Guerilla: Hollywood kaputt streamen

Kevin. Ausgerechnet ein Kevin.

Das Gefühl von Eifersucht war mir schon immer fremd. Nicht da ich nie in Mädchen verliebt gewesen wäre, die mit jemand anderen zusammen war. Nein. Doch. Das kam sogar öfters vor. Doch ihre Liebe untereinander hatte ja nichts mit mir zu tun. Es war ihre Liebe, ihre Beziehung und ich wollte nie den Platz des bereits vorhandenen Freundes einnehmen. Nein. Für mich fühlte es sich so an, als gäbe es dieses Mädchen zwei Mal: Einmal die Freundin ihres Freundes und ein weiteres Mal das Mädchen, das vielleicht mit mir zusammen sein könnte. Wenn Liebe nur ein Produkt des Verstandes ist, dann konnte es auch das geben. Als eine Art Möglichkeit der Realität. Nie würde und hatte ich etwas getan, um einer Beziehung zu schaden, um „an das Mädchen heranzukommen“. Einige Freunde verstanden das nie. Warum ich da nicht „aktiver“ wurde. Im Gegenzug verstand ich nicht, wie sie es tun konnten.

Nein. Ich wollte nie das haben, was andere haben. Ich wollte MEINES haben. Meine Vorstellung davon. Genauso wie ich als Knabe nie das Spielzeug von anderen wollte oder es ihnen nicht gönnte. Ich wollte meines auch wenn ich das nicht bekam.

Nun aber trat Kevin in mein Leben.

Kevin ist jünger als ich. Sieht besser aus als ich. Und da ich keine 20 mehr bin, ist er wohl auch motivierter. Die Revolution im Kopf und im Herzen schläft irgendwann ein, wenn man nicht gejagt wird oder interniert wurde. Die Aktionen schlafen ein und auch wenn man es für sich selbst nicht eingestehen würde, arrangiert man sich ein wenig mit dem Feind. Der macht ja auch nur seinen Job.  Der hat auch seine Gründe, selbst wenn es die falschen sind. Und nach und nach tappt man in die Falle, die man anderen immer vorwirft…

Kevin war eines dieser Techno-Kids. Nicht so wie ich, mit Techno-Musik und viel Bumm-Bumm. Nein. Er wuchs so richtig in die Technologie hinein. Wer an diesen Unsinn von wegen Big-Bang-Theory glaubt würde ihn einen Nerd nennen, doch das ist ein Begriff aus den 90ger, Nuller Jahren. Kevin ist ein verdammtes Gesamtpaket. Der Super-Hippste, der Megastylisch aussieht, verbal auftrumpfen kann und bei dem hinter der durch Sprache erhitzten Luft auch noch was Handfestes herauskommt.

Sein Ding ist das Internet.

Kennen ihr diese Portale? Kinox und so? Streamt ihr illegal? Dann habt ihr sicherlich schon einmal ein Video von Kevin gesehen, denn schon als Jugendlicher war Kevin damit beschäftigt Filme mitzuschneiden und sie – auch wenn der Ausdruck ein wenig abgegriffen ist – mit der Welt zu TEILEN. Anfangs machte er das aus so ner Kleinrevolutionären Sozialistischen Denke heraus, später und älter machte er es mit System: Kevin will Hollywood zerstören, um den Planeten von der falschen, pathetischen, amerikanisierten, weichgespülten Gedankenfabrik zu befreien.

Um das zu erreichen vervielfältigt er Filme und stellt sie ins Internet. Was kurios ist. Denn für gewöhnlich versucht man, um einem Produkt zu schaden, es einzugrenzen, nicht es zu vervielfältigen. Der Gedanke dahinter ist einfach: Desto mehr Leute filme streamen, desto weniger gehen ins Kino, geben dafür Geld aus und unterstützen die Blödsinns-Produktionen. Das Problem ist nur, dass Kevin die Rechnung ohne Hollywood gemacht hat, die ganz einfach weiter Geld in die riesigen, saudummen Produktionen pumpt, und lieber die kleinen Filme, die vielleicht sogar noch irgendwie provokant und alternativ sind, kaputt gehen. Kevin erreicht also genau das Gegenteil von dem was er gewollt hat: Er streamt die Leute illegal dümmer, da er das Angebot der Filme künstlich verknappt (da die kleinen Filme weniger werden).

Wie immer weiß ich gar nicht wo die Guerilla-Schneiderin Kevin her hat.  Wahrscheinlich aus dem Internet. Passen würde es. Sie findet das was Kevin macht auch nicht gerade zu Ende gedacht, sie hat aber schon eine bessere Idee (wie immer) und sieht Kevins Potential. Mehr sogar. Sie ist BEGEISTERT von Kevin. Angela (die Guerilla-Schneiderin) war noch nie BEGEISTERT von etwas oder jemanden. Vermutlich hatte sie sich sogar als junge Frau geschworen, dass niemals ein besonderer Geist in sie fahren möge… Und jetzt haben wir den Kevin…

Es ist ihre Art wie sie von ihm spricht. Wie sie ihn berührt. Wie sie ihn ansieht. Dabei fickt sie gar nicht mit ihm. Da fällt ihre Wahl immer noch auf Koji und mich. Da sind wir noch immer der beste Untergrund für eine Idee: Ein Dreieck.

