Das Haus der kalten Ecken

Der „Jonas Komplex“ von Thomas Glavinic ist wie ein Triptychon geschrieben. Eine der drei Geschichten handelt von einem kleinen Jungen, einem Schachgenie, dass, wie es das Klischee über „Schachgenies“ und „Genies“ im Allgemeinen  in der Literatur oft an sich hat, ein einsamer Außenseiter ist, der zuhause niemand hat und auch dort draußen, in der großen Welt, streifen ihn die Menschen nur wie Geister, die kommen und gehen, aber niemals längere Zeit bei ihm bleiben, ähnlich Reisebekanntschaften, die auch immer nur kurz auftreten und verschwinden.

Dieser Junge, der erinnert mich schwer an mich selbst. Wahrscheinlich geht das vielen Kindern so, die dieses insgesamt eher mäßige Buch lesen. Es ist eben auch ein Buch über die Einsamkeit und wie man damit umgeht. Wie man alleine gelassen wird oder die Einsamkeit sucht; der Junge sucht sie nicht. Er hat den Drang am Leben teilzunehmen und geliebt zu werden. Doch da ist nur die kalte, leere und für ein Kind viel zu große Wohnung, die in der Tatsächlichkeit der Erwachsenen eher schmal bemessen zu sein scheint, da sie, im Gegensatz zum Knaben, eine Ahnung davon haben, dass ihnen die ganze Welt offen stehen könnte.

 

Das Kind kennt jeden Winkel dieser vertrauten Wohnungszelle, in der es darauf wartet bis jemand kommt, der es, wenn auch nicht gleich liebt, zumindest füttert. Geschieht das nicht, wenn keiner da ist, es nicht einmal die Perspektive gibt um diese oder jene Uhrzeit „jemanden“ anzutreffen, was häufiger vorkommt als es sich die helikopternden Eltern der Gegenwart vorstellen können, sucht man sich halt irgendwo im Haus etwas zu Essen, Konservendosen mit irgendeinem eingelegten Obst, alte Kekse, zur Not auch einen vertrockneten, zumindest leicht süßen Tee… Und erforscht auf diesen Expeditionen alle verstecken Winkel des Hauses, entdeckt Dinge und verstaubte Ecken, die von Erwachsenen längst vergessen wurden. Ein Haus kann eine komplette alte Welt sein. Voller Erinnerungen, ohne Gegenwart. Das Haus ist einfach da, in all den Stunden, in denen es keine Freunde gibt, da die etwas Besseres zu tun haben, an jenen nicht enden wollenden Nachmittagen, an denen DIE was mit ihren Eltern machen und man selbst nur das nervige Kind ist, dass in der heilen Welt anruft – und genervt abgewimmelt wird: „XY hat keine Zeit.“ „Schade…“ Ich nämlich schon… Viel zu viel davon…

 

Wenn Vater zuhause ist, ist er betrunken. Er hat es ja auch nicht leicht. Das hört das Kind aus seiner betrunkenen Stimme heraus. Die Frau weg. Und die anderen „Weiber“ machen nur Ärger. Wohin ist die schöne Familie die man sich aufgebaut hat? Da ist nur dieser fremde Junge im eigenen Haus, der weder mit ihm noch mit sich selbst etwas anzufangen weiß… Das Kind, dessen Namen man selbst ausgesucht hat, ist zu einem Fremden herangewachsen.

Ich erinnere mich noch an die Abende, als mein Vater im Essenzimmer schlief. Sturzbetrunken, den Kopf auf der Tischplatte. Schnarchend. Niedergestreckt wie ein gefällter Baum. Neben sich das halbleere Weizenbierglas. Daneben das immer gleich wieder ganz leere Schnapsglas. In dem „Bärwurz“ war. Dieser seltsame klare Schnaps aus der Steinflasche, der einen abgestanden apathischen Geruch aus dem leeren Glas heraus atmete. Der Junge hatte kein Mitleid mit Vater; der auch nicht mit ihm. Denn wenn Vater nicht kaputtgetrunken im Esszimmer am Tisch lag, machte er Radau. Der Junge bekam es ab, da er zu jung zum Davonlaufen war. Seine größeren Schwestern hatten es da einfacher. Sie waren alt genug und konnten je nach Belieben aus den Ruinen der Familie davon fahren, oder sich zumindest abholen lassen.   Von tapferen Rittern in schnellen Wagen mit lauter Musik. Nena sang. „Ich geh mit dir wohin du willst“.

 

Vater war kein Schläger, aber auch kein Mann des Wortes. Und vielleicht taten sie gerade deswegen der jungen Seele so weh, da die Worte nicht geschwollen gewählt waren, sondern schwer und bloß waren wie die Tatzen eines Bären, die auf ungeschützte nackte Haut schlagen. Dass der Junge nichts wert ist, darf es sich häufiger anhören. Schlecht erzogen sowieso. Und die Schuld darüber trägt die Mutter… Das typische Blahblah des gepeinigten und verlassenen weißen Mannes.

