Ikarus-Festival 2018 in Memmingen – Erlebnis- und Erfahrungsbericht/Kritik

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Bevor das Ikarus-Festivel überhaupt zum ersten Mal abgehalten wurde, schrieb ich einen Verriss darüber. Der Grund für diese Bodenlose Unfairness war mein Besuch auf dem Schwester-Festival „Echelon“, welches bei meinem damaligen Besuch so unglaublich scheiße organisiert war, dass mir jede Unfairness erlaubt war. Da das Ikarus quasi vor meiner Haustüre liegt, bin ich nun entgegen meiner Überzeugung doch mal hingefahren – und bin sehr positiv überrascht. Im Vorfeld hatte ich viel Schlechtes über das Techno-Festival gelesen. Kritische Facebook-Kommentare werden vom Veranstalter gerne mal gelöscht. Und der Kunde sollte dort nicht gerade „König“ sein. Zeit sich selbst ein Bild zu machen.

Gleich vorweg: Das Festival war gut organisiert. Es gab viel mehr Toiletten als in dem Horror-Jahr als ich auf dem „Echelon“ war. Genug zu Essen und zu Trinken. Die Leute an der Bar waren wirklich schnell und freundlich. Auch die Orgas waren okay. Wobei man selbstverständlich immer und überall auf einen Arsch treffen kann. Insgesamt aber war mein Eindruck sehr positiv. Klar. Die Preise waren teilweise schon gesalzen, aber auch nicht exorbitant hoch. 5 Euro fürs Parken z.B. ist doch okay.

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Nervig für die Leute in den Zeltlagern war sicherlich der Umstand, dass der Parkplatz ein gutes Stück vom Campingplatz entfernt liegt. Es ist aber nicht dramatisch. Z.B. ist es nicht im Entferntesten so mühselig sein Zeug vom Auto zum Zelt zu tragen, als Beispielsweise auf dem Southside. Wir haben nicht gecampt, deswegen kann ich dazu nicht mehr sagen.

Wir Tagestickler hatten das Problem, dass wir, nachdem wir das Festival-Gelände einmal betreten hatten, nicht mehr zum Auto zurück konnten. Ist schon ne Frechheit. Bei 56 Euro für einen Tag sollte das schon drin sein. So mussten wir alle Jacken gleich mitschleppen. Denn es war Gewitter angesagt worden – dazu aber später mehr.

Polizei habe ich ehrlich gesagt kaum gesehen. Es war nicht so wie bei der Nature One oder auf dem Sonne-Mond-Sterne-Festival, bei denen es teilweise schon recht ruppige und ausufernde Kontrollen gab. Hier habe ich gar niemand kontrollieren sehen. Ich verlinke hier mal den Polizei-Bericht von 2017 dazu. Im Vorjahr gab es schließlich 290 Straftaten mit 280 Drogendelikten. Irgendwer muss da also kontrolliert haben. Wir wurden nur zwei Mal vom Veranstalter kontrolliert. Was sicherlich auch der Grund war, weshalb man auf dem Campingplatz mehr bekam als auf dem Festival selbst.

Die Polizeizahlen von wegen 30000 Besucher haben mich über die Größe des Festivals getäuscht, da werden nämlich scheinbar an jedem Tag je 15000 Leute zusammen addiert. Ganz egal ob es die GLEICHEN Leute sind wie am Vortag. Ich bin mir sicher: 30000 Leute waren nicht annähernd  anwesend. Wir hatten viel Platz zum Tanzen und das Festival war an diesem Freitag zu keinem Zeitpunkt überfüllt.

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Die Mainstage hatten sie ganz nett aus Holz gezimmert und die Anlage machte einen guten Sound, an dem es nichts zu beanstanden gab. Wir waren ziemlich früh dran und tanzten da bereits schon um 16 Uhr herum. Und es machte Spaß. Was gibt es denn Schöneres als mit Freunden schönes zu erleben? Nur Sex ist besser. George Townston legte auch passabel auf.

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Im großen Zelt war es mega heiß und deswegen blieben wir dem erst einmal fern. Bis die Durchsage kam: Unwetterwarnung. Geht alle ins Zelt oder in EURE Zelte. Oder in die Bunker. Zum Einen hat mich die Durchsage an sich gefreut. Bei viel zu vielen Open-Air-Veranstaltungen stand ich schon im im unvermittelten  Regenrauscher, weil ich viel zu Betrunken war um in den Himmel zu schauen. Zum Anderen habe hat die spätere „Räumung“ des Geländes den Veranstalter auch an seine Grenzen gebracht. Während an der Mainstage der Sound ausgemacht wurde, gingen wir ins große Zelt – wo es dann wieder hieß, wir sollten doch in die Hangars/Bunker gehen. Weil so ein Zirkuszelt halt doch nicht so sicher ist. Auch wenn die Hangars bis dahin teilweise noch nicht einmal Musik hatten. Wir also in die Hangars (oh Verzeihung, in die Shelter), wo die Laune jetzt nicht so geil war. Auch. Wenn das Publikum im Hade-Shelter mit selbst gemachter Trommelei versuchte Tanzstimmug zu verbreiten. Währenddessen stürzten die Wassermassen aus den Wolken. Zum Glück ohne umgestürzte Bäume oder weggerissene Zelte. Sicherheit geht halt vor und fürs Wetter kann keiner was. Ich war ja schon einmal auf dem Berlin Festival, das in dem Jahr der Loveparade-Katastrophe aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste – auch wenn 2010 der Organisator schuld war, nicht das Wetter.