Dennoch. Kevin bleibt eine Besonderheit. Ein Wesen, das ich nicht bin auch nie sein kann. Kevin ist der wortwörtliche Alpha-Kevin. In einer positiven Auslegung für ihn.

Ich kann nicht. Mit ihm. Konkurrieren.

Grob verschätzt (Guerilla)

Ich glaube ich werde jetzt hin und wieder mal einen alten Text aus dem alten Blog reposten. Einfach weil ich ihn mag.

„„Es gibt doch nur zwei Sorten von Frauen: Schlampen, und solche, die es nicht besorgt bekommen. Also hässliche Schlampen““, dazu lacht er, wie Arschlöcher lachen: Ihr wisst wie……
Ich habe eigentlich gar keinen Bock um mit dem Typen zu Reden, doch es ist ja für einen guten Zweck, oder? Nun. Was macht man nicht für Freunde?
„„Frauen wollen Abenteuer, einfach, weil sie langweilig sind. Nicht so wie wir Kerle!““ dabei lacht er und drischt mit seiner Tatze auf meinen nicht gerade schmächtigen Oberschenkel, dass es kracht. „“UND DANN rennen sie zu ihren Freundinnen und quatschen das Ganze noch einmal durch. Erst kauen sie dir Einen ab, dann kauen sie es noch einmal durch!!““
Wieder dieses Lachen…
Er ist wirklich schrecklich, doch deswegen hat er das nun auch nicht verdient…

Die Guerilla-Schneiderin hat Andre vor ein paar Wochen kennen gelernt. In diesem Hip Hop Laden, vlt erinnert ihr euch an die Geschichte. Die 2 sind dann in die Kiste, und dagegen würde ja nichts sprechen, doch er hat sie dann ziemlich kalt abserviert. Eine Kerbe mehr für ihn, trotz all seiner Beteuerungen und Versprechungen, die er ihr vorher gemacht hat.
Andre ist bestimmt kein hässlicher Kerl, dass muss ich ihm zugestehen. Er ist sehr schwarz, muskulös und groß, fast, wie aus einem Bilderbuch. Oder einem dieser Fassbinder-Filme. Er kam aus Marokko und spricht die deutsche Sprache fließend, nur wenn er bei Frauen Eindruck hinterlassen will, lässt er seinen Akzent durchkommen. Er mag Frauen. Ohne ihn wirklich zu kennen würde ich behaupten, dass Frauen für ihn dass sind, was bei mir die Drogen.

„“Und mit deiner Angela ist das auch nicht anders.“…“
„“Sie mag es nicht so besonders, wenn man sie ANGELA nennt.“…“
„“Jaja. Die SCHNEIDERIN. (Lachen: Muahaha) GUERILLA-SCHNEIDERIN!!! (Muahaha). Frauen gehören doch einfach nur an den Herd, bevor sie sich solchen Unsinn einfallen lassen. So einen Nonsens gibt es auch nur bei euch (Muahaha).““
Ich sage nichts, denke mir aber nur: „Ich würde mich ja nicht mit ihr anlegen… Wirklich nicht…“..
Wir trinken Bier, was sonst? Bier mit Schnaps – wie auch sonst?
Mir geht dieser ganze Wir-sind-Männer-Verbrüderungsnonsen ziemlich auf den Sack.… Warum einem Kerl vertrauen, nur, weil er Kerl ist? Nur, weil er mit einem ein, zwei Bierchen trinkt?
Ich dachte, das Zeug wirkt schneller……

„“Und dann so Einer wie ich (er bleckt die Zähne), ein Afrikaner…!  Dass ist es doch genau, was sie wollen! Bei mir ist genau da alles groß, wo es groß sein soll!““
Ich gähne. Kucke auf das Handy. Dann nicke ich. „Mhm.“…
„„Diese Fotzen!“…“
Da sehe ich (endlich), wie sein Blick trüber wird und er Probleme bekommt, das Bier auf den Tresen zu stellen. Er denkt sich nichts dabei. Ich schon.
„“Weißt du, bei uns kannst du so nicht mit Frauen umgehen. Aber hier…! Die WOLLEN es doch so, weil ihr Leben so langweilig ist! Als ich hier ankam dachte ich auch, dass meine Kumpels die Frauen ausnutzen, doch wer nutzt da eigentlich WEN aus? Immerhin bekommen sie etwas Exotisches. Und wenn ihr deutschen Flachwichser etwas Exotisches wollt, dann geht ihr in´n Puff.““

Mein Blick trifft ihn von der Seite, und er tut mir wirklich leid. Dieses wandelnde Klischee.… Oder bin ich etwa neidisch auf seinen Erfolg bei Frauen? Ich weiß nicht…. Vielleicht lief in meiner Erziehung etwas falsch, und ich respektiere die Frauen zu sehr.… Hoppla!… Jetzt werde ich wohl langsam auch betrunken…
Und schon (endlich!) kippt Andre um.