Natürlich liebte Vater ihn. Der Junge ihn auch. Es ging nicht um einen Mangel an Liebe und Verständnis. Die Situation war es, die grausam war. Wäre da nur jemand gewesen, der sowohl Vater als auch Sohn gesagt hätte, dass Situationen nur vorrübergehende Erscheinungen sind. Und wirklich: Mit den Jahren lernten sie nebeneinander her zu leben. Irgendwann war dieses finstere Mittelalter ihres Lebens vergessen. Für den Vater auch vergeben, was für das Kind unmöglich geworden war, da sich diese finstere Mittelalter der Isolation in seine DNA einbrannte, wie es bei Kindern landläufig der Fall ist. Und aus dem Kind wurde Mann. Und Mann lernte zu Trinken. Aber niemals, noch kein einziges Mal in meinem Leben, habe ich mich mit meinem Vater betrunken. Obwohl ihm das unglaublich viel bedeuten würde.

„Zuhause“ habe ich nie vermisst.

„The kills“ live in München, es war der 26.10.2016

Jedes Jahr um meinen Geburtstag herum gehen meine Freundin und ich zum Konzert einer Band, die wir entweder kaum oder gar nicht kennen. Bisher waren wir bei „Cäthe“, „The/Das“ und bei „Star Sailor“. Das waren sehr übersichtlich besuchte Konzerte, bei denen wir mehr herum blödelten als uns mit der Musik zu beschäftigen. Das macht sehr viel Vergnügen und ist einfach nicht so ernst und andächtig wie bei Konzerten von Bands, die man „verehrt“.

„The kills“ dagegen, sind eine Band aus der letzten Kategorie, die kannten und mochten wir schon vorher, was, in diesem Zusammenhang, eher problematisch ist, denn die verdammten „Kills“ sind nicht nur eine mehr oder weniger populäre Band: Die sind sogar richtig gut und werden auch so besucht.

Deswegen war auf dem Konzert schon von Beginn an viel zu viel los um in unsere Blödelkategorie zu fallen. Nun. Es gibt schlimmeres oder? Schließlich hat man eine Weltklasse Band auf der Bühne. Das ist doch auch was Tolles.

Mit dieser Motivation standen wir mitten in der Menge, eingeklemmt, und meiner eher kleineren Freundin wurde ziemlich schnell schlecht. Ärgerlich, kann aber passieren. So war das nur nicht geplant.

Wir verdrückten uns auf die Tribüne und sahen uns die Show von hinten, nicht aus der Menge heraus. Hier. Kann man aber wenigstens Tanzen. Und Atmen.

Und an alle Rollstuhlfahrenden Kollegen: Warum nutzt ihr nicht solche Tribünen um euch ein Konzert anzusehen? Mitten in der Menge stehend seid ihr einfach im Weg – klar: Ihr habt das gleiche Recht dort zu sein wie jeder andere Mensch auch, nur ist eine Konzertmenge fast wie ein eigenständiges Lebewesen, denn die Körper bewegen sich, wie Wasserpflanzen, wie Algen, die sich in der Strömung des Wassers fügen; oder wie in einem Verkehrsstau: Auch der Verkehr hat eine Erinnerung… Egal 😉 Sicher ist, dass wenn in einer Menschenmenge die wenig sieht und nur in eine Richtung schaut, ein befestigter, nicht leicht zu sehender Fremdkörper in der Mitte einer Menschenansammlung verborgen ist (können ja auch Taschen auf dem Boden oder sitzende Leute sein), dass zu Unfällen führen kann; drüber stolpern und fallen ist vorprogrammiert.  Also geht doch bitte auf die Tribüne, wenn schon mal eine vorhanden ist. Ihr seht ja auch was.

(Zum Foto: Verlegt mal eure Kabel besser)

Von der Tribüne aus konnte man ein sehr gutes Konzert einer guten Band verfolgen. Das war super, machte richtig Laune. Nur. Sah man leider auch, dass das Publikum in München ganz furchtbar lethargisch war. Da ging. Gar nichts.

Schon im Vorfeld musste man einfach wahrnehmen, wie hoch die Hipster-Dichte heute Abend war, was gar nicht so schlimm ist, nur sahen viele Stilo-Männer so aus, als würden sie den Look von Jamie Hince kopieren, seines Zeichen Gitarrist der Band (die Band besteht im Prinzip nur aus zwei Leuten, ihm und der Sängerin Alison Mosshart) und baldiger Ex-Mann von  Kate Moss, der weiß also wie man sich gut anzieht. Gut dastehen ist eine Sache, die die Münchner klasse beherrschten. Gut Stimmung machen aber überhaupt nicht, deswegen verleihe ich heute den Preis für das schlechteste Publikum 2016 an diese Lahmärsche in München: Ihr habt nichts getan und gerade deshalb habt ihr ihn verdient! Das goldene… Ähm nein, der Preis für das schlechteste Publikum geht an euch!