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Quizfrage: Wenn wir mit unseren Tagestickets noch nicht auf dem Festival-Gelände gewesen wären, was wäre passiert? Aufs Gelände ließen sie keinen mehr. Alle die Anstanden wurden in ihre Zelte geschickt. Aber hallo: Wir hatten keine Zelte!! Und ins Auto zurück konnten wir ja auch nicht. Dann wäre unsere Karte verfallen. Also im Regen stehen bleiben?

So kleine Kratzer in der Organisation sind bei jeder Party meistens gut fürs Gemüt. Das Jetzt-Erst-Recht-Gefühl setzt ein. Und so war es dann auch. Wir tanzten und feierten: Jetzt erst Recht!

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Den Soundtrack dazu lieferte  im Zelt Magit Cacoon. Während draußen Dominik Eulberg die Mainstage rockte. Was? Dieser Kerl der den „Buchdrucker“ und „die Rotbauchunken vom Tegernsee“ releast hat? Guter Mann. Nur. Ein wenig langweilig… Nicht heute. Der Dominik war super. Also echt jetzt. Es ging ordentlich nach vorne und einem Moment vergaß man sogar das Selfie-Schießen mit den hübschen Freundinnen. Und als der Dominik „la rock“ von Vitalic und gleich im Anschluss einen Remix von „When I rock“ von Electrochemie LK raus haute, war es um uns alte Säcke natürlich geschehen.

Halt mal kurz meinen Becher.“ „Klar…. Warum?“ „UUUUaaaaaaaahhhh (Rumspring)“ „Alles klar.“ (Trinkt aus dem Becher und nickt mit)

Zum Dominik und zu Aka Aka i  Anschluss haben wir wirklich sehr, sehr viel getanzt. Wie überhaupt den ganzen Tag über. Damit waren wir nicht alleine. Die aufgedonnerten Instagram-Kinder waren auch gut mit dabei. Selbst wenn es natürlich nicht so wild und entfesselt herging als wir jung… Hauptsache ihr habt Spaß.

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Nach Aka Aka ging es raus. Denn zum Essen gab es im Gelände nichts. Was ein wenig blöd war als das Gelände „geräumt“ war. Denn es gab nichts zu Futtern für uns. Wir chillten dann da ein wenig herum um wieder rein zu gehen zu „Tale of us“. Vielleicht wären wir auch länger am Chillen gewesen. Es regnete nur immer wieder. Und unsere halbnackten Freundinnen brauchten unsere Regenjacken… Mann ist halt doch zu nett. „Tale of us“ waren so na ja. Hat mich jetzt nicht umgehen. Die Kälte treibt einen an. Dann ging es noch aufs Riesenrad (die hatten echt ein verdammtes Riesenrad und Kettenkarussell – zwei Dinge die mir als erstes einfallen wenn ich an Techno denke) und als es dann wieder stärker zu regnen begann und wir uns ins Zelt quetschten, wurde eine kurze Umfrage gemacht: Bleiben oder gehen? Wir waren vor 10 Stunden aus dem Haus, im Zelt war kein Platz mehr zum Tanzen – aber, wir hatten Solomun und Nina Kraviz noch nicht gehört. Wir sind dann trotzdem heim gefahren. Verurteilt uns nicht. Aber uns war nass und kalt und gehen schließlich auf die 40 zu. Lass mer mal gut sein.

Fazit: Gutes Festival mit guten Freunden. Das ist das Wichtigste. Viel gelacht. Und sehr viel Geld ausgeben. Für meine Freunde nur das Beste.

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Persönlich habe ich eine besondere Beziehung zu dem alten Luftwaffenstützpunkt in Memmingen, auf dessen Gelände, zum Teil sogar in alten Flugzeug-Hangars, das Ikarus-Festival abgehalten wurde. Denn. Ich habe zu meiner Bundeswehrzeit dort gedient. 15 Jahre später auf das Gelände zurück zu kommen um, ganz im Gegenteil zur ursprünglichen Planung des Areals, dort friedlich mit Gleichgesinnten zu tanzen, ist doch mit die schönste Form vom Umnutzung militärischen Materials.