Ein paar Stunden später sitze ich vor der Glotze und sehe mir das Fußballspiel an. Wir sind in einer Wohnung von Freunden – Freunden der Guerilla-Schneiderin – und Andre liegt da drüben. Ich selbst habe nie GHB genommen, obwohl ich mir in meinem Leben schon jeden möglichen Mist gegeben habe. Doch irgendwie hat mit dem Alter die Experimentierfreudigkeit aufgehört. Meine Abenteuer sollen berechenbar sein, was sagt das über meine Abenteuer aus?…. Doch wo ich mir den armen Andre da drüben ansehen habe ich das Gefühl, dass Abenteuer manchmal auch einfach böse Enden. Das hier ist nicht Hollywood. „Nein verdammt“, denke ich mir bei dem Anblick, „dass ist bestimmt nicht Hollywood.“ Angeekelt wende ich meinen Blick ab.
Was die Schneiderin sich da ausgedacht hat, ist zu krass für meinen Geschmack. Doch. Sie wollte ein Zeichen setzen. Und das macht jetzt ihre Digitalkamera. Ich kann verstehen, dass sie wütend ist. Und wie ich dabei zusehe, wie die zwei Typen den armen Andre beackern, kann ich nur festhalten, dass die Schneiderin wirklich wütend ist. Ich korrigiere: Wütend war. Jetzt. Hat sie ein genussvolles, diabolisches Lächeln im Gesicht.

Liquid Extasy, oder GHB, ist die Vergewaltigerdroge. Nimmst du zu viel, oder mit Alk, haut es dich um. Das haben schon einige Typen bei armen Frauen eingesetzt. Das ist wirklich das Letzte was es gibt. Die Armen wissen gar nicht was ihnen geschieht. Manchmal erfahren sie es nur im Nachhinein. Durch Krankheiten oder Schwangerschaften…. Vergewaltigung ist einfach nur zum Kotzen. Ob Kind, Frau oder (wie in diesem Fall) Mann, es ist einfach das Hinterletzte. Und das sie das auch noch filmt, wie die zwei Typen es dem Andre besorgen – besser: Es sich an Andre besorgen – ist der Gipfel. Sie geht zu weit, schon wieder.… Vielleicht hat Andre es auch gefilmt, wie er sie gefickt hat. Ich weiß es nicht. Schüttle nur den Kopf und sehe weiter mein Fußballspiel an.

In manchen Kulturen wird die Männlichkeit sehr hochgehalten. Wer da als Homosexuell gilt, ist ein Opfer. „Vogelfrei“, wie man früher sagte.
Das Liquid habe ich ihr besorgt, aber, und das sage ich jetzt: „Das war das einzige Mal, dass ich bei so etwas mitmache“, sie nickt nur und grinst.
Es soll ein Mahnmal sein. Eine Revanche. Für alle Frauen, die er erniedrigt hat.
„Mir wird schlecht“, meine ich, und gehe. Zu Koji. Vielleicht etwas Musik machen. Einfach
Normalität finden…… In was für einer Zeit leben wir eigentlich?

Viagra Guerilla

Ich glaube ich werde jetzt hin und wieder mal einen alten Text aus dem alten Blog reposten. Einfach weil ich ihn mag. Den hier fand ich für meine Verhältnisse immer ziemlich lustig. 

“Weißt du warum die Männer immer auf die Titten der Frauen starren?“  gähnt Koji zu mir herunter, während ich dabei bin, das Fenster aufzubrechen.
“Weil Titten Titten sind?““
“Und warum sind Titten wie Titten?““
Ich lasse kurz mein Werkzeug sinken und sehe ihn über meine Schulter an:  “Wie jetzt?““
“Genau. Der moderne Mann sieht nur deswegen auf die Brüste der Frau, weil er aufrecht geht. Als die Menschen noch auf allen Vieren unterwegs waren, präsentierten die Frau im Kriechen ihre geschlechtsbereite Vagina dem Mann.““
“Aha.“  Ich strenge mich so sehr an, dass meine Knöchel hervortreten; lehne mein ganzes Gewicht auf den Schraubenzieher. Dann macht es  “Knack!“  und das Fenster schwingt auf. “Voila!“  lächele ich und präsentiere den Eingang.
“Weil der Mensch sich also mit zwei Gliedmaßen vor bewegt, kuckt der Mann auf die Titten der Frau.““
“Und wer auf den Arsch kuckt?“ frage ich und werfe die rote Sporttasche in den Lageraum.
“Der ist Analfixiert.““