Von oben herab  konnten wir uns über diese Leute kaputt lachen, tanzend, mit Bier und Jägermeister in der Hand (zumindest ich). Da waren wir auch wieder bei meinen furchtbaren Geburtstagskonzerten. Das Publikum riss es in diese Richtung. Diese Heringe in der Dose.

Und die „Kills“ selbst?

Die waren ehrlich gesagt richtig super. Alison Mosshart kann richtig singen, genauso wie auf Platte, und live krachte die Gitarre von Jamie Hince viel mehr rein – ein echt schweineguter Gitarrist. Am Besten gefielen mir „Future starts slow“ und „Sibirian Nights“, obwohl ich das vorher gar nicht sooo toll fand. Am Meisten freute ich mich über „U.R.A. Fever“, das erste Lied was ich von ihnen kennen lernen durfte. Da war sogar mal auf ner Spex-CD ein gutes Lied drauf 😉

 

Für uns war es – auch wenn der Start ein wenig holprig war – ein gelungener Abend. Geile Musik, viel Platz, auch wenn man dieses Mal nicht so nah an der Band war, dass man sie anfassen konnte. Na und? Ich verstehe einfach nicht wie die Leute sich zu cool dafür finden, um auf einem Konzert mehr zu machen als mit dem Kopf zu nicken und nebenher auf Facebook zu verlinken, was man gerade für eine Megacoole Band hört (was die „Kills“ sind) und wie geil man selbst ist, die zu kennen und auch noch hier zu sein…

 

Sei es drum. Tolle Band. Tolle Musik. Viel Spaß. Und wie immer bei dieser alljährlichen Konzertreihe bei mir: Zu viel Alkohol. Ich habe später noch besoffen den Roadies geholfen ihr Zeug zu verladen. Nun ja… Räusper.. 😉

Bin gespannt wo  und bei welcher Band wir nächstes Jahr aufschlagen. In Dortmund, Essen, Bochum und München waren wir jetzt ja schon an diesem komischen Jahrestag…

 

(Und: Die Vorband war „Georgia“. Die war auch gut. Was man von Vorbands selten behaupten kann. Hat ganz schön viel Power diese Frau)

Die Betäubungsmittel-Revolution

Ich bin nicht dafür und werde es niemals sein, dass Drogen jeglicher Art so legalisiert werden wie die Volksdroge Alkohol, die ich selbst viel zu oft und aus Gewohnheit in mich hinein schütte. Irgendwann einmal im „Text zur Nacht“ habe ich mal geschrieben, dass jedes Ereignis im Leben besser ist, wenn man ein Bier in der Hand hat; und dieser Irrglaube ist für mich eine Tatsache.

 

Niemals werde ich dafür sein, dass die Leute Cannabis so kaufen können wir Alkohol, z.B. Päckchenweise beim Rewe. Ein Verkauf sollte, selbst wenn er legal ist, reguliert ablaufen: Auch bei Alkohol. Ich werde es nie für gut heißen wenn ein 13, 14 oder 17 Jähriger irgendwo legal kiffen kann, selbst wenn es in der Gegenwart viele Bereiche in Deutschland gibt, wo das Gang und Gäbe ist. Auch Erwachsene sollten nicht überall Drogen konsumieren, jedoch mitführen dürfen. Kriminalisierung hat uns weder gerettet noch weiter gebracht.

Für mich persönlich  ist es ein großer Schritt zu sagen, dass man im Prinzip alle Drogen legalisieren sollte, denn dagegen war ich immer. Das hat auch viel damit zu tun, dass irgendwelche Vollidioten, die gerne kiffen, sagen, wie geil das doch ist und jeder Mensch dadurch besser wäre und die Gesellschaft supertippitopi würde, wäre Kiffen legal. Nein. Deswegen bin ich nicht dafür. Ich bin dafür, da der Krieg gegen die Drogen so nicht funktioniert.

 

Als langjähriger Drogensüchtiger bin ich für sauberen Stoff und dagegen, dass Leute wegen Eigenkonsum-Mengen eingesperrt werden. Von den zigtausenden die in Lateinamerika wegen des Drogenhandels und denjenigen, ganz egal wo auf dem Planeten, die ob des Konsums leiden oder gar daran zugrunde gehen ganz zu schweigen.