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Contact Festival 2017 – Rückblick und Festival-Kritik

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Dieses Jahr gab es gar keine Club-Nacht für mich. Da muss man doch was machen. Aber Nacht und so? Geht das denn nicht auch ein klein wenig anders? Schließlich bin ich 37. In dem Alter wird man beim Ecstasy kaufen schon von seinem jugendlichen Dealern gesiezt. Also warum nicht auf das verhasste Contact-Festival, bei dem ich vor ein paar Jahren einmal war. Damals gab es ein paar ordentliche Defizite in der Organisation. Es war aber auch nicht alles schlecht. Wenn es damals wie gestern nur nicht so kalt gewesen wäre… Dezember bleibt halt leider auch Dezember.

Es ist kein Geheimnis, dass ich von dem Echelon-Veranstalter nicht viel halte. Miese Preispolitik. Abzock-System „Getränkemarken“, welches man dieses mal „Token“ genannt hat, nur das Prinzip bliebt das gleiche. Außerdem konnte man die Becher nicht überall zurückgeben (nur gegen neu gefüllt austauschen) und die übrigen Marken  auch nicht da zurückgeben wo man sie gekauft hatte – sondern irgendwo ganz woanders. Die Token waren auch nicht beschriftet wie viel der einzelne Wert war (Klasse Idee halbe Tokens mit drauf zu machen, die an der einen Bar als volle akzeptiert wurden, woanders nicht) und man hatte im Prinzip überhaupt keinen wirklichen Überblick was man noch für Möglichkeiten hatte und wann man neue holen musste. Klar kam ich/wir schon gut angetrunken an. Doch sollte ein System auch für die Berauschten Sinn machen: Denn wir sind eure Kunden.

Die Schließfächer anstelle einer normalen Garderobe empfand ich als eine gute Idee. Der Raum war schön beheizt und man konnte immer ran wenn man wollte. Nur. 8 Euro für ein Schließfach? Da passten auch nicht „locker“ drei Jacken rein, wie man noch auf Facebook getönt hatte. Es ist Winter verdammt! Da passte gerade mal eine Winterjacke rein, und ein Pulli! Zu den 8 Euro kamen auch noch 5 Euro Schlüsselpfand. Dieser Pfand war das Einzige was Sinn machte…

Ne. Dass dieser Veranstalter uns tief in die Taschen greifen würde war zu erwarten.

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Die Idee mit den kostenfreien Decken zum über die Schultern legen fand ich gut. Hätten ein paar mehr sein können. Und. Was sagt es über ein Festival aus, bei dem man Decken braucht um nicht zu erfrieren? So oft sind wir dann auch nicht zwischen den Hallen gependelt. Im Kesselhaus drüben waren wir einmal. Und in diesem neu gebauten (schönen Glaskasten) auch. Optisch waren die Aufbauten okay bis hübsch. Leicht spacig. Es gab endlich auch einen kleinen Chillout-Bereich. Zum Hinsitzen. Das war angenehm. Und so manch einer nutzte die Sitzgelegenheiten. Um unter den Decken. Verschmitzt lächelnd. Drogen zu nehmen.

Über die Anlage im Zenith-Bereich wurde schon so viel gelästert: Zu Recht.

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Aber ich war ja mit Freunden da. Um Freunde-Sachen zu machen. Das funktionierte sehr gut und wir hatten Spaß an uns. Ganz besonders auf der Hinfahrt. Im Laufe des Tages flaute das ab. Der ganze Alkohol und … Machten es anstrengend. Derselbe Level ist selten zu halten. Schön aber das gleiche Niveau überhaupt mal gehabt zu haben. Jeder hat so seine Wünsche an die Nacht. Jeder seine Erwartungshaltung. Die Schnittpunkte verwischen manchmal und man muss sich mit weniger zufrieden geben.

Wir waren ja auch schon mittags aufgebrochen um gegen 15 Uhr 30 Rodhad zu hören. Der war mir aber zu dröhnend bassig. Nichts wofür man jetzt unbedingt früh anreisen musste. Hat man den gehypten Mann von vor zwei Jahren auch mal gehört. War ordentlich. Nicht mehr.

Ebenso wie bei Reinier Zonneveld. Drüben. Im Kesselhaus. Da war die Stimmung viel komprimierter, geballter. Hier hatte die Crowd auch schon zu der frühen Tageszeit Bock. Die Hände waren schon oben und… Na ja. Mehr ist von einer Crowd 2017 nicht zu erwarten. Also Hände oben, ein wenig Geschrei: Gute Sache.

