Beißende Hunde beißen

Sowohl meine Freundin als auch ich wurden diesen Sommer von Hunden gebissen. Von verschiedenen Hunden, an verschiedenen Tagen. Wir waren spazieren, hatten sie nicht provoziert, nein, wir hatten sie ignoriert was für so ein Aufmerksamkeitsgeiles Viech heute voll Provokation genug ist.

Die Bisswunden waren weder groß noch schlimm, der Schmerz dennoch unreal real und stetig. Es fühlt sich so an, würde dich eine große Wäscheklammer packen. Die Verwunderung darüber einfach so gebissen werden zu können, ist schlimmer. Noch schlimmer. Aber. Ist der Umgang der Hundehalter mit der Situation.

Ich fordere. Dass jeder Hund. Der einen Menschen beißt. Sofort vom Halter, der sich so gerne „Herr“ nennen lässt, geschlagen, getreten oder in einer sonstigen Form gemaßregelt wird. Kommt er dieser brutalen Gewalt gegen den Hund nicht nach. Tritt Anhang B in Kraft und das Tier muss bei der dafür zuständigen Behörde abgegeben und unter Qualen und Schmerzen vergast werden.

Dabei spielt es keine Rolle, wie und ob der Hund es schon VORHER einmal getan hat. Und es ist auch egal, wie sehr ihr diesen Hund liebt und was er euch bedeutet; eure Liebe interessiert mich nicht. Denn sie ist kein Maß und Ersatz für den Schmerz, den der Gebissene wiederfährt. Für die Unsicherheit, wenn das nächste Mal ein Hund auf dich zu rennt.

Ein Hund ist ein Tier. Das ist mir vollkommen klar. Und Tiere sind keine Menschen. Sie funktionieren nicht nach unserer Vernunft, sie haben ihre eigene. Und ich weiß man könnte das jetzt mit der großen oder kleinen Hundepsychologie kommen und erklären, WESHALB der bissige Hund bissig war, ja, ich weiß auch, dass das Vieh im Prinzip nichts für seine mangelhafte oder schlechte Erziehung kann, dennoch ist es mir vollkommen egal wer die Schuld trägt: Entweder wird das Viech sofort bestraft oder anschließend getötet, wie es sich gehört.

Hättet ihr das Tier geliebt wie ihr immer behauptet – Mehr als einen Menschen! Mein bester Freund! – hättet ihr es auch erziehen müssen. Die Strafe bekommt das Vieh, die Schuld ist für euch.

Auch wenn die Tollwut bei uns als ausgestorben gilt, kann ein Hundebiss tödlich sein. Stichwort: Tetanus.

Auge um Auge. Zahn um Zahn.

Jeder Angriff muss zu Ende gedacht werden.

Die Halter waren beide Male „total verwundert“ und konnten es gar nicht fassen, „das hat er noch NIE gemacht!“ Unternahmen aber: Gar nichts.

Der Eine bei mir nahm nach der Biss-Attacke nicht einmal seinen Köter an die Leine, obwohl ich das von ihm verlangte.

Und wir wissen ja auch, wie die Geschichte ZUHAUSE für die „Herren“ endet. Da muss man gar nicht dabei sein:

Man erzählt dem Lebenspartner das der Hund mit dem ach so schnuckeligen Namen jemanden gebissen hat, worauf die Verwunderung noch einmal kurz multipliziert wird. Dann wird der Vorfall vergessen. Der Hund bekommt sein Fressen. Und man tut so als wäre nie etwas geschehen.

Der Mensch ist ein Ignorant und der Hund sein ausführendes Organ.

Nachtrag:

Ich habe gestern auch den halben Abend mit nem Hund gespielt, so ist es nicht. Bin kein kategorischer Hundehasser 😉

Man kann wohl sagen ich bin so gut wie nichts kategorisch

Advertisements