Die oben erwähnte Argumentation der Cannabis-Legalisierer hat ein Problem: Man nimmt Drogen nur bis zu einem gewissen Punkt freiwillig und zum Spaß. Irgendwann kommt meistens der Punkt wo die Sucht den Lebensrhythmus vorgibt, was von den Legalisierungsbefürwortern gerne übersehen wird: Ja, es gibt auch die Drogensucht. Man kann die Menschen leider nicht nur der Selbstverantwortung überlassen, denn aus persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass die Sache irgendwann und dafür sehr schnell ins Rutschen kommen kann. Wie kann man also überhaupt für eine Legalisierung eintreten, wenn das Beispiel Alkohol zeigt, wie schlimm die Geschichte werden kann, mit Tausenden von Toten  jedes Jahr auf der Seite der Konsumenten? (oder Tausende Hirntote-Kiffer? Oder Blödgefeierten – Unwort – Ravern?)

 

Alkohol ist ein gutes Beispiel, da es ein schlechtes Beispiel ist. Hier hat sich gezeigt, wie eine Legalisierung nicht funktioniert. Aber. Aus diesem Beispiel kann man lernen. Ich finde, wenn man Substanzen erlaubt, muss das nicht heißen, dass man sie auf einen Standard erlaubt, wie Alkohol. Ganz im Gegenteil. Man muss bei einer XTC- oder Cannabis-Legalisierung den Alkoholkonsum, also den Verkauf eindämmen. Jeder bekommt von mir aus einen bestimmten Monatsbedarf zugesprochen, den er über die Krankenkasse abrechnen kann, Schimpfwörter wie RFID-Chips könnten  da weiterhelfen. Lacht nicht. Was fürs Kiffen ein Modell ist, muss Zwangsläufig auch ein Modell für Alkohol werden. Kontrollierte Abgabe, anders geht es nicht.  Natürlich lässt sich auch so ein System umgehen (Kumpel kauf mir mal was auf deinen Vorrat), das wird aber immer so sein.

 

Der Weltstaat müsste keinen Krieg gegen die Drogen inszenieren, der ohnehin mehr Leben kostet als rettet. Millionen, ach was Milliardengeldsummen könnten gespart werden und ich würde sie in Prävention und Aufklärung stecken. Während ich hier sitze wird in meiner Landeshauptstadt das Oktoberfest abgehalten, und warum nicht dort große Kampagnen gegen den Alkoholkonsum starten? Bringt nichts? Stimmt nicht. Mit dem Rauchen ist es doch genauso. Vor 50 Jahren hätte man mich auch ausgelacht wenn ich Raucher vor die Tür geschickt hätte: Heute ist es Normalität. Der stete Tropfen… Ihr wisst schon. Und die Quote derer die zu Rauchen anfangen sinkt auch immer weiter, Anti-Drogen-Kampangen funktionieren also, wenn man sie zielgerichtet und auf hohem Niveau führt.

 

Ich gönne jedem seinen Drogenrausch, solange es ein RAUSCH ist und keine Gewohnheit, wenn es also schon gar nicht mehr kickt und man es trotzdem macht. Deswegen soll jeder das Recht haben einmal oder zwei Mal im Monat sich mit LSD oder was weiß ich abzuschießen. Doch nicht im Verborgenen, nein, an Orten wo er auch Hilfe bekommt, wenn es mal nicht so gut läuft mit dem Draufsein. Das Stigma des Drogenkonsums muss weg und schon erreicht man wieder viel mehr Menschen, die man heute als verloren  ansieht.

Drogenkonsum an sich soll nichts Gewöhnliches werden, nicht so wie: Mir ist langweilig und ich gehe jetzt mal zur Tanke und hole mir nen Wodka Gorbatschow aus der Dose. Drogen sollten Event-Charakter haben und dann auch toleriert werden.

Dabei wird es immer einen Schwarzmarkt und menschliches Elend geben. Immer. Nur muss man die Möglichkeit einer humanen Gesellschaft erhalten. Und warum soll ÜBERWACHUNG in jedem Fall etwas Schlechtes sein?

 

Das Ganze ist natürlich ein Hirngespinst, ein wenig von Utopia darf man aber wohl auch noch träumen, oder? Und vielleicht sollte man den Staat nicht immer auf allen Ebenen verteufeln und Regulierung nicht gleich als die Zerstörung der persönlichen Freiheit begreifen. Manchmal wissen doch andere was besser für dich ist. Mutti hatte ja auch nie ganz Unrecht.

 

Legalisiert wird werden. Früher oder später. Auf die eine oder andere Art. Und ich bin gespannt  was dieser anstehende Tabu-Bruch für eine Gesellschaft generiert. Denn mit der Drogenlegalisierung ist es wie mit dem Etablieren der freien und offenen Sexualität im letzten Jahrhundert.