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Kölsch wollte ich unbedingt hören. „Opa“ ist ein Mörderbrett und wurde nach einer Stunde von dem Mann mit Hut auch herausgehauen. Dass der Act aus Dänemark (nein, nicht aus Köln) mehr ist als ein One-Hit-Wonder bewies das darum herum aufgebaute Set. Ich fand es sehr tanzbar und es machte mir sehr viel Spaß. Es war mit das beste Set an diesem Tag. Ich war frisch und unverbraucht. Es war Zeit den Schuh fliegen zu lassen. Neben dem alten Rein/Raus-Spielchen: Rauchen und Token kaufen.

Weil meine Leute ein wenig lädiert und ich eh schon im Reiseleiter-Modus war, schob ich sie im Laufe des Tages von Bühne zu Bühne. Das ging ganz gut, weil noch nicht sooo viel los war. Ein wenig nervig war das Aufgepasse auf seine Leute zwar schon. Gehört aber halt dazu wo Gläser gekreuzt werden.

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Wir (na ja, vielleicht mehr ich) tanzten und hörten (eher die anderen) bei Uros Umek zu. Den Umek hatte ich auf meinem letzten Contact gerne gehört und auch diesmal enttäuscht er mich nicht. Sein Sound war schon immer treibender und flippiger als der normale Techno-Kram. Nicht ganz so kühl, nicht ganz so bolzig, schön 4 to the Floor mit einer leichten Prise musikalischer Gewürzmischung. Nicht das beste Set des Slowenen. War aber okay.

Süß war das back to back Set von Adam Beyer und Ida Engberg neben an. Das Schweden-Pärchen. Das war natürlich schön Bass und Rhythmus orientiert. Ein wenig holzig, ein wenig doof: Wunderbar 😀 Nicht der höchste Schwierigkeitsgrad für den Körper. Genau richtig schön zum Grinsen und Mitbouncen.

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Leider werden die Leute die auf Techno-Veranstaltungen gehen immer fauler. Man darf die gar nicht auf der Tanzfläche beobachten. Das ist eine Entwicklung die ich schon seit Jahren kopfschüttelnd kommentiere. Gestern waren die Leute aber schon extrem faul. Vielleicht. Liegt es aber auch an den Drogen. Die werden immer stärker, immer konzentrierter. So dass man gar nicht mehr die Energie hat wie ein Irrer zu dancen. Schade. Denn gerade so was musste man beim Set von Klaudia Gawlas machen. Sonst macht die Frau doch gar keinen Sinn!

Es macht immer Spaß mit ihr. Mit ihrer harten Form von Techno. Die Art von Techno, die mich vor 18, 19 Jahren zu der Musik brachte. Trotzdem (und gerade deswegen): Nach all den Jahren empfinde ich den Sound als ein wenig öde. Das kenne ich schon in- und auswendig und habe ich gerade in den Nuller Jahren viel besser gehört. Überhaupt und sowieso hat mich das musikalische Programm des Contacts daran erinnert, wie sehr ich mit dieser Art von Musik durch bin. Ja, ich liebe den ganzen Scheiß. Ja, we never stop living this way. Trotzdem muss man doch auch nicht beim immer gleichen Geknüppel stehen bleiben. Es gibt so viele verschiedene Formen von Techno (ich verwende den Begriff immer noch wie jemand aus dem Jahre 2000), von elektronischer Musik, dass ich mich mehr nach Abwechslung sehne. Die auf dem Contact nicht gegeben war. Klar ist es auch geil ein straightes Techno-Event im Jahre 2017 zu haben (es gibt ja immer noch genug davon, zum Beispiel die Time Warp in Mannheim), ich find´s dann halt ein wenig fad. Deswegen war´s das auch für uns und diese Party.

Hat Spaß gemacht. Nur mehr im Nachhinein als wirklich in der Zeit als wir da waren.

 

Der, der ich heute bin

Ich komme aus der Dusche. Trockne mich mehr oder minder gut ab. Gehe in mein Schlafzimmer. Setze mich auf mein Bett. Gefühlt ist das Bad meine letzte Bastion gegen die Schreckensherrschaft des „Entertainment“. Gefühlt habe ich nur hier mein Handy nicht in der Hand. Den Rechner oder den Fernseher nicht am Laufen. Die Play Station am Stöhnen. Im Bad. Da hat man alle Hände und Köpfe voll zu tun. Da ist Ruhe. Von „Jamaika“. Von Wolfenstein. Von Netflix. Vom Alk. Vom Konsumrausch. Ja. Die Duscherei mit ihren Instandhaltungsmaßnahmen nervt gewaltig.

