LCD Soundsystem – i used to (dixon retouch – Official Audio)

Macht Spaß zum Mixen und zum Hören. Ich liebe LCD Soundsystem

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Mein Junggesellenabschied mit Dixon in München und im Barfly Augsburg

Es war nicht zu erwarten, dass ich an meinem Junggesellenabschied mit Bauchladen oder Tutu durch deutsche Innenstädte oder ICEs ziehen würde. Scheiße nein. Warum seine Würde abgeben, wenn man heiratet? Ich wendete mich einfach an den meiner Freunde mit dem meisten Vorstellungsvermögen. Und ja, ich meine Geld. Zudem ist er mein ältester Freund, der nicht damit aufhören kann, mich seinen „besten“ zu nennen. Was kann da schon schief gehen?

Freund: „Ich kenn da ne voll geile Prostituierte über meinen Dealer, die für uns strippen kann!“

Ich: „Na ja. Ist ja sonst nicht soooo meins. Aber was soll´s? Ist ja nicht ein Tag wieder andere auch.“

Freund: „Okay. Koks und Stripperin!“

Eine Woche später.

Freund: „Ja das mit der Stripperin wird wohl besser nichts. Da hat meine Frau was dagegen!“

Ich: „Ähm. Okay…“

Freund: „Aber ich pack uns zwei Tussen in die Limo, die ein wenig ihre Ocken zeigen.“

Ich: „Okay… Warum nicht?“

Freund: „Cool.“

Eine Woche später.

Freund: „Jaaa… Das mit den Tittenweibern geht auch nicht… Hat meine Frau auch was dagegen…“

Ich: „Aha.“
Freund: „Muss ja nicht sein…“

Noch eine Woche später.

Freund: „Du, der Dave ist krank. Da sind wir eh nur 4 Leute, brauchen wir keine Limo! Ich fahr zum Bahnhof! Cool easy!“

Ich: „Wie? Dave ist krank? Das ist aber schade. Scheiß auf die Limo. Aber meine Freunde hätte ich gerne dabei gehabt…“

Ein Tag später.

Freund: „Wohin willst du denn zum Essen gehen?“

Ich: „Ach. Nichts großartiges. Murphys Law. Da bekommt man was zu Essen und zu Trinken.“

Freund: „Ja locker! Da muss ich keinen Tisch reservieren.“

Ich: „Ja… Ähm… Momentchen mal. Ich würde es schon ganz gut finden, wenn da ein Tische reserviert wäre…“
Freund: „Aha…“

Da wurde es mir dann langsam zu bunt. Ich wusste, dass Dixon in einer kleinen Open-Air-Bar im Münchner Olympiapark auflegen würde. Und schlug dass dann vor. Mein Freund: „Klar. Organisier dass doch mal. Ach. Und Koks gibt’s gerade keins. Willst du nicht lieber Pep?“

Ich: „Ich wollte eigentlich dieses Mal gerade kein Pep… Das ist immer so anstrengend. Und du weißt doch, dass ich ein Problem damit hatte… Aber wenn´s sein muss.“
Freund: „Dann kommst du vorher bei mir vorbei. Wir ziehen was und dann fahr ich zum Bahnhof.“

Ich: „Ich finde es eigentlich nicht so cool wenn du druff fährst.“

Freund: „Ach… Den Bullen fahr ich einfach davon…“

Eine Stunde später.

Ich: „Du. Ich hab darüber nachgedacht. Also bevor du uns druff in der Gegend herum fährst, fährt lieber meine VERLOBTE. Denn die will auch jemand haben der nicht vor der Hochzeit verunglückt!“

Freund: „Cool. Sie soll fahren.“

Und schon zu diesem Zeitpunkt war ich Bock sauer. Ich kaufte noch ein paar Dosen Mischgetränke und dann ging es los. Ich holte meinen anderen Freund ab (der auch noch Ärger wegen einer anderen Geschichte genau an diesem Tag hatte), brachte dessen Kinder noch zu gemeinsamen Freunden. Raste dann zu meinem „besten Freund“ wo wir noch schnell Pep zogen und meine VERLOBTE uns dann zum Bahnhof brachte, wo mein dritter Freund dazustieß. Ich kaufte alle Tickets für alle und dann fuhren wir los. Im Zug nach München. Yeah. Junggesellenabschied. Die Stimmung war verhalten. Wir tranken noch Alk und zogen noch etwas. Alle gut drauf. Bis auf meinen besten Freund, der schon einen Tag länger wach war und kein Wort sprach. Gar keins. Er war nur körperlich da. Schwitzte. Während die anderen sich um Schadensbegrenzung bemühten. Und ich dachte mir: Scheiß drauf. Das lass ich mir nicht kaputt machen.