Heute leben wir in ein durch sexualisierten Gesellschaft. Ich kann mir überall Sex kaufen, ansehen und selbst für umsonst ins Internet stellen. Vor Jahrzehnten war noch eine Nacktszene im Kino ein Skandal – wie wird es dann erst mit der legalen Massenverbreitung von Drogen sein? Ich. Bin ja kein Freund der übermäßigen Sexualisierung, die bei uns allerorts anzutreffen ist. Ich finde, diese Form von Sex fehlt es an Würde und Anstand, was sich auch mit dem Respekt auf meinen (schlimm/schönes Wort) Nächsten überträgt. Denn das ist doch die Frage liebe Regulierungsfreien Legalisierungsbefürwörter: Was wird mit der Gesellschaft geschehen, wenn ihr alles frei nehmen dürft? Seid ihr wirklich so naiv zu glauben, dass dann alles besser wird?

Meiner Meinung nach hat der Respekt dem anderen gegenüber mit einem höheren Maß an (Sexueller)Freiheit nicht gerade zugenommen. Im Gegenteil. Was wird nach der sexuellen Revolution, die Drogenrevolution hervorrufen? Werden wir noch unverantwortlicher werden? Und wird das Wort „Freiheit“ nur noch mit „Marktfreiheit“ gleichgesetzt?

Wir müssen Bier werden

Unterhalten sich zwei Bierbrauer.

1: „Mann, Mann, Mann, ich bin so fertig… Mir tut alles weh, ich kann nicht mehr… Ich bräuchte mal einen Tag Urlaub, aber geht natürlich gar nichts… Von ner WOCHE wage ich gar nicht zu träumen.“

2: „Warst du beim Meister?“

1: „Ja klar, da geht gar nichts…“

2: „Du gehst da auch mit der Voll-Kommen Falschen Perspektive ran. Du musst BIER werden!“

1: „Äh… Wie bitte?“

2: „Ist doch ganz einfach. Stehst du vorm Chef und sagst: „Hier. Aua. Blöd.“ Interessierst das natürlich keine Sau.“

1: „Aber wirklich auch gar keine Sau.“

2: „Stell dir aber mal vor, er ist er, und du bist ein Bier.“

1: „ÖH…“

2: „So isses. Er würde sagen: „Guten Tag liebes Bier, wie geht es dir denn heute?“ Und dann „Oh, du siehst aber trüb oder dünn aus, was ist denn mit dir los?“ Und sofort würde es LOS GEHEN! Er würde nachsehen ob du dich wohl fühlst. Stehst du unter zu viel Druck, oder zu wenig? Bist du sauer, lass doch mal den PH-Wert prüfen, Farbe.“

1: „Zwischen 8 und 10?“

2: „Den Unterschied sieht sowieso keiner. Weiter. „Ist dir zu kalt?“ „Bist du zu warm?“ „Brauchst du vielleicht ein wenig Ruhe? Sollen wir dich noch ein wenig lagern?“

1: „Gärt es etwa in dir? Bist du ein Jungspund?“

2: „Jetzt genau hast du es. Und wenn er dann anfängt alle möglichen biologischen Untersuchungen mit dir zu machen, holt es bestimmt ein Gerät um deine Gase zu kontrollieren, Alkohol, was weiß ich. Und weißt du was?“

1: „Hm?“

2: Sollte ihm der Wert nicht passen, wird er sogar ein ZWEITES Gerät anschleppen, weil: Das andere Gerät könnte ja defekt sein! So viel Zeit und Mühe wird er in dich investieren!“

1: „Dann würde er wohl noch nachsehen wo ich war. Ob ich mit dem Auto gefahren bin, wie viel da von mir reinpasst und würde die Nummernschilder checken.“

2: „Steht ja auch alles im Computer. Die totale Nachverfolgung, und wenn du so ein Bier wärst, würde auch noch JEDER Raum nach dir gereinigt oder sterilisiert werden.“

1: „Der Hammer. „Lass das Etikett hängen, Kleiner, das bekommen wir schon wieder hin.“

2: „Stimmt der Code auch mit dem Datum überein?“

1: „Und am Ende ist eh alles egal. Wert passt nicht? Na dann wirst du trotzdem verkauft: Merkt eh keiner.“

2: „So ist es. Wenn es dir also das nächst Mal schlecht geht, dann denk daran, dass du zum Bier werden musst, damit sich jemand für dich interessiert.“

1: „Jeder mag Bier. Also mag jeder mich.“

2: „Genau so ist es. Und wer kein Bier mag, mit dem stimmt was nicht.“

1: „Allzu viel besser fühle ich mich jetzt aber auch nicht…“
2: „So ist das halt im Kapitalismus. Um das Produkt geht es, nicht um Menschen.“

1: „Deswegen demonstrieren sie wohl auch gegen TITIP und CETA und nicht für die Menschlichkeit. Produktrechte werden ausgehandelt, keine Menschenrechte.“

2: „Kein Schwein interessiert es wie du dich fühlst: Außer du wirst zum Produkt.“
1: „Willkommen im Krankenhaus.“

Der Stoff aus dem die Helden sind

Mama… Es tut mir leid… Ich weiß gar nicht wie ich diesen Brief beginnen soll, wie ich dir schonend diese Nachricht beibringen soll… Wie ich es könnte… Dir… Meiner Mutter. Meiner Mama. Die ich immer nur stolz machen wollte… Vielleicht sollte ich es dir sofort sagen… Einfach so… Doch ich traue mich nicht… Es ist so viel passiert in so kurzer Zeit… Wieso hat man unendlich viel Zeit wenn man sie nicht benötigt?… Und dann… Wenn…

Mama. Ich habe einen Mann getötet.