Vor meinem Bett ist DER Schrank. Der einzige Schrank in unserer Wohnung, der diesen Namen verdient. Ich ziehe ihm eine Schublade aus seinen Eingeweiden. Blicke in das Wirrwarr seines Inneren, das aus unsortierten Socken besteht. Es sieht aus wie eine echte Bauchgrube. Meine Hände suchen zwei „Gleiche“. Der Kopf sieht zu. Und wie die Hände ihre Finger tief in Wolle und Kunststofffasern  stecken, glaube ich einen Stempel auf der Innenseite meines rechten Handgelenks zu erspähen. Zweiter Blick: Da ist kein Stempel. Woher auch? Ich bin doch gar nicht aus gewesen. Ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen. Ja. Ich war die letzten Tage immer „an“.

„Stempel“ bedeutet für mich Nachtleben. Ausgehen. Die große Feirerei. Und da sitze ich nun. Nachdem ich mir den Schmutz der Arbeit abgewaschen habe. Denke an Früher.

Als „Früher“ noch „Jetzt“ war, dachte ich an die Zukunft, so wie es in dem wundervollen Manga „Planetes“ abgebildet ist, an eine bestimmte Szene:

Ein Arbeiter. Der Mann oder Vater einer der Hauptfiguren. Repariert ein Windrad. Eine richtige Windkraftanlage. Dutzende Meter über dem Boden. Im nächsten Paneel sieht der Leser eine dunkle Rückblende, in welchem derselbe Arbeiter, sichtlich jünger, auf einem Punk-Konzert wie ein Irrer zur Sache geht. Totaler Abgehnismus. Zerbrochene Flaschen. Stahlketten als Schmuck. Stage diving. Krach.  Die totale Zerstörung. Nah am Tod. Nah am Leben. Er war der Frontsänger. Rock´n Roll.

Auf der nächsten Seite liegt der Held altersweise an ein Windrad gelehnt. Er raucht und ist mit sich selbst zufrieden. Dem Leser wird klar, dass dieser Mann zwei Leben gelebt hat, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber auch. Dass der gezeichnete Mann mit seiner Vergangenheit im Reinen ist.

Daran muss ich denken, während ich dem nicht vorhandenen Stempel hinterher lächle. An die Partys. An den Rausch. An die Freunde. An den Wahnsinn. An die damalige Normalität um die Jahrtausendwende – und das Jahrzehnt danach. Diese ständige Ausnahmesituation in die ich mich damals hinein manövriert hatte. Eine Situation die sowohl lächerlich als auch lebensgefährlich war. Eine einstmals alternativlose Lebensphase.

Ich finde eine passende Socke zu der ersten, die ich in der Hand halte. Mein Ying zu meinem Yang.  Nicke. Und bin einen Moment lang genau der, den ich mir damals erträumt habe. Ein Kerl. Mit seiner Vergangenheit. Aber auch mit einer neuen Zufriedenheit. Aus dem Gefühl von damals, als ich den Manga zum ersten Mal las, ist meine Wahrheit geworden. Mein altes Ich wäre zufrieden mit mir.

Ich schließe die Schublade. Ziehe die Socken an. Dann gehe ich rüber zu meiner Freundin, ohne auch nur einen Moment weiter an die Szene zu denken.

Planetes - Manga

Justice in Köln, die „Woman“-Welt-Tournee, es war der 21.10.2017

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„Kööööln! Ihr seid Scheiße!“ brüllt der Prolet von hinten in die Menge. Von den 50 Leuten in Rufnähe drehen sich 10 um und sehen mich an. Ja. Richtig gesehen. Das war ich. Ich grinse sie an. Und weil ich fast 2 Meter groß und im Moment ziemlich verschwitzt bin, drehen sie sich einfach nur mit einem Schulterzucken um. „Köln“ war aber auch wirklich scheiße. Justice waren geil.

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Sie sei auch enttäuscht von der Menge gewesen, versuchte meine Freundin später zu relativieren, aber es sei nun einmal so, dass die Leute heute weniger Tanzen und nur noch die Arme heben. Den kollektiven Durchdrehwahn gäbe es heute doch kaum mehr. Auch. Wenn wir Beide das gerade gemacht hatten. Es geht ja, wenn man will und sich nicht von den Langweilern runterziehen lässt. Das Kölner Publikum kifft halt lieber, trinkt viel zu kleine Biere (die man dann ständig neu holen muss – sehr klug) und sieht sich lieber ein Konzert konzentriert an, als es abzufeiern. Die ideale Zielgruppe für VR (virtuelle Realität) : Sich bloß nicht schmutzig machen oder richtig aktiv werden. Mir. Taten die Leute leid. So wie wir ihnen wohl leid taten. Wie wir da schrien, lachten, grölten, applaudierten. Dazu mussten wir uns erst einmal ein Plätzchen finden in dem zwar nicht ausverkauften, doch sehr vollen Palladium.

