Das echte La La Land

Bei „La La Land“  denke ich nicht an einen Film mit Ryan Gosling und Emma Stone, der – ich war im Kino – doch nun mal ehrlich gesagt eher mittelmäßig ist; sie kann nicht so toll Tanzen, bei ihm fehlt es am Singen. Und dafür 14 Oscar Nominierungen? Egal. Der Film ist nun mal eine Feier des Hollywood-Kinos und mit den Preisen für den Film feiert Hollywood in Wahrheit sich selbst. Nur. „La La Land“ bedeutet für mich und meine Generation etwas anderes. Das Gegenteil von Hollywood könnte man dasgen.

In der Gesichtslosen Zeit, als Techno noch hart und rau war, gab es ein Lied, das ganz anders war, gar nicht rau und hart, ein wenig krank vielleicht, das ebenfalls „La La Land“ heißt und damals sehr populär war

(und wenn ihr es schön Möchtegern-Englisch „lÄnd“ aussprecht, müsste es „LÄ LÄ länd“ heißen, nicht „la la länd“ 😉 )

Vom Text versteht man bei Green Velvet eh nichts, hat man nie was verstanden, zu viel fremdes Englisch, kein normales. Nur irgendwie um Pillen geht es da, die die Gehirnzellen töten: Das reicht ja wohl auch.

Hier sprechen wir. Vom echten „La La Land“. Also von der Druckphase der Drogen, wenn man richtig „Balla Balla“ ist. Nix mit Stepptanz. Totales Menschliches Mus. Lallendes. La-La-Ländes-Mus 😉

 

Heute in der Arbeit. Beim geistigen Leerlauf. Überlegte ich mir wie so eine Szene mit alten, echten „La La Land“ Rave-Veteranen aussehen würde. Dicke, aufgedunsene Mitte Dreißiger/Anfang Vierziger, schwer tätowiert, mit nervigen, schlecht erzogen Kindern um sich rum, von denen so gut wie keiner in „Führungspositionen“ arbeitet, nein, es wird ehrliches Geld verdient; ein Haufen Prolls also, die dank ihrer Vergangenheit halb debil bei dem Lied „La La Land“ von „Green Velvet“ zu grinsen beginnen, an ihre bitteren Pillen denken und versuchen rhythmisch mit dem Kopf mit zu nicken: So sehen die Musicals meiner Generation aus. Und irgendwie. Finde ich das gar nicht schlecht.

La La Land….

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