 

Ich wollte es nicht und tat es doch… Weil… Irgendwie wollte ich es schon, in diesem einzelnen einzigen Moment… Von meiner Wut her wollte ich schon oft jemanden erschlagen… Aber… Das war nur Wut gewesen. Das war nur Spinnerei… Doch jetzt… Es ging alles so schnell… Ich habe sein Leben zerstört… Meins auch… Und ich hoffe einfach nur… Dass du… Irgendwie… Und Lena… Davon verschont bleibt… Das ihr ohne mich weiterleben könnt. Das ihr mich vergessen könnt… Denn Vergessen ist doch auch eine Form von Verzeihen…

 

Mama. Ich war nie ein mutiger Mann. Vielleicht dachte ich es manchmal. Doch das war Unsinn. Nicht einmal als ich diesen… Scheißdreck gemacht habe, war ich mutig. Mein Leben lang war ich ein Maulheld. Ein Schwätzer. Ein kleiner Junge in dem Körper eines Mannes, der zu viele Filme gesehen hat. Der glaubte was über das Leben zu wissen. Nichts habe ich gewusst… Immer nur… Geglaubt…

 

Ich war betrunken gewesen… Mama… Und der Alkohol hat mir die Dummheit eingeflößt. Die Dummheit mutig zu sein. Ich glaube… Ein zivilisierter Mann kann nur noch betrunken mutig sein… Wahrscheinlich ist das der Grund warum wir Männer uns betrunken immer streiten und schlagen müssen. Weil da etwas hochkommt. Dass wir unterdrücken. Dass wir niederkämpfen. Für dass wir längst blind geworden sind. Und das ist etwas Gutes! Mama… Der verdammte Alkohol… Warum habe ich schon immer so viele Probleme mit dem? Wieso gibt es den immer und überall? Bei jeder Feier. Zudem Anlass. Und auch zu jedem Zeitpunkt, zu dem es keinen Anlass gibt?

Und ich fühlte mich so tapfer durch die Sauferei. So enthemmt. Ich hab mit Frauen gesprochen. Hab Eine geküsst… Vielleicht war ich mein ganzes Leben lang gehemmt… Weil ich Angst hatte… Und mit jedem Glas von diesem verdammten Stoff wurde es… BESSER… Es tut mir leid. Ich wusste mir nicht anders zu helfen… Und es war doch auch so einfach… Ich meine… Man kann sich den ganzen Tag bei uns besaufen. Wieso sollte man es denn nicht tun? Der Alkohol machte mich genau das was ich ansonsten nicht bin: Lustig und mutig. Auch… Wenn Beides vielleicht gar nicht wahr ist. Wenigstens fühlte ich mich so… Von Glas zu Glas.

 

Andi und ich waren auf Karneval gewesen. Erst in der Bar und dann in der Zeche. Waren gut dabei. Flaschen am Anschlag. Haben den Jägermeister weggelitert. Dann noch das Bier hinter her. Klar. Das war für uns so klar wie Wodka… Und dann sind wir auf den Umzug. Und da habe ich mit so ner Ische.. Nicht schlimm. Nur so ein wenig rumgemacht. Woher sollte ich denn wissen dass die nen Freund hat? Und der kam natürlich daher… Scheiße… Das hätte ich auch gemacht!  Fängt nen Streit mit mir an, schlägt zu, bricht mir die Nase… Ja… Ich habe jetzt auch ne gebrochene Nase. Hab die volle Schlägervisage… Aber das ist ja vollkommen egal und unbedeutend… Und ich so: Das lasse ich mir nicht bieten! Absolut schrecklich wütend, betrunken und mutig. Und da habe ich dem voll eine mitgegeben. So von der Seite. Und dann noch eine und noch eine. Und er fällt dann vor den verdammten Karnevalswagen und wurde da von so einem Traktor überrollt. Das ging dann ganz langsam und doch zu schnell, als das irgendjemand… Klar habe ich das nicht gewollt. Aber mit einem „Unfall“ komme ich wohl nicht davon. Weil… Der konnte mich nicht sehen als ich zuschlug und der Bulle hat später gemeint… Ach… Ich weiß auch nicht…

 