Wie war denn nun die Performance von Justice? Wie zu erwarten, sehr gut. Ich hatte mich auch ein wenig selbst gespoilert. Hatte schon ein wenig den Auftritt der Franzosen auf dem Glastonbury-Festival auf Youtube gestreamt, der aber nicht das gesamte Tour-Live-Set beinhaltet. „Alten“ Fans fehlt auf den beiden letzten Alben die liebgewonnene Ed-Banger Härte und doch weiß es das Duo bei seinen Live-Auftritten die Melodien und die Poppigkeit ihrer neuen Platten mit den Krawall-Hymnen ihrer Anfangszeit in Einklang zu bringen. Es kann also jeder zufrieden damit sein was da geboten wurde: Die Tänzer, die Gaffer, die Mitklatscher und Musikliebhaber. Die Bühnen-Show ist mit den Jahren größer und immer blinkender geworden. Quadrate, Sterne und Lichtsäule müssen das kompensieren, was früher durch die Soundgewalten unanschaulich rausgebrettert wurde. Das. Ist wohl ein Zeichen der Zeit.

Ich war ja auch auf der letzten Tour (die zum ersten Album kenne ich nur von der DVD) und ich muss sagen dass mir diese Tour besser gefällt. Sie ist runder und mehr bei sich selbst angekommen. Das zweite, schwache Album wurde fast folgerichtig komplett ausgeklammert. Bis auf „Audio, Video, Disco“ und „Civilization“. „New Lands“ hat mir dann aber doch gefehlt.

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Das Aufwärm-Programm war von Breakbot himfelf. Sehr Disco natürlich. Und wir so eingepfercht in der Menschenmenge. Schmoften da so herum. Lachten. Mit unseren neu kennen gelernten Portionsfreunden aus Gelsenkirchen. Nette Leute.  Mit viel zu kleinen Bierchen stießen wir an.

Eine Stunde später schrie und sang ich mir die Seele aus dem Leib. Einfach, weil es sein musste. Es muss manchmal auch so sein, dass es egal sein muss was der vor oder hinter dir über dich denkt.

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Justice wechselten bei den Zugaben auch noch kurz das Setting. Stellten sich hinter die Menge. Um wieder nach vorne zurück zu laufen. „Randy“ wurde gespielt. Und „stop“. Dazu noch eine kurze Erinnerung an den Anfang des Auftritts, der mit „safe and sound“ und „do the dance“ startete und ebenso damit endete.

Ein guter Abend. Ohne Überraschungen. So muss das. Aber ich bleibe dabei: Schämt euch Köln. Da habt ihr einen Tag zuvor in der „live music hall“ noch viel besser ausgesehen.

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Und so sieht das als Video von woanders aus:

 

Absolution – 4 – Auf Drogen Menschen sehen, die gar nicht da sind

Sie setzten sich auf eine der Bänke. Chris hörte nicht auf zu reden. Bis nach und nach. Verzögert. Die Wirkung seiner zweiten Pillen einsetzte und ihm die Worte aus dem Mund stahl. Oder war es bereits die dritte Pille für Chris? Berauscht und geistig verschoben saßen die ungleichen Freunde beisammen. Verdrehten die Augen. Und mahlten spastisch mit ihren Kiefern.

Aus seinen halb geöffneten Augen konnte Paul einen kurzen Moment lang Stevo erkennen. Stevo ging lachend mit ein paar Frauen die Paul nicht kannte zur Bar,  und bestellte Getränke. „Komisch“, dachte etwas in Paul. „Stevo ist doch gar nicht mitgekommen. Heute… Der ist doch bei seiner Schwester geblieben….“ Paul versuchte durch den Stevo-Reiz seinen Gummiartigen Körper in eine halbwegs gerade und aufrechte Position zu bringen. Kniff dabei die Augen zusammen. Zwinkerte dabei unwillkürlich, um seine Augen zu schärfen. Ja. Das war Stevo dort drüben. Eindeutig. Was machte der denn nun doch hier? Wie war er?… Ein paar aggressive Augenzwinkerreien später erkannte Paul dann doch, dass er den Kerl dort doch nicht kannte. Das war definitiv NICHT Stevo. Da hatte er sich getäuscht. Verguckt. Wie war denn?… Peinlich berührt sah er zu Chris an seiner Seite. Der hatte von Pauls geistigen Irrtum natürlich nichts bemerkt. Wie sollte er auch? Beruhigt und doch… Ein kleinwenig Restirritiert sank Paul wieder in sich zusammen und genoss weiter seinen Rausch.  Sollte ihm sein Verstand ruhig Streiche spielen. Das. War es ihm wert.

