Gedanken zur letzten SPEX-Ausgabe

Mehr als rührselig habe ich gerade die letzte Ausgabe der SPEX ausgepackt. Ein kurzes Durchblättern hat mich dann gleich abgeschreckt: Bäh. Seitenweise Rückblicke und Melancholie wohin man sieht. Nun. Sei es ihnen vergönnt. Das Musik-Magazin SPEX hat sich immerhin fast 38 Jahre gehalten und wurde schon seit mindestens 15 Jahren totgesagt – was ungefähr genau die Zeit ist, seitdem ich sie lese. Andauernd wurde ich mit der These konfrontiert, dass die SPEX früher relevant war. Heute schon lange nicht mehr. Für mich schon. Für mich war die SPEX ein Fenster in eine andere Welt der Musik, von der ich im gleichen Maße angezogen wie abgestoßen war. SPEC-CDs waren nicht selten unhörbar für mich. Und doch. Stieß man in den Artikeln immer wieder auf Perlen der Musik. Und ganzen Inseln voller Haltung. Das hat mich bis zum Ende fasziniert. Die SPEX holte mich immer wieder aus meiner Bubble, in der ich jetzt wahrscheinlich versinken werde. Ja. Ich fand es schon immer toll mich mit Musik zu beschäftigen, mit der ich mich wenig bis gar nicht identifizieren konnte. „Radiohead“ und „LCD Soundsystem“ wurden ein großes Thema für mich, wie „Sohn“, „Apparat“, „Get Well Soon“, „DJ Koze“, „Frank Ocean“, „Zebra Katz“, „Alt-J“ oder wie sie alle hießen oder noch heißen mögen. Vor der SPEX war ich straight Techno. Aber der Techno-Hype war, gerade auf seinem Höhepunkt angelangt (Anfang der Nuller Jahre) für mich schon vorbei; Techno war tot und man ging trotzdem noch hin. Selbst die besten Dinge überleben sich. Die SPEX öffnete für mich Türen und Räume, in die ich alleine stolpern musste, ganz ohne meine Techno-Haudegen-Freunde. Plötzlich waren Electro/New Rave für mich interessant und auch HipHop und Indie wurden bemerkt. SPEX stand für mich immer für eine Öffnung dem Anderen gegenüber, lange bevor in dem Magazin der Geschlechterkampf klar für die Frauen entschieden wurde. Denn die SPEX wollte nicht nur Teil einer Diskussion sein. Nein. Sie lebte es auch vor, in dem fast ganze Ausgaben Frauen gewidmet wurden. Das fand ich immer ganz toll. Transgender und queere Themen waren hier (neben dem Kampf gegen den Rassismus) die normalsten Dinge der Welt. Für einen Kerl wie mich. Anfang 20. Jetzt 39. Aus einer Kleinstadt. Abgetrennt von den Hotspots der Zeit. Ein Faszinosum.

Zusammenfassend würde ich die SPEX als den Club bezeichnen, in den ich am liebsten ging. Es war nicht der Cocoon-Club oder das U 60311 in Frankfurt, nicht das Ultraschall, das Heizkraft oder das Nachtwerk in München. Und erst Recht kein Laden im langweiligen und konservativen Berlin, Tresor hin, Kater holzig her. Nein. Für mich, dem Kleinstadt-Hippster, war die SPEX eine Art Lieblingslocation, in der man zu jeder Tages- und Nachtzeit gehen konnte, um dort altbekannte Bands und DJs zu hören und diesen ganzen neuen verrückten Scheiß, der irgendwie faszinierend, oft aber auch viel zu bemüht klang. Da stand ich dann an der Bar im Club SPEX, nippte an meinem verwässerten Whiskey neben Schwarzen, Transgender und Möchtegern-Indie-Stars und unterhielt mich im Mode-Teil über die Kunst, nicht ganz wie ein Penner herumzulaufen und die richtigen Filme zu sehen. In manchen Monaten dieser mehr als 15 Jahre war ich jede Woche mehrmals in diesem Club. Während es natürlich auch ein paar Jahre gab, in denen ich zwar an dem alten Laden vorbeiging, das Magazin jedoch kaum aufschlug. Wenn aber, fand ich hier immer wieder neue Impulse, um mein „erwachsenes Leben“ in Frage zu stellen. Wahrscheinlich wäre ich weniger links ohne die SPEX.  Vermutlich wäre ich auch weniger liberal was andere Lebensformen angeht. Tatsächlich wäre ich ohne die SPEX mehr Kleinstadt als mir lieb ist. Die SPEX war nie meine Haltung, sie half nur, sie richtig zu definieren.