Es tut mir leid Mama. Ich war nicht ich selbst. Obwohl… Ja klar war ich… Ich… Aber ich war auch NICHT ich selbst. Ich war einfach nur… Ich weiß auch nicht. Eine betrunkene Bestie… Irgendwas Entfesseltes… So ein Ur-Ding… Vielleicht war ich auch mehr ich selbst als jemals zuvor? Keine Ahnung…

Es tut mir so leid um den blöden Hund… Die arme Sau… Der hatte keine Chance…

Ich muss jetzt mit der Schuld leben. Ganz egal was kommt. Und weißt du? Ich habe das auch verdient. Dass ich damit leben muss. Aber du. Und die Familie von dem Kerl. Und die Freundin von dem… Die haben das nicht verdient. Dass sie darunter leiden müssen. Dass ich mein Leben lang ein Feigling war. Und glaubte, der Stoff würde mich heilen…

 

Das finstere Mittelalter der elektronischen Musik

Es gibt Dinge über die ich mich den ganzen Tag aufregen könnte. Das Schlimme ist: Es sind meistens die gleichen Dinge. Aus meiner Wut lerne ich quasi überhaupt nichts und am Ende werde ich nur als das wahrgenommen, was ich ausstrahle, nicht das, was ich meine – als verbitterter Mitte Dreißiger mit einer lächerlichen Wut….
Zum heutigen Thema gehe ich in eine Zeit zurück, in der ich sehr selten wildere, (besser) AUFRÄUME, und schon gar nicht im öffentlichen Blog-Kontext. Es war eine Zeit, in der ich mich selbst nicht mochte und noch nicht in der Welt zurecht fand, und alleine durch diese Erklärung ist schon offensichtlich, dass ich von meiner Pubertät spreche.
Geboren wurde ich 1980, wodurch die 90ger die Zeit meiner Bewusstwerdung waren, ja, sie mussten es sogar sein.

Lebte man in den 90gern in Süden Deutschlands in einer Kleinstadt, hatte man nicht viele Möglichkeiten sich selbst zu entdecken. Natürlich gab es wie in all den Jahrhunderten davor das Buch und ihren neumodischen Ableger (dem „Magazin“), zudem seit einigen Jahrzehnten das Fernsehen, welches in dieser Zeit (heute kann man sich das schwer vorstellen) Stil- und Meinungsbildend war. Das Internet gab es noch nicht für alle (erst Recht nicht für uns fern der Großstadt) und so konnten wir im Prinzip nur auf die Kultur zurückgreifen, die ohnehin schon da war, die Disco- und Pop-Kultur, durch welche schon unsere großen Brüder und unsere Väter gingen , ja, meistens besuchten die sogar die SELBEN Discos, in die wir eines Tages gingen; es gab ja nichts, außer diese damals schon 20 Jahre alten Schuppen.
Entweder mochtest du die Disco mit ihrem besoffenen Charts-DJs und derem Gefolge, zu deren Musik man sich mehr betrunken als einfallsreich einem furchtbar grässlichem Paarungsritual hinzugeben hatte (dem man zustimmte, sobald man den feuchten Stempel am Eingang aufgedrückt bekam), deren Inhaltslosigkeit und Banalität durch die Untermalung mit „DJ Bobo“, „2Unlimeted“, „Doctor Alban“ oder „Ace of Base“ den perfekten Soundtrack erhielt, oder aber du standest wie ich vollkommen deplatziert NEBEN der Tanze, einen halben Liter Wodka-Energy in der Hand, für den du 5 Mark zahlen musstest, und sahst dir mehr schockiert als involviert dieses komische, ja, in deiner Gefühlswelt viehische Treiben an.
Ohne den Wodka wäre ich schreiend davon gerannt.

Techno kannte ich damals nur aus dem Fernsehen, und wäre er hier gelaufen, hätte ich ihn auch nicht verstanden. Nein. Dafür war ich einfach weder alt, noch reif genug. Ich wusste nur, während ich da stand und den hübschen Mädchen dabei zu sah wie sie von rotköpfigen Bauern mit halb leeren Wodka-Energy-Gläsern betatscht oder (noch schlimmer) ANGETANZT wurden (was mit Tanzen selbstverständlich sehr wenig zu tun hatte), und sie sich über diese Aufmerksamkeit nicht schämten oder ärgerten, nein, es gefiel ihnen sogar. Und das war das Würdeloseste an der ganzen Geschichte: Nicht die Musik. Die der Alkohol. Nicht die Deppen auf der Tanzfläche die man eh schon nicht leiden konnte. Nein. Es war auch dieses aufdringliche Paarungsding, auf das alle gerne hereinfallen wollten.
Da dachte ich mir: Es muss doch noch mehr im Leben geben.