Ich sehe ihn abschätzig an.  „Wo hast du denn das her?““
„Habe ich gelesen.““
„Was liest du denn für einen Kram?““
Die Schneiderin: „“Was REDET ihr denn da für einen Mist?!! Seid still! Sonst hört uns noch jemand!“
Wir Jungs:  “Ja, ja.““
Dann steigen wir in die Lagerhalle ein. Unten knipse ich ebenfalls meine Taschenlampe an. Oben hatte mir noch Koji geleuchtet.
„Außerdem liegt das Thema doch nahe“, beginnt Koji wieder.
Nebenbei: Wir brechen ein, um eine Potenzsalbe, die besser wirkt als Viagra, durch kleine Injektionen aus unseren Spritzen zu inaktivieren. Eine Idee unserer Guerilla-Schneiderin. Mal wieder.
„Was ist schon ein Mann ohne Schwanz? Ein Mann ohne Schwanz ist genauso unnütz wie ein Mann ohne Arbeit. Nein, wir müssen da lang. Seht ihr?“ Er leuchtet in die entsprechende Richtung, während wir uns durch die Regale funzeln.
„Außerdem geht es um Fortpflanzung. Der Mann, nein, der Mensch will nun einmal etwas hinterlassen. MITNEHMEN kannst du immerhin nichts. Du kannst noch so gebildet sein, noch so reich: Nach dem Tod ist Sabbat.““
„Finde ich auch. Ich habe es ja noch verstanden, als wir das Make-Up vergiftet haben, damit die ganzen Frauen Ausschlag bekamen, die das Zeug benutzten. Das war eine typisch Guerilla-Aktion von dir. Das war fast schon Kunst. Gegen die Modeindustrie. Doch das hier..“…“
„Und was du uns für schreckliche T-Shirts hast anziehen lassen. Der Schriftzug war ja noch ok. Aber in Plum?“

„Und dazu noch weiße Jeans. Was war da eigentlich los?“  Koji bleibt stehen und funzelt der Schneiderin in ihr Gesicht.“
Sie sagt nichts.
Ich sage: „“Wenn ein Mann so etwas tragen kann, dann du.““
Er leuchtet in mein Gesicht: „“Ach halts Maul.““
Sie: „“Können wir dann weitergehen die Herren?““
Wir gehen weiter.
„Außerdem geht es NICHT um Fortpflanzung. Wer benutzt denn so eine Salbe aus medizinischen Zwecken?“, diesmal hat SIE mit dem Thema angefangen.
“Pscht!“ zische  ich und gebe Zeichen. Schnell verstecken wir uns geduckt hinter einem Regal, bis der Wachmann an uns vorbei ist.
Dann.
Als er weg ist.
„Das ist doch typisch der moderne weiße Mann. Erst lebt er ein beschissenes Leben, in dem er sich scheiße ernährt und raucht (Kenji:  „Ne Raucherpause wäre jetzt echt geil..“) und was weiß ich, und im Alter kriegt er ihn dann nicht mehr hoch. Und was macht er dann? Er entwickelt eine Potenzsalbe, mit der er dann in Thailand irgendwelche kleine Jungs fickt!!  Habt ihr euch nie gefragt, WARUM der Mann irgendwann nicht mehr potent ist? Dass sich der Herrgott dabei vielleicht etwas gedacht hat?““
„Seit wann kommst du denn mit dem Herrgott daher?““Das habe ich gesagt.  „Zudem. Jesus hatte auch einen Penis.““
Koji, etwas verträumt klingend:  „Wenn Einer potent war, dann Jesus.““
Wir bleiben stehen und leuchten ihm fassungslos in sein Gesicht.
„Was denn? WENN einer potent war UND gut aussah, dann ja wohl Jesus. Jetzt hört aber auf! Wenn Gott nicht gut aussieht, wer dann?““
Wir stöhnen und gehen weiter.
„Ah, da hinten stehen sie“, meint meine Freundin, die Guerilla-Schneiderin, und sucht die vorbereiteten Spritzen aus der Sporttasche.
Koji und ich stehen über ihr.
Ich: „Irgendwie finde ich das nicht ok.““
Koji:  „Ich auch nicht.““
Sie sieht uns  böse von unen an: „“WEIL. IHR. MÄNNER!!! SEID!!!“
„Pscht! Pscht!““ Machen wir:  „Bist du verrückt? So herum zu?…“““
„Das ist für den kleinen Jungen in Malaysia“, murmelt die Schneiderin und spritz die Flüssigkeit in die erste Tube.
„Ich weiß nicht ob du damit nicht etwas unrechtes machst. Irgendein Pärchen wird durch dich jetzt bestimmt sehr unglücklich“, urteile ich.
„Das ist mir egal!“  faucht sie mich an.
„Ist eigentlich ein Mann, der Sex haben könnte, also mit seiner Frau oder so, und es nicht will, immer noch ein Mann in deinen Augen?“  will Koji wissen.
„Hm. Weiß nicht… Wie sieht sie denn aus?“
„Jetzt seid doch EINMAL ruhig.“ Noch eine Spritze wird verteilt.“
“Okay.“Okay.““
Eine Minute später fragt mit Koji: „“Wie nennt man im Deutschen eigentlich einen Dialog mit drei Personen?““
Ich: „“Geschwätz“…“

Rosen können Waffen sein (Guerilla)

 

Meine Freundin ist gerade einmal 2 Stunden weg, schon habe ich nur noch Unsinn im Kopf.