Ich manövrierte unsere beschwipsten Ärsche vom HBF zum Olympiapark. Suchte die Location. Und dann ging es los. Wir wippten uns in den Sound ein. Und mein bester Freund stand an der Seite so als wäre er nicht da. Er starrte uns nur hohl an. Und A, der Typ, den wir am Bahnhof getroffen haben, sagte lachend zu mir: „Normal habe ich kein Mitleid mit dir. Aber heute tust du mir echt leid.“ Und so lächerlich es klingt: Diese Feststellung tat in diesem Augenblick unglaublich weh. Eine Nanosekunde lang hatte ich echte Tränen in den Augen. Ich hatte alles organisiert. Meine verdammte Verlobte hatte uns sogar zum Bahnhof gefahren. Zudem regnete es jetzt wie aus Kübeln in der spärlich überdachten Open-Air-Location am Olympiasee. Im Saluti da Capri.

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Der Alkohol und Dixon halfen. Und Zigaretten. Sehr viele Zigaretten. Wir drei anderen tauten langsam richtig auf. Mein bester Freund nicht wirklich. Auch wenn er versuchte guten Willen zu zeigen und ein paar Runden springen ließ. Wir anderen tanzten da so herum und machten das Beste draus. Und dann war es auch gut. Scheiß die Wand an. Wir waren hier. Es war mein verfickter Junggesellenabschied. Den hat man auch nur einmal im Leben. Der Dixon war für seine Verhältnisse auch ziemlich gut. Die letzte halbe Stunde tanzte ich sogar wirklich richtig; nicht dieses Pseudotanzen, wie man es manchmal abspult, sondern ganz versunken in die Musik. Deswegen mache ich das ja seit bald 20 Jahren.

Während die Dixon-Crew und sein Publikum weiter ins „Blitz“ zogen (wo die gleichen Djs weiter auflegen würden), hatten wir vor wieder nach Augsburg zurück zu fahren. Ins Barfly. Der Pächter ist ein alter Bekannter von uns. Und ich so zu meinem besten Freund: „Du hast schon die Gästelisten-Plätze für uns klar gemacht?“ Er so: „Ja für dich und mich.“ „Und die anderen Beiden?“ „Ja ne….“ Ich also Handy raus und dem alten Bekannten geschrieben. Der super nett und freundlich: „Kein Problem. Ich entschuldige mich jetzt schon für die Musik.“ Da musste ich schmunzeln.

Wir also wieder zum HBF, ich als Reiseleiter. Kennt sich ansonsten sonst keiner aus mit den Öffis. Am HBF dann knapp der Zug nach Augsburg verpasst. Der best friend: „Nehmen wir ein Taxi. Ich zahl.“ Eigentlich ne gute Idee. Bis wir eine Stunde oder anderthalb verloren, weil wir im Stau standen. Die Stauumfahrung des Navis funktionierte nicht. Und irgendwann war ich mit den Nerven fix und fertig. Es hatte GAR NICHTS funktoniert. Nichts. Ich war wirkich fertig als wir gegen eins oder halb 2 im Barfly ankamen, dass nur noch bis 4 auf haben würde: Ich bestellte krasse Jägermeister-Runden. Und der eine – von wem kann wohl die Rede sein? – der bis zur Taxi-Fahrt von München nach Augsburg nach München kaum das Maul aufbekommen hatte, faselte Unsinn oder redete lieber mit Türstehern – oder war gar nicht aufzufinden. Es war mir inzwischen egal. Mir war alles egal. Ich ließ es mir einfach nicht nehmen. Da war auch die volle Ladung „Backstreet Boys“ und „Britney Spears“ egal. Wir drei brachten das anständig zu Ende. Und im Taxi zurück ins Kuhkaff ging das wirre Gerede meines besten Freundes weiter. Ich war natürlich auch nicht mehr nüchtern und ließ es gut sein.