Ich erinnere mich noch gut wie ich einmal ein Gewinnspiel dort gewann, mit Karten für Marteria (Marsimoto in dem Fall) und mit einem Gastauftritt von Casper. Da standen wir also. Besoffen. Und lebten 2, 3 Stunden in einer Welt, in der wir nicht hingehörten. Und das war doch was Gutes, wenn man plötzlich vor einer ganz anderen Bühne, vor ganz anderen Führern steht, als dass man es von sich selbst denken würde. Tatsächlich hätte ich das auch ohne die SPEX geschafft. Man muss ja einfach nur hingehen. Man muss sich nur auch inspirieren lassen.

Jetzt wird die SPEX also geschlossen. Noch einmal treten wie ein in die Heiligen Hallen, für die einige Menschen nur Verachtung übrighaben, weil sie nicht mehr für das standen, was sie einmal waren. Während sie für andere immer noch alles bedeuten.

Es wird ein Leben ohne SPEX geben. Ohne freien Print-Musik-Journalismus. Dafür mit tumben und arroganten Einzelmeinungen in Blogs und Vlogs; okay, was die Überheblichkeit und Arroganz der SPEX-Redakteure angeht, werden wenigsten sie die Zeitschrift überdauern und weitervererbt werden.  Am Ende habt ihr es so gewollt. Also beschwert euch nicht. Wenn die Welt bald nur noch aus den Inselblasen der Playlists auf Spotify bestehen; die Mainstrem-Disco Spotify öffnet ihre Toren noch weiter, während die SPEX ausgefeiert hat. Schade. Doch irgendwann muss jeder alte Laden mal schließen. Ich hab ihm viel zu verdanken. Ein letzter Whiskey. Ein letzter Tanz. Und ein letztes großes Kopfschütteln über die unsagbar schlechte SPEX-CD: Danke für alles. Euer Abonnent.

Werbeanzeigen

Zu wem ich tanze – Update

Zeit die Angeber-Liste mal wieder zu aktualisieren…

DJs

Sven Väth (45), 2manyDJs (2), Chris Liebing (17), Paul Van dyk (4), Monika Kruse (5), Si Begg, Jeff Mills (2), Richie Hawtin (7), Adam Beyer (9), DJ Rush (12), Solomun, Dixon,  Valentino Kanzyani (2), Luke Solomon, Justin Harris, Savas Pascalidis, Dominik Schuster (4), Carl Cox (7), W.J. Henze (4), Heiko Laux (2), Jay Denham (3), Mijk Van Djk, Mark Spoon, Marusha (2), Blank and Jones (Hihi), Westbam (7), DJ Hell (7), Miss Yetti (2), Cari Lekebusch (3), Supa Dj Dmitry, Marco Carola (4), Steve Rachmad (2), Umek (5), Joel Mull (2), Marco Cannata, Frank Lorber (9), Sebbo (3), Oliver Bondzio, Massimo (3), Marco Bailey (8), Josh Wink (4), Pascal Feos (2), Cristian Vogel (2), Tom Wax, Ellen Alien (5), Luke Slater (2), Tom Novy, Pounding Grooves, Toni Rios (4), Gayle San (7), Ben Sims (2), Funk d´Void (3), Gaetano Parisio, Michael Mayer, Ricardo Villalobos (3), Acid Maria (2), Miss Kittin (2), Mauro Picotto (2), Roberto Q Ingram, Takkyu Ishino (3), Thomas Schumacher (4), Daniel Bennavente, Andreas Kraemer (2), Claude Young, Dj Felipe, Kazu Kimura, Tune Brothers, Haito, Hardy Hard, Afrika Islam, Marco Remus, Petar Dundov, Dave Tarrida (2), Ben Long, Joey Beltram, Moguai (2), Ewan Pearson (3), Leeroy Thornhill (2), Dj Koze, Dave Clarke, Tiefschwarz (6), Cora S., Turntablerocker (3), James Holden, DJ Karotte, Pierre, Marky, Bine, Marc Miroir, Chris Tietjen, DJane Bux, Tiga, Mathias Kaden, Oliver Koletzki (4), Carl Craig (2), Meat, Phil Fuldner, Guy Gerber (2), Domenik Eulberg (3), Wighnomy Brothers, Etienne de Crezy, Laurent Garnier (2), Moonbootica (6), Amé (3), Ida Engberg (2), Mr. Oizo (3), D.I.M. (3), Les Petits Pilous (2), Strip Steve, Joris Voorn (2), Luciano, Busy P (4), Kavinsky, So Me, Onur Özer, Fat Boy Slim, Jennifer Cardini, Boys Noize (7)/Kid Alex (2), Djedjotronic (2), Mr. Flash, DSL, Vicarious Bliss, Roman Flügel, Felix Kröcher (5), Breakbot, Len Faki (2), SebastiAn, Jackson, Erol Alkan (2), Ben Klock, Fake Blood, Crookers (3), Acid Pauli, Simian Mobile Disco, Jesper Dahlback, Boris Dlugosch (2), Fukkk Offf, A-Trak, Christian Burkhardt, Einzelkind, Kaiserdisco (2), Shantel (2), Reche und Recall, Format B (2), Disco Boys, Nu, Noze, Gregor Tresher (2), Oliver Huntemann, Tommy Four Seven, Steve Aoki (2), Marek Hemann, Return of the amazons, Paul Kalkbrenner, Trentemoller, Kerstin Eden, Gesaffelstein, Armin van Buren, ATB, Boston Bon, Sascha Braemer, Gary Beck, Autoerotique, DJ Emerson, Raphael Dincsoy, Monkey Safari, Baal, Fritz Kalkbrenner, Bunte Bummler (2), Arca & Dexxis, Lützenkirchen (4), Nico Pusch, Klaudia Gawlas (2), M.A.N.D.Y., Daniel Bortz (3), Super Flu, Gui Boratto, Mano Le Tough, Drunken Masters (3), Crystal Fighters, Kid Simius, Flux Pavilion, N´TO, Worakls, Matthias Tanzmann, A.N.A.L., Tool 8, Marika Rossa, Alma Gold (2), Digitalism, Housemeister B2B Pilo, Tobi Neumann, Marcel Dettmann, Robag Wruhme, Kollektiv Turmstraße, Gerd Janson, Ferdinand Dreyssig, Alle Farben, Dirty Doering, Kölsch (2), Rodhad (2), Reinier Zonnefeld, Tale of us, Magit Cacoon, George Townston,  Maceo Plex, Maya Jane Coles, Breakbot,