Am Samstag habe ich ihr aus einer Laune heraus (aus Liebe, nicht weil ich was gutmachen wollte) Rosen gekauft, die jetzt, da sie in den Ruhrpott gefahren ist um ihre Familie zu besuchen, dumm und unbeachtet herumstehen. Was für eine Verschwendung! Als könnte ich mit ihnen etwas anfangen! Ich schaue doch keine Blumen zum Vergnügen ein, da kann ich ja gleich Brot ansehen – hätte den gleichen Effekt.

Was mache ich nun damit? Die Antwort ist einfach: Ich lege sie einfach meiner attraktiven Nachbarin vor die Haustüre, lege dann noch eine Karte dazu, dass die Blumen von einem heimlichen Verehrer sind. Nicht dass das der Fall wäre. Nein. Ich glaube nicht an mehrere Göttinnen und bin in guten Händen, lustig wäre es aber schon mitzubekommen, wie der Mann meiner Nachbarin die Blumen und die Karte sieht und der Ärger seinen Lauf nimmt. Schließlich ist der Mann der Nachbarin Musiker und jedes Wochenende im Auftrag des guten Beats unterwegs, da haben die Beiden sicherlich ohnehin schon einiges an Kopfkino darüber, was der andere in der Abwesenheit wohl gerade treibt…

Ist natürlich nur Quatsch. Wer wird denn gleich so grausam sein? Außerdem kenne ich die da drüben überhaupt nicht… Gleich die Hand ans Kinn, wen ich denn von meinen Freundinnen und Freunden den Streich spielen könnte 😉

Spaß beiseite.

Ich bin mir sicher dass das mit den Blumen (mit frischen Blumen, diese sind wohl schon zu alt) einige Welten ins Wanken bringen könnte – und dabei sind es wirklich nur Blumen. Handelsübliche Blumen. Oder auch nur solche die in der Gegend herum wachsen.

Die Unterhaltungsindustrie (ob Buch, Film und Fernsehen) zeigt uns immer riesige Dramen, UNGLAUBLICHE Action, in die normale Leute hineingezogen werden, da irgendwas Unvorhergesehenes geschieht. Dabei braucht es das gar nicht. Unsere Leben sind so normal, durchdacht und durchstrukturiert, so logisch und kausal, dass schon kleinste Abweichungen uns aus der Bahn werfen könnten. Oder eben solche Anschläge auf unsere Normalität, die wir uns nicht erklären können. Wir glauben doch, dass ALLES einen Sinn hat. Und das würde auch meine Nachbarin denken, wenn sie die Blumen bekommt. Aber es gibt keinen Sinn, außer die Zersetzung ihrer Sicherheit, besser gesagt der Sicherheit ihres Mannes, der (wer könnte es ihm verübeln?) überall geheime Liebhaber sieht und die normalen Handlungen seiner Frau als Anzeichen eines Ehebruchs interpretiert („Schatz, ich war heute länger bei XY“). So ein Unsinn könnte ihre Ehe ernsthaft beschädigen. Und womit? Mit alten Blumen…

Die Sicherheit in der wir leben, ist sehr leicht ins Wanken zu bringen. Dafür braucht es keinen islamistischen Terrorismus. Es reicht ein unberechenbarer Terrorismus. Ein Terrorismus der Bosheit. Denn selbst wenn die Ehe meiner Nachbarn nach von mir aus mehrerer solcher Attacken hält, suchen sie ganz sicher im näheren Umfeld nach den Ursachen für dieses Blumen-Attentat. Wer von meinen Freunden, Arbeitskollegen oder sonst wer will mir etwas Böses? Wer hat einen Grund, für….

Doch es gibt keinen Grund. Und deshalb ist die Idee so perfide…

Hm… Ich sollte darüber wohl mal einen Text für die Guerilla-Schneiderin schreiben… Das würde passen…

Die Hippies tragen die Schuld für den ungezügelten Kapitalismus (Guerilla)

„Im Prinzip sind die Hippies daran schuld.“ Wir liegen auf dem Geld, am Boden, auf dem Rücken, nackt, und sehen hinauf zur Decke. Meine Freundin Angela, die sich unter dem Spitznamen „Guerilla-Schneiderin“ einen Namen gemacht hat, und ich.
„Sind die Hippies nicht an Allem schuld?“ lächle ich sie an. Es ist so viel Geld im Raum, das es danach riecht.
Geld stinkt nicht. Hat es nie getan. Sondern damit wie man es verdient oder was man damit anstellt. Das meinten auch die Römer, als sie den Ausdruck prägten.