Ein paar Schlaflose Stunden später schrieb ich meinem „besten Freund“ eine Nachricht, wie enttäuscht ich von allem war. Dass ich alles selbst planen musste. Und der ruft mich an: Und gibt mir die Schuld. Schließlich hätte ICH den langweiligen DJ ausgesucht! Er hätte ja gar nicht nach München gewollt! Außerdem hätte ich so krasse Nasen Pep aufgelegt! Er wäre einfach nicht klar gekommen darauf. Ich sei der Krasse! Außerdem habe er den Masterplan in der Hinterhand gehabt! Ich hab ihn nur durchkreuzt. ER hätte eine Agentur in der Hinterhand gehabt!

Ich so: Als du nicht einmal einen Tisch im Murphys Law reservieren konntest, habe ich mir einfach Sorgen gemacht. Das war immerhin drei Tage vor dem Junggesellenabschied. Den Dixon hatte ich damals in Paris nicht gehört. Zugegeben. Warum auch nicht? Ist doch mein Tag. Da kann ich doch den DJ hören, den ich hören will! Und welche Agentur stellt innerhalb von drei Tagen einen Junggesellenabschied auf die Beine, wo man Nachts sicherlich noch ins Barfly gehen würde, was er fest eingeplant hatte? Und ich habe ihm keine einzig Line gelegt. Die zuhause hatte er sich selbst gemacht, auch die im Zug. Zwar hatte ich das Pep ausgebreitet ja, aber ich hatte auch die Verpackung viel zu weit aufgerissen und war deswegen damit beschäftigt, das überall herum pudernde Pep in einer Tempoverpackung zu retten, als er sich seine Line machte und zog. Ich machte mir meine erst danach… Es war einfach alles gelogen.

Und er. Ein unfähiger Trottel.

Das ist dabei nicht einmal überraschend, wenn man seinen ständigen Lebenswandel kennt. Wenn man aber die ganze Zeit als „bester Freund“ tituliert wird. Hätte man sich ein wenig mehr erwartet. Einfach. Irgendwas. 

Junge Leute und Techno im „Terminal 7“ in Paris – ein Erlebnisbericht

Eine Reise ins Ausland kann einem den Glauben an die Menschen zurückgeben. Sicherlich, das sind große Töne. Für ein paar Tage fühlte es sich trotzdem danach an. Ich wollte nie nach Frankreich. Meine Freundin dagegen schwärmte davon. Und als ich das Interview im Spiegel zur großen Macron-Grundsatzrede zu Europa gelassen hatte, dachte ich mir: Okay. Dieses Frankreich von Macron würde ich gerne sehen.

Manchmal bekommt man das wonach man sich sehnt.

Unser erster Eindruck von „Macrons Frankreich“ war der Bahn-Streik. Fährt unser Zug? Fährt er nicht? Und falls doch, wie lange würden wir von Stuttgart tatsächlich brauchen? Das Einzige was wir schließlich von der ganzen Sache mitbekamen, war eine Flasche Wasser, die uns die streikenden Bahner nach der Ankunft in Paris schenkten. Wegen den Unannehmlichkeiten. Welche Unannehmlichkeiten?

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Macron sprach in dem Interview auch und viel davon, dass es gerade die jungen Menschen gewesen wären, die ihn gewählt hätten und sie seien es, die sich ein starkes Europa mit einer großen Zukunft wünschten. „Geschwätz“ dachte ich. Typisches Politiker Blahblah. Umso überraschter war ich, Tausende junge Franzosen im ersten Bezirk zu sehen, die friedlich und außerordentlich gesittet vor dem Louvre auf den Grünflächen saßen und quatschten. Nicht nur dort. Überall am Uferverlauf der Seine saßen junge Leute wie Perlenschnüre aufgereiht und zeigten friedliche Präsenz. Das beeindruckte mich mehr, viel mehr als die schwer bewaffneten Soldaten, die durch die Innenstadt patroulierten und ebenfalls Präsenz demonstrierten. Frankreich ist immer noch im Ausnahmezustand. Na und? Die jungen Leute zeigten, dass sie keine Angst haben.