Absolution – 3 – Verliebt in Sarah

Paul folgte seinem Freund Chris. Sie wanden sich wie zwei Schlangen ihre Bahn an den stehenden oder tanzenden Leuten vorbei. Paul folgte Chris. Denn er war viel zu druff um die Initiative zu ergreifen. Er traute sich aus einem natürlichen, inneren Bedürfnis heraus nicht einmal die anderen Club-Besucher auch nur mit seinem Körper zu streifen. So zart fühlte sich seine berauschte Seele an. Die Misubishis hatten ihn ganz „gentle“ gemacht.

An der breiten und langen Club-Bar waren ein Bestell- und ein Anlehnplatz frei. Paul lehnte sich erschöpft beseelt an. Chris bestellte die Getränke. Irgendwie schien Chris alles zu machen. Immer. Die ganze Zeit. Dabei und vielleicht gerade deswegen bekam er nicht den Respekt den er dafür verdient hätte. Merkwürdig. Dass das Nichts-Tun für andere mehr Respekt auslösen kann, als sich selbst hinzugeben. Das Bier das Chris Paul reichte war super kalt und von Wasser beschlagen, so als ob der Barkeeper direkt in eine Fernsehwerbung gegriffen hätte um es dann Chris zu geben. Dieses Bier. War in diesem Moment. Das beste Getränk der ganzen Welt. Paul war Chris unendlich dankbar dafür. Doch Chris wollte auch etwas für sein Geschenk. Etwas ungleich wertvolleres: Chris wollte das Paul zuhörte. „Zuhören“ ist kostbarer als „Sprechen“.

So hörte Paul Chris Worten zu. Die nicht gerade eine große Überraschung verbargen. Denn Chris war verliebt in Sarah. Genau. In die Sarah. Die Schönheit ihres Clans. Die Frau. Die so fantastisch aussah, dass sie mit ihrem Aussehen jede Club-Tür für sie öffnen konnte.

Sarah war der mächtigste Mensch den Paul kannte. Das war schon immer so gewesen. Sarah hatte diese Macht, diese Aura, die die Welt um sie herum krümmt. Die sie in diesem ganz besonderen Licht darstellte. Sarah war schön, wenn nicht fast perfekt. Sarah war das Schönheitsideal. Nicht eines dieser Schönheitsideale, die sich im Laufe der Jahrzehnte ändern, so wie es sich von großen Brüsten und breiteren, „weiblicheren“ Hüften zu schlanker Taille, breiten Wangenknochen und Laufstegsehnigen Schultern entwickelt. Nein. Sarah würde immer als Schönheit betrachtet werden, vielleicht mal mehr oder weniger. Aber ihre Schönheit würde die Jahrhunderte überstehen, ganz egal wie der Feminismus auch abgehen würde: Ihre fantastische Äußerlichkeit würde sie immer objektifizieren.

Das war schon in ihrer Kindheit so gewesen, in ihrer Jugend, sowie auch zu diesem Zeitpunkt im Club, wo sie eine Frau in der zweiten Hälfte der 20ger war. Nur war sie ebenso verloren an das Märchen von Peter Pan, wie es die „verlorenen Jungs“ in der Geschichte waren. Sarah war nicht Wendy. Denn Wendy hat Peter Pan nie geliebt…

Sarah wollte nie erwachsen werden. Und ihr unbedingter Wille Spaß zu haben, machte aus ihr eine sehnige, blonde Drogenschönheit, ohne Kinder, ohne festen Mann und obwohl sie einen hatte, doch nie zu jemanden mit festen Wohnsitz. Sarah war wie ein Groupie der Rolling Stones: Seit einer Ewigkeit on Tour. Bis die Tour der Lebensinhalt wird.

 

Sie wollte immer nur Spaß haben, so wie alle das wollen, und was spräche schon dagegen? Nur wenn einem durch das Aussehen alle Türen offenstehen und man überall in dunklere und hellere Ecken vordringen kann, verändert das einen. Die Macht wird zu einer Natürlichkeit. Und plötzlich wird man von seiner Umgebung „leicht“ genannt. So werden Menschen schnell beurteilt, die leicht im Leben voran kommen. Die Dinge geschenkt bekommen weil sie etwas ausstrahlen. Weil sie etwas bekommen können, was für uns unerreichbar ist. Sie werden zu „leichten Frauen“, da es für uns so unfassbar schwer erscheint, das Gleiche zu bekommen. Und ganz egal ob das stimmt oder nicht, solche Behauptungen können zu Prophezeiungen werden, denen wir nicht entkommen können.  Nur fragt hinterher niemand, ob zuvor die Henne oder da Ei da war. Später, war Sarah immer so gewesen.