„Nein wirklich“, sie dreht sich auf den Bauch um, lässt ihre wunderschönen Beine pendeln, „Ich habe viel darüber nachgedacht. Obwohl… Im Prinzip sind die Hippies zwar der Katalysator für die Probleme ihrer Nachkommen, aber ob sie richtig SCHULD sind… Nun… Ohne sie wäre es auf jeden Fall nicht passiert…“
„Was meinst du denn?“
„Ich meine, dass die Menschheit aus den Fehlern der Nazis mehr gelernt hat als aus den Errungenschaften der Hippie-Befreiungsbewegung.“
„Hm?“ Ich liebe es wenn sie mich über die Welt belehrt. Nein, ganz ehrlich. Kluge Frauen fand ich schon immer sehr sexy. Und auch wenn wir immer gesagt haben, dass uns Geld nicht interessiert, ist es dennoch verdammt sexy in der Wagenladung Geldbündel zu liegen – und dabei ist das nur der kleinste Teil dessen den wir „besorgt“ haben; das wahre Vermögen ist jetzt und für immer das digitale.

„Für die Hippies, den Beatles, die 68ger… Was weiß ich. Bevor der großen Glorifizierung der Jugend und der Abschaffung der alten, elterlichen Werten, bevor des Umsturzes, waren die Eltern das Maß aller Dinge. Ihnen hat man bedingungslos gehorcht und ihre Weisheiten nicht in Frage gestellt.“
„Ist doch gut dass sich das verändert hat.“
„Findest du? Sicherlich ist es gut dass sich das verändert hat, das Problem ist nur das Ausmaß. Durch die große gesellschaftliche Umwälzung dieser Zeit galten die Träume und Versuchungen der Jugend plötzlich mehr als die Vernunft und die Erfahrung des Alters.“
„Die Altersdummheit ist aber auch sehr weit verbreitet…“
„Jetzt lass mich doch mal fertig erzählen.“
Ich schweige und lächle.

„Natürlich ist weder das Eine, noch das Andere eine allumfassende Wahrheit. Dennoch war es ein Fehler sich ganz auf die Träume der Jugend zu stürzen und die Errungenschaften der Erwachsenen quasi über Bord zu werfen, was aber bei genauerer Überlegung kein Wunder ist, da die Jugend einfach viel geiler und sexier ist. Es ist nun mal schöner sich den ganzen Tag mit anderen Partnern zu paaren und dicht zu sein, als sich eine als verstaubt wirkende Moral einimpfen zu lassen. Wobei die Hippies selbst in ihrem Extremismus gar nicht das Problem waren, denn sie hatten gute Absichten. Es war das UMFELD der Hippies, die Mitläufer, die sich nur das Herauspickten, was ihnen gefiel und das Alles mit dem aufkeimenden Kapitalismus vermengten. Die Hippies selbst wollten nur durch Liebe die Welt verändern. Und die Menschen die im Kielwasser dieser Bewegung aufwuchsen, wollten dagegen nur die Vorteile der Hippies anwenden, die freie Liebe und die Erfüllung aller Wünsche – und wollten dennoch angepasst wirken und ein normales Leben führen; nur BESSER als ihr Umfeld. Das ist ein Widerspruch, weil sie die Ideale der Hippies nicht verstanden haben, es auch nicht wollten. Und aus diesem Widerspruch entstand der Egoismus unserer Zeit, ein Egoismus, der sich nur noch auf die pubertären Wünsche von Jugendlichen bezieht, verstehst du?“