Bands/Live-Akts:
Böhse Onkelz (3,5), Radiohead, Einstürzende Neubauten (3,5), Der W (7), Chemical Brothers (3) Nick Cave and the Bad Seeds, Grinderman (Nick Cave), LCD Soundsystem (2), Soulwax (2), Justice (3), the xx, Gorillaz, KoRn, The Prodigy (4), Metallica, Alter Ego (2), Richard Bartz (5), Funk d Void (2), Green Velvet, Thomas P. Heckmann (5), Technasia (3), DJ Rush, Terrence Fixmer, Acid Junkies (2), Mijk Van Dijk, Paul Brtschitsch, Chris Zander, Brothers Yard, Stewart Walker (2), Johannes Heil (6), Der dritte Raum (2), Speedy J (5), Zombie Nation (2), Luke Slater, Anthony Rother (4), Subhead, Plastique de reve, The Horrorist, Justin Berkovi (3), Tok Tok (2), Hardfloor, Vitalic vs the Hacker, Chicks on Speed, Alexander Kowalski (4), 2Raumwohnung, Basic Implant, Conflict (2), the Advent (2), Kosheen, Junkie XL, Hanson und Schrempf (2), Gus Gus (2), Moloko, Moonbootica (2), Bill Youngman, Lexy und K-Paul (4), Mister X and Mister Y, Northern Lite (8), T.Raumschmiere und Band (2), Heiko Laux, Mia, Kim Peers, Röyksopp, Mathew Johnson (3), die Fantastischen Vier, Sono, Stereo Total, Deichkind (4), EOX, Tin Man, Depeche Mode, Robocop Kraus (2), Die Sterne (3), Metallica, Pearl Jam, Robbie Williams, Santana, Live, the Verve, Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims, Travis (2), Audio Bullys, Kraftwerk, Basement Jaxx, Domenik Eulberg, the Infadels, Dapayk, Pan/Tone, Codec und Flexor (3), Legowelt, Laurent Garnier und Band (3), Ada, Console, Robert Babicz aka Rob Acid, Erobique, Flogging Molly (2), Sigur Rós (2), Kettcar, Tocotronic (4), Monster Magnet, NOFX, Beatsteaks (2), REM, Ebony Bones, Henrik Schwarz, My Robot Friend, Motor, Sputnik Booster, World Domination, Autokratz (2), Skew Siskin, Pro Pain, Kat Frankie, Unicova, The Proxy (2), Hans Söllner, Delphic, Zoot Woman (2), French Horn Rebellion, Frittenbude, the Strokes, the Bloody Beetroots (3), Phoenix, Deftones, Marina and the Diamonds, Skunk Anansie (2), Bonaparte (5), the Shout Out Louds, Two Door Cinema Club, Groove Armada, Modeselektor (2), Blood Red Shoes, Get Well Soon (3), Fred Falke, Goldfrapp, Massiv Attack, Zucchero, Alanis Morissette, Helge Schneider and the fire fuckers, Cypress Hill, Oasis, Liquido, Faithless, Aka Aka feat Thalstroem (4), Adam Green, Fever Ray , Boemklatsch, Gabriel Ananda, Jamaica, WhoMadeWho (4), D-A-D, Eschenbach (3), The Hives, The Arctic Monkeys, the Foo Fighters, Gogol Bordello, Kasabian, Sick of it all, Digitalism, Alkbottle, die toten Crackhuren im Kofferraum, Mr Oizo – live, Breakfastklub, Jacek Sienkiwicz, Chanson, Krazy Baldhead, Mediengruppe Telekommander, Extrawelt, Marsimoto, R.A.F. 3.0, F.R., Cro, Arkangel, In Blood we trust, Surge of fury, Ya-Ha, the computers, M 83, Switchfood, New Oder, Jennifer Rostock, The do, Casper, La Brass Banda, Wolfmother, Oliver Koletzki und Fran, Tim Fite, Little Dragon, Frittenbude (3), Killers, Metronomy, Kraftklub (2), SBTRKT, Calexiko, Kaizers Orchestra, Members of Mayday, Oliver Schories, Chase & Status, Knife Party, Blixa Bargeld (Solo-Vocal), the dorf, Matthew E White, Cäthe, Fayzen, Brian Sanhaji, Scooter, Maximo Park, Booka Shade, We are scientists, Olli Schulz, Sido, König Leopold, Howling, Moderat, Schlachthof Bronx, OK Kid, The/Das, Chili Gonzales feat Kaiser Quartet und Jarvis Cocker, Die Antwoord, Tito und Tarantula, eRRdeKa, the whiskey foundation, Haftbefehl, Kerri Watt, Star Sailor, Dillon, Antilopengang, Vita Bergen, Bosco Rodgers, Isolation Berlin, the kills, Meute, Wanda, Vitalic (solo), Sportfreunde Stiller, Lola Marsh, Mighty Oaks, Bilderbuch (2), Raf Camora, Little Simz, Alt-J, Pale Grey, Granada,

