper leisten, bist du blind für die nackte Wahrheit; Wahrheit hat ja schon immer Mathematik bedeutet.

 

Los ging es mit der Waage. Klassisches Teil, stellst dich drauf und die pendelte dir dann aus, wie sehr du den Planeten belastest. Aber das reichte nicht. „Körperfett“ musste gewogen werden und das wurde es auch. Und heute. Wo wir auf dem besten Weg dazu sind ein Hybrid aus Technologie und menschlichen Gewebe zu werden, ist das Smartphone der erste Schritt dazu wie eine Enzyklopädie in Buchform der Vorgänger von Wikipedia und dem gesamten Internetzl ist und war; der „Cyborg“ ist die Erfüllung eines gar nicht mal so alten Menschheitstraums, der bald wahr wird („Ghost in the Shell“ lässt grüßen). Weg also mit der Angst vor Neuerungen. Außerdem ist es doch SOOO gesund.

 

Ich war dann also gestern beim berühmten guten Freund und Bekannten, die diese nun auch nicht mehr neuen, jetzt aber extrem populären Fitness-Armbänder haben (oder hat das Armband sie?).

Das Armband ist das Verbindungsstück zwischen Mensch und Smartphone-App, die dir sagt, wie du im medizinischen Vergleich zum globalen Durchschnittsmensch Max Mustermann so abschneidest. Wobei. Jeder ist sein eigener Max Mustermann, denn die App erfasst so gut wie: Alles. Wenn du es denn richtig eintippst:

Körpergröße, Gewicht: Eh klar. Für das was man den ganzen Tag über isst gibt es eine Tabelle aus der du das entsprechende Futter-Utensil auswählen und in Kalorien in die App eingeben kannst. Die zählt dass dann und sagt dir, was du dir noch erlauben darfst – oder auch nicht. Natürlich zählt die App deine Schritte. Die Höhenmeter die du zurück gelegt hast. Deine Herzfrequenz. Wie viel „workout“ du dir heute hast angedeihen lassen. Und was weiß ich noch alles. Das menschliche Gehirn kann den eigenen Körper auch gar nicht beurteilen: Wer kann schon seinen eigenen Augen trauen? Es geht nicht darum wie DU dich siehst, sondern wie du in den Augen der anderen aussiehst. Und weil man das am Verlässlichsten mit Zahlen belegen kann, orientiert man sich daran. Das Versprechen geht dann so, dass wenn alle Werte im grünen Bereich sind und ein hübscher und damit besserer Mensch bist.

So wurde – ich war selbst überrascht – aus der Mathematik die Lehre über die Fitness und die Gesundheit.

 

Ich war da ziemlich baff wie überaus erwachsene Männer Ende dreißig Anfang 40 sich gegenseitig vorrechneten und damit angaben, was sie heute gelaufen und NICHT gegessen hatten. Man kann ja – natürlich – innerhalb des App-Verbundes gegeneinander antreten: Wer war heute der Fitteste? Wer hat gewonnen. (So bekommt man Männer immer rum: Mit dem Contest)

Dabei wusste ich gar nicht ob ich Lachen oder Weinen sollte. Denn die Nazis hätte an der Erfindung sicherlich die blanke Freude gehabt. „He is coming! Der Einheitsmensch.“ Und was wird eines Tages mit denen geschehen, die nicht die App über sich wachen lassen? „Ka-Tsching!“ macht es da bei den Krankenkassen, die haben auch gleich Dollar-Zeichen in den Augen.

Völlig normale, nette Leute aus meinem Bekanntenkreis wiegen sich jetzt also vor meinen Augen (unter der Aufsicht des anderen, der die Daten vom Kumpel eh auf sein Handy geschickt bekommt), bevor sie sich ihr extraterrestrisch großes „Big Kahuna Sandwich“ mit fast 2000 Kalorien in sich hinein scheiben DÜRFEN. Denn die App sagt, es ist okay.

Die App gönnt sich ja sonst nichts.

Da wird dann auch noch live nach dem Essen der Blutdruck mittels Messgerät gemessen und über (wörtlich) zu große Herz des anderen schwadroniert, über Herz-Fett und worauf man alles achten müsse; und ich stand mit meiner Flasche billig Tequila da und wollte mich Samstagabend doch nur ordentlich betrinken („Boah… Alkohol hat doch so viele tote Kalorien!“).

 

Das Smartphone ist schuld. Es ist einfach zu cool. Oder welchen Grund gibt es sonst damit Männer mit denen ich früher noch die Körper von Scarlett Johanson   oder Eva Green verglichen hätte, oder gleich das Gras mit irgend nem anderen Weed oder die unterschiedlichen Speeds oder was weiß ich… Anstatt über unseren Salz/Fett-Anteil im Blut zu  streiten, wer mehr gelaufen ist und warum man doch (obwohl man der GEWINNER dieser Frage war) weniger Kalorien verbrannt hat – wie zur Hölle geht denn das?

Weshalb also sonst sollten Kerle so auf ihr computergestütztes Selbsterlebnis achten, wenn nicht wegen des allglatten Designs der Phones und der Apps? Wohlwissend, dass man vor ein  paar Jahren die Mädels noch für ihren „Weight Watchers“-Wahn verlacht hätte, Kalorien zählen, nein danke. Doch jetzt hat man ja das Smartphone. Und plötzlich macht das ALLES so viel Sinn!

So ist das halt.

Die einen jagen die Pokemon. Die anderen Kalorien.

Und ganz andere wollen einfach Ruhe haben, da sie nicht nur ihr Geld für sich selbst arbeiten lassen oder virtuelle Probleme lösen: Die gehen halt WIRKLICH arbeiten.