Ich sehe sie ein wenig hilflos an.
„Also pass auf“, sie sieht mir dabei ins volle Gesicht, „Was wollen die Menschen heutzutage? Wollen sie Werte vermitteln? Die Welt verändern? Investieren sie in die Zukunft? Nein. Sie denken nur an sich. Die Familien denken nur noch an ihre eigene Familie und nicht mehr an die Gesellschaft an sich…“
„Früher war da noch das Vaterland.“
„Ein beschmutzter Begriff, ich weiß, doch wenn man aus dem VATERLAND die Gesellschaft in der man lebt macht, klingt das schon viel weniger Nazi mäßig, sondern eher grün konnotiert. Doch es sind nicht nur die Familien. Mit welchen Vorbildern wachsen unsere Jugendlichen auf? Mit lächerlichen Gangsta-Rappern und glorifizierten Sozialversagern, die vor allem eins nicht sind: Angepasst. Die Unangepasstheit als Ideal ist das größte Erbe der Hippies, doch während zu ihrer Zeit durch diese Leitbilder eine bessere, utopische Gesellschaft entstehen sollte, dreht sich heute ALLES nur noch um dich selbst und was du durch deine Unangepasstheit erreichen kannst. Der Verbrecher wird als klüger angesehen, da er hart ist und sich nicht anpasst, während alle anderen dumm sind, die das Gesellschaftsspiel mitmachen… Da sind nur Du und deine Individualität, die über allem steht; dein ganzes Leben dreht sich nur um dich, dich, dich. Der Mensch findet darin keinerlei Maß mehr. Die Leute wollen nur ficken und gefickt werden, Drogen fressen oder sich ein schönes, neues Haus ganz für sich alleine bauen, der Eindringling ist der Böse.“
„Besonders der Ausländer.“
„Eben, das Paradebeispiel des Eindringlings. Und meiner Meinung nach kommt das alles durch die damaligen Studenten der 60ger, 70ger Jahre, die die Hippies nicht verstanden haben, sondern sie im Gegenteil mit einem ungezügelten Kapitalismus verbunden haben, wir leben ja in einer Welt der Alt-Hippies, nur wurden aus denen keine Weltverbesserer, sondern Kapitalisten. Deswegen wurde die Welt im Gegenzug auch nicht wie beabsichtigt mit mehr LIEBE überzogen, sondern in Wahrheit immer kälter, brutaler mit immer noch weniger Moral gegenüber anderen Menschen. Die Ideale der 68ger kamen wie ein Bumerang zurückgeschossen und fraß die Kinder ihrer eigenen Revolution.“
„Wortwörtlich.“
„Daher kommt der ungezügelte Kapitalismus, da wir die Jugendlichen mit ihren Wünschen und Trieben zu unseren Göttern gemacht haben; und was machen Erwachsene die noch halbe Kinder sind? Genau: Sie fressen maßlos Süßes in sich hinein: Bis sie kotzen. Und so ist der moderne Mensch… Und keine Regierung der Welt hat sich nachhaltig dagegen wehren können, da die Versuchungen jung und geil zu sein, umgeben in einer Welt der ewigen und unbegrenzten Triebabfuhr, einfach zu verführerisch war… So gesehen war auch die totale Abschaffung des Ideals eines Nationalstaats ein Fehler, da die Menschen nichts mehr hatten woran sie sich festhalten konnten. Natürlich war es unaussprechlich furchtbar was die Nazis anstellt, doch mit der Zertrümmerung des Gemeinschaftsgefühls, spätestens nach dem Ende der DDR, ist die Maßlosigkeit der Selbstüberhöhung und die Verachtung des Nächsten immer weiter voran geschritten. Die Menschen wollen am Ende gar nicht in einer freien Welt leben – sie wollen nur freier sein als alle anderen…“
„Du willst also damit sagen, dass die Hippies den gleichen Effekt auf den Kapitalismus hatten, wie auf die Drogen?“
Diesmal sie: „Hm?“
„Na am Anfang war Drogennehmen Erleuchtung und eine Verbindung mit der Natur – bis sich später die Leute nur noch aus stumpfer Lust abschossen um sich einen Kick zu verschaffen: Nur sich selbst und sonst niemand anderen, auch noch auf Kosten der anderen, die man beklaute oder gleich ganz um die Ecke brachte.“
„Nun ja. So ähnlich. Jedenfalls ist die Welt seit damals süchtig nach der Jugend. Ja. Es geht im Prinzip nicht einmal um die Drogen selbst, sondern darum, was der Mensch damit verknüpft: Und das ist die Jugend. Die Jugendhörigkeit ist der Quell allen Übels, da es einfach eine unreflektierte Lebensform ist. Nach mir die Sintflut. Und jetzt mach die Beine breit.“
„Aber doch nicht immer. Es gibt doch viele Leute die sich da Gedanken machen und engagieren!“
„Genau. Es wird wieder versucht umzudenken. Nur reicht das nicht. Besonders weil das Denken infiltriert wurde. Denn wo früher der Ausgangspunkt die Vernunft durch die Stammesältesten war, ist jetzt der Ausgangspunkt Internetpornografie und so viel Spaß wie möglich zu haben – koste es was es wolle.“
„Nicht das die Stammesältesten immer Recht gehabt haben.“
„Natürlich nicht! Doch es macht doch mehr Sinn sich gegen eingefahrenes Denken der Älteren selbstbestimmt aufzulehnen um sich damit weiterzuentwickeln, anstatt erst durch ein zu viel an allem – ein täglicher Kindergeburtstag der Wunscherfüllungen – zu kämpfen, um dann festzustellen: So geht es nicht weiter….“
„Das Problem ist also die Dekadenz…“
„Ja… Die Entartung von einer zuerst tollen Idee ist bei allen Entwicklungen das größte Problem…“

Und da liegen wir nun. Nackt. Frisch gefickt. In Mitten von all dem Geld das wir mit unserem Liebhaber Koji gestohlen haben. Werden ganz kurz ganz still. Bis sie sagt:
„Das wird auch unser Problem werden.“

Online-Pornografie und der Feminist

„Aber Alle sind wir Wichser, und jeder weiß wie es geht. Der eine wichst im Sitzen, der andere wichst im Stehen. Wir wichsen bis wir tot sind, macht Nichts ist ja schön. Aber sie onanieren geistig – und davon wird man blöd.“
(In Hochdeutsch übersetzt – Original von Hans Söllner)