Später im Techno fand ich genau das, was mir hier fehlte: Die Würde… Da mag jetzt der eine oder andere schlucken oder meine Überlegung belächeln: „Würde? Was hat dieses Drogenverballerte im Nebel Getanze denn bitte mit WÜRDE zu tun?“
Die Würde lag in der unaufdringlichen Freiheit. Klar gab es auch hier schon Codes wie sich jemand so ein Nachtleben vorstellte, nur war es einfach nicht so wichtig. Wichtig war die (Achtung Opa-Raver-Begriff) Entgrenzung. Wenigstens war das für mich so.
„Begrenzung“ war für mich dieses Disco-Ding, wo es nur um Saufen und Abschleppen ging. Nicht um diese Gemeinschaftssache, die im Techno der 90ger Jahre stilschweigend seine Runde in den großen Augen der Menschen machte. Das Besondere an dieser Gemeinschaftssache war auch, dass sie im Prinzip ein Geheiminis war. Die Ekstase des Tanzes erschloss und erschließt sich niemanden durch das bloße Ansehen. Man muss mitmachen um es zu verstehen – und schon bist du Teil der Gruppe. Du musstest nicht schön sein, toll tanzen können, nicht reich oder jung sein, nicht einmal viele Freunde habe: Du kamst einfach dorthin und im Nebelwald des Techno-Sounds (und der Drogen, natürlich) verschmolz das Ganze zu einem großen, lebensbejahenden „Ja!“, dass über die Nacht verteilt hin und wieder in Form eines gemeinschaftlichen Geschreies bewusst aus den erschöpften Kehle geschrien wurde, zuerst nach dem Break (dem kurzen Moment der konzipierten Stille einer Techno-Platte) später (weil besser hörbar) IM Break. Doch das war egal. Es ging einfach nicht um dich und dein kleines Leben. Es gab nur das hier und jetzt. Niemand musste abgeschleppt werden. Keiner stand an der Seite, auch wenn er gerade nicht tanzte.
Diese Zeiten sind lange her.

Ich habe schon sehr viele Stunden damit verbracht diesem Lebensgefühl hinterher zu reden, dass es so und in dieser Form nicht mehr geben wird; es wird sogar vergessen werden. In der Pop-History wird Techno eine Fußnote bleiben, nicht weil Techno so unwichtig war oder ist, sondern weil es eben (wie oben erwähnt) nicht abfilmbar ist. Abfilmbar und damit kommerziell sind und waren die Hits der 90ger und jetzt die EDM-Kultur, mit ihren David Guetta und Hardwells oder was weiß ich – für mich sind die Szenen komplett identisch, ja, EDM klingt nicht nur wie die grauenvolle Charts-Musik aus den 90gern, sie ist einfach nur eine neuaufgewärmte Wiederholung davon. Und was ich damals schon für Dreck hielt, ist es in meinen Ohren auch heute noch.
Das wäre halb so wild, würde die Menge vor dem DJ-Pult nicht ebenso degeneriert sein, wie die Musik die sie abfeiern. Es geht wieder mehr um Schein als um Sein. Mehr um vermarktbare Bilder als um ein Geheimnis. Ich weiß, darüber ärger ich mich auch alle paar Monate, es tut nur so verdammt weh das Ganze so sehen zu müssen.
Den Techno hat es dabei nicht minder schlimm erwischt, auch dort geht es nur noch um Oberfläche, nicht um Attitüde. Klar, Ausnahmen gibt es überall. Ich sage es aber jetzt auch zum 100 Mal: Drogenfressen alleine hat nichts mit einem teilbaren Geheimnis zu tun.
Meinem Gefühl nach befinden wir uns im finsteren Mittelalter der elektronischen Musik, und durch so eine Aussage schwingt die Hoffnung mit, dass es eines Tages einmal wieder besser wird.

Spass sollen die Leute haben, sei es bei Hardwell oder bei einem zu einer Karikatur seiner selbst verkommenden Sven Väth. Es spricht nichts gegen Spass. Spass und Vergnügungen sind die Triebfedern unseres Daseins. Nur. Das kann doch noch nicht alles sein, oder?

Und es tut mir leid dass ich die Menschen „degeneriert“ genannt habe. Ich meinte damit nur. Dass ihr euch mit viel zu wenig zufrieden gebt.
Mit viel zu wenig.

Ich möchte mal wissen

wann ich alt genug bin, um mich am nächsten Tag nach einer feuchtfröhlichen (und vor allem lustigen) Party mich nicht mehr für mein betrunken dichtes Ich schämen zu müssen.

Wann hört das endlich auf? Ab welchem Punkt akzeptiert man sich vollkommen selbst, so wie man ist?

Hm…

Wenn ich dabei so darüber nachdenke, will ich das in Wahrheit gar nicht, ganz gleich wie blöd dieses Gefühl nach dem Aufwachen auch sein mag. Ja. Nein. Ich will mich noch lange für mich selbst schämen können. Denn aalglatter Perfektionismus ist auch nur ein anderes Wort für „Tod“.

Gestern bei uns