 

Getuschelt wurde schon früh. Das ist die Kehrseite der Schönheit. Sie nennt sich „Phantasie“. Denn wer so aussieht, bei dem stellen sich die Jungs und besonders die Mädchen, alles vor. Ihr Urteil ist ebenso klar, wie vernichtend es ist. Sarah war für ihr Umfeld immer wie eine Griechische Göttin: Makellos und doch menschlich.  Viel zu menschlich. Personifiziert. Besonders wenn man ein Mädchen ist, das gerne Lacht. Und mit den „bösen Jungs“ (die wie immer nur die ein wenig „älteren Jungs“ waren, sich aber ganz böse fühlten und gaben) mitgeht. Die Phantasie der anderen machte Sarah zu dem, was sie noch gar nicht war. Das fing klein an.

Sarah war die Erste, die Jungs auf den Mund küsste. Sie war die Erste, die mit Zunge küsste. Und selbstverständlich war sie die Erste, die ihn in den Mund nahm.

 

Nicht dass Sarah selbst solche Geschichten über sich erzählte. Nein. Auf jeden Fall nicht zu Anfang. Aber was soll ein Kerl der mit so einer klassischen Schönheit intim wird, denn anderes erzählen? Der blöde Kerl muss die Schönheit auf sein Niveau herunterziehen. Er muss sie beschmutzen um in ihrem Licht nicht zu verglühen. So wurde geredet. Nach und nach. Mehr und mehr. Und irgendwann dachte sich unsere Sarah, dass wenn sie schon von keinem mehr als Heilige betrachtet wird, sie auch keine sein muss. Sie wollte Spaß haben, sich amüsieren und was sprach dagegen? War es denn wirklich so eine Bürde im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen? Sarah war nicht dumm. Kein Mensch ist wirklich dumm. Und nur ein anderes Weltbild als andere zu haben, macht dich nicht zu einer dummen Schlampe. Das sagen nur Leute, die neidisch sind, die sich einer komischen Moral unterwerfen, weil sie innerlich hässlicher sind als in ihrem durchschnittlichen Äußeren. Manche Leute wollen dich einfach nur mit Dreck bewerfen, um dich auf ihr Niveau herunterzuziehen.

 

Es ist  nicht leicht eine Schönheit unter den Gewöhnlichen zu sein. Es ist nicht leicht von jedem angestarrt und reduziert zu werden. Da spielt es auch keine Rolle ob man die Situation einfach als leicht und gegeben betrachtet, ob man über sie hinweg lächelt. Was einem auch wieder als gewisse „Begrenztheit“ ausgelegt wird. Schöne Menschen tun sich viel schwerer gemocht und als „authentisch“ betrachtet zu werden, als der Durchschnitt. Schönheit hat immer auch den Ruf der Falschheit. Und der Stumpfheit. Das mag sogar stimmen, nur liegt diese „Falschheit“ nicht in der DNA der Schönheit begraben. Die „Falschheit“ liegt darin, dass man das Richtige im Falschen ist. Die Perle im Durchschnitt. Und so wird eine Perle vom Pöbel gerne aus Unwissenheit und Verachtung als „Fälschung“ deklariert und deklassiert, ohne dass sie sich überhaupt die Mühe machen sie wirklich anzusehen. Es ist leicht darüber zu urteilen, was man niemals haben wird.

Deswegen mochte Sarah die Partydrogen. Nicht weil die Männer auf Drogen nicht weniger geil oder die Frauen auch nur ansatzweise weniger schnippisch und neidisch wären. Aber auf Drogen ist ab einem gewissen Punkt eh alles egal. Irgendwann kippt die Stimmung, alle fühlen sich gleich. Auf einer Situation unter Drogen, kann sich selbst eine Schönheit mit einem Normalo richtig normal unterhalten. Die Blödheits-Urteils-Schranke zwischen einander ist weg. Und du bist nur der, der du bist. Nicht einmal mehr Frau oder Mann. Es sind nur zwei Menschen die sich unterhalten. Die miteinander tanzen, rauchen, trinken… Es mag sein dass die Drogen Sarah nicht schöner machten, sie erlösten sie aber auch von ihrer Schönheit. Sie machte sie menschlich. Für sich und für andere. Wenigstens für eine gewisse Zeit. Bis zu der Zeit, in der das Herz eines Freundes auf sie aufmerksam wurde.

Chris sah in ihr nicht dass was die Leute über sie erzählen. Nicht einmal dass, was er über sie wusste. Chris sah nur die Göttin in ihr. Und das war es was er Paul erzählte. Der da so lehnte. Und nur zuhörte und doch gleich wieder vergas. Der das alles total schön fand was sein Freund ihm da erzählte – die Tablette wirkte immer stärker in ihm, anstelle an Kraft zu verlieren – und dabei doch sehr tragisch. Sarah. War einfach nicht die Liga von Chris. Im Guten wie im Schlechten. Und das Schlimme daran war, das Chris das wusste. Chris war bewusst, dass das Leben kein „romantische Komödie“ war, in der der Held irgendwann alle Grenzen überwindet. Ganz sicher war Chris auch kein Held.