Frauen sind unendlich schöne Geschöpfe. Sie sind Engel auf Erden. Sanfte Rundungen, zart wie Zuckerwatte und unglaublich angenehme Persönlichkeiten. Sie sind Anbetungswürdig. Es riecht nicht einmal nachdem sie die Toilette verlassen, fast scheint es so, als würden Frauen Marzipan ausscheiden. Frauen sind heilige Geschöpfe. Nymphen. Elfen. Prinzessinnen. Und Männer sind – Neandertaler. Und doch leben wir in einer Welt der Männer, in der Frauen versklavt werden; an manchen Orten der Welt werden Hunde besser behandelt als Frauen.
Frauen werden dumm gehalten und ausgenutzt. Verkauft, geschlagen und erniedrigt. Das Internet ist voll von ekligen Beweisen. Was er meint, ist die Pornografie, denn es gibt kaum einen Film, in dem eine Frau nicht ihrer Würde beraubt würde. Sie sind nur Objekte. Willige Puppen, die wie solche herumgereicht werden. Und das findet er furchtbar. Deswegen will er eine Aktion dagegen starten. Er hat lange überlegt was er tun könnte: Das Einfachste ist, das mit der Pornografie einfach umzudrehen.

Selbst hat er keine Freundin, und auch wenn manche dass als Grund sehen würden, warum er junge Frauen so sehr idealisiert, kann er über diese Hausmannspsychologie nur lachen. Lächerlich. Sooo einfach ist er nun auch wieder nicht gestrickt. Zudem: Es hat auch Vorteile keine Frau zu haben, denn die Monogamie schenkt Jedem, Zeit. Manchen sogar zu viel davon, doch das ist nicht sein Problem. Das ist das Problem von anderen. Sein Talent sind die Computer, damit kennt er sich aus. Er selbst würde sich keinen „Hacker“ nennen (deutsch ausgesprochen bitte), andere schon. Immerhin. Hat er gewisse Fähigkeiten erlernt. Und sehr wohl die Möglichkeiten sie einzusetzen.

Manche Leute kleben ihre Web-Cams generell ab. Andere nur, wenn sie sich einen Porno ansehen und sich selbst befriedigen. Und wer würde schon einen Kerl dabei zusehen wollen, wie er sich vor dem Rechner einen herunterholt? Genau: Niemand. Kein Schwanz interessiert sich für Aufnahmen von den Männer vor den Laptops (wie man so schön sagt), bei jungen Frauen würde das anders aussehen. Er aber schon. Das ist seine Idee. Das ist sein Trick. Er nimmt einfach heimlich auf, wie die Männer vor dem Laptop zum Orgasmus kommen – und stellt das ins Internet.
Im Gegensatz zu den meisten Frauen (aber nicht alle, das ist ein Irrglaube) sieht es nicht besonders erotisch aus wenn sie zum Höhepunkt kommen. Das Gesicht gleicht eher einer Fratze, einer Grimasse, die vieles ist, nur nicht besonders schmückend. Man könnte das mit dem Film „Over the top“ vergleichen, diesen Armdrücker-Film mit Sly Stallone. Am Ende drückt Sly gegen seinen härtesten Gegner, Bull Hurley. Und wie Stallone dabei – und besonders am Ende – sein Gesicht verzieht, nun ja, so bescheuert sehen Männer beim Abspritzen aus (der Fairness halber darf aber auch nicht vergessen werden, dass Männer auch etwas aus sich herauspressen müssen, sonst würden sie dabei auch nicht so hohl gucken…).

Er nimmt also Männer vor dem Laptop auf wie sie wichsen – und stellt das anonym als Feministische Aktion ins Internet. Dafür macht er eine eigene Web-Seite, die er prompt an die großen Medien-Anstalten verschickt – RTL stürzte sich natürlich darauf, auch ProSieben, und was bei den Privaten läuft ist natürlich auch Vorbild für die Öffentlich Rechtlichen – die BILD-Zeitung nicht zu vergessen, die ohnehin immer mehr zu einem Medium wird (print oder online – egal), das nur noch über das Internet berichtet und keine eigenen Storys mehr generiert. Und sein Plan geht auf. Es ist ein voller Erfolg. Fast schon eine künstlerlische Aktion. Eine große Debatte kommt in der Gesellschaft auf und er sieht sich als Urheber der ganzen Geschichte, ganz gleich ob ihn jemand kennt.

Zufrieden lehnt er sich zurück. Frauen sind nun einmal keine Objekte. Sie sind Göttinnen, die man anbeten müsste. Das müssen die Männer ENDLICH begreifen. Es gibt so viele, die so eine unglaubliche Aura haben. Diese Ausstrahlung. Diese Würde. Diesen Sexappeal. Wie „Sandy Style“, seine Lieblingspornodarstellerin, die in jeder Sekunde viel zu gut für einen Porno ist. Sie sollte Model sein. Oder Königin. Und wie er so darüber nachdenkt, über seinen Triumph und die Schönheit von Sandy Style, denkt er sich, dass er sich damit doch auch etwas verdient hätte, worauf er auf einer Online-Porno-Seite einen Film von Frau Style aufruft und freudig seine Hose öffnet. Das hat er sich jetzt verdient – die Feministinnen sollten ihm dankbar sein.