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Am letzten Tag ging es dann in das „Terminal 7“. Ein In-Club am Rande des ersten Bezirks. Google Navi wollte uns durch das Messegelände schicken, doch das war geschlossen. Weswegen wir durch die warme Pariser Nacht irrten. Dann trafen wir wieder junge Leute. Ja. Sie würden auch den Club suchen. Hier sei mal wohl nicht richtig. Ob wir mit ihnen mitfahren wollten? Ihr Auto stehe dort drüben. Man verständigte sich in diesem Wust aus Französisch und Englisch, der alle Vorbehalte aufhob und das Lachen wie Interpunktion benutzte. Gern fuhren wir mit. Wir hätten den Eingang zum Terminal 7 ohne sie nie gefunden. Es lag oben an der Straße. Ein Eingang ohne Schild. Da waren nur ein paar unscheinbare Metallgitter und Security-Leute. Neben einem gigantischen Billboard. Hier verloren wir kurz unsere neuen Freunde. Folgten dann aber hinab über die Autozufahrt, die extra für die Clubfahrt gesperrt wurde – wahnsinnig schön urban war das, ich liebe das ja, diese Annexionen, die das Nachtleben manchmal vornimmt – dem Strom der Menschen. Rings herum um das Gebäude, hinauf, hinauf, über die Dächer von Paris. Ah. Da. Dort. Der beleuchtete Eiffelturm. Den konnten wir auch durch das Panorama-Fenster des Clubs sehen. Das Terminal 7 ist nicht der schönste Club der Welt. Doch mit Panorama-Fenster ist ja jede Klitsche geil. Siehe Berghain.

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Das Tollste hier drin war: Die Franzosen tanzten. Es war gerade einmal 10 Uhr abends. Ame war der Erste  von der Innervision-Posse den wir in dieser Nacht hörten – und er war richtig stark. Endlich konnten wir einmal wieder MIT den Leuten tanzen, nicht GEGEN sie. Denn ganz anders als im verhassten Berlin, wo man sich für zu cool zum verschwitzten Tanzen hält und sich eigentlich nur darüber freut, HINEIN GEKOMMEN ZU SEIN, lachten und tanzten die Franzosen, als gäbe es keinen Morgen. Die Getränkepreise waren auch so. 10 Euro für ein Bier. Für Paris normal. Also gib mir doch bitte gleich einen Cocktail, junge Dame. Ich. War einer der wenigen die überhaupt noch mit Bargeld bezahlten. Ganz anders als bei uns.

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Draußen fanden wir dann auch unsere neuen Freunde wieder. Denen man gefälschte, weil bereits entwertete Tickets verkauft hatte. Bei einer Zigarette wurde über Techno schwadroniert; im „Concrete“ sei es viel geiler. Dorthin gehen die hippen Pariser. Während die Mädels sich umarmten, lachten und Facebook-Freundschaft bestätigten. Zeit für das Gruppenbild. Dann alle wieder rein auf die Tanze. Lachen, schwitzen und abgehen. Freundlich. Nett. Schön. Und als i-Tüpfelchen noch die Frage, ob wir Teile wollen würden? Ich: Ich würde ja gerne, aber… Und so hatten wir von den wildfremden Leuten jede Aufmerksamkeit bekommen, die man als Fremder so gerne hat: Sie haben uns mit ihrem Auto mitgenommen, haben uns Zigaretten geben, Kontakt-Daten ausgetauscht und gleich auch noch Drogen angeboten – das geschah innerhalb von 2 Stunden.

Später legte dann noch Dixon auf. Genau. Der Dixon. Bekannt von den resident advisor Wahlen.

Es war also eine sehr geile Nacht. Und ja. Wenn man das Geld hat. Und die Lust. Und das Herz am richtigen Fleck. Dem kann ich Paris nur empfehlen.

Aera – Running Hot

Da haben wir mal wieder einen Track, der ein nerviges kommerzielles Element enthält und den ich mir trotzdem gekauft habe. Hm. Macht ihr das auch? Musik kaufen/hören die nicht exakt eurem Geschmack entspricht, nur um euren Horizont ein wenig zu erweitern?

Empfohlen hat die EP Mastermind Dixon. Und so in ner großen Halle, mitten im Set kommt das Ding bestimmt genial rüber…

Dixon kommt nach München

Ich wollte mir den Dixon – laut dem Resident Advisor Voting 2015 der „beste DJ“ der Welt – in München  anhören. Wird vielleicht nichts, da ich an dem Wochenende mehr mit Berlin liebäugel. Eine Erfahrung wäre es allemal

Wobei mich die Organisatoren vom Mixed Munich Arts nerven. Null Kundenfreundlichkeit und arrogantes Gehabe – und immer bis zum Bersten ausverkauft, so dass man eh nicht in Ruhe tanzen kann. Na. Der Dixon kommt wieder.