„Klassik und Jazz“
Dmitri Hvorostovsky, Junge Münchner Symphoniker (2), Brein´s Cafe, Orchestra di Padova e del Veneto,

Wenn Künstler sowohl bei „Live“ als auch bei „Djs“ vorkommen, dann handelt es sich einfach nur um einen Live-Akt eines Djs – für Außenstehende als Erklärung 😉
Die Zahl nach dem Künstler/der Band gibt die Häufikgeit an wie oft ich den Act gehört habe.

Das Obstwiesenfestival (umsonst und draußen) 2018 in Ulm – Festivalkritik

20180818_201327

Immer weiter, immer voran, niemals stehenbleiben in der musikalischen Entwicklung, Orientierung, bis hin zur Neubewertung von längst (zu Unrecht?) Vergessenem oder noch gar nie nicht Gehörtem. So entscheidet man sich schließlich gegen die allumwerfenden, in ihren Live-Shows alles mit Licht und Sound platt machenden „Chemical Brothers“, mit ihren Welt- und Undergroundhits, die ich liebe wie kaum eine andere Band, die am gleichen Tag auftraten, als das Obstwiesenfestival stattfand. Gut. Chemical Brothers habe ich halt auch schon ein paar Mal gehört. Dann auch noch extra zu denen nach München; vlt doch lieber nicht. Eher doch mal ne Nummer kleiner, schöner, draußiger. Also eben doch zum umsonst & draußen Festival nach Ulm.
Hier war ich auch schon mal gewesen. Nett war es. Nur viel, viel zu verregnet, während dieses Mal viel, viel zu viel Menschenmasse am Start war. Bestimmt 4 Mal so viel Leute, als einstmals bei Antilopengang. Im Jahr des Herren: „Irgendwann“.

Es ist auch krass wie sehr viele, viele Menschen, gleich den Sound (in Schwaben: Das Geschmäckle) so eines Festivals prägen. Was ich bisher als chillig und angenehm empfand („Familiär“ hab ich es das letzte Mal noch gelobt), wurde dieses Mal plattgewalzt von so viel Umsonstness. Der Schwabe mag es halt nicht nur Klischee mäßig billig. Und Tocotronic als Headliner ist natürlich ne Sach.

20180818_203818

Mein Drang nach neuer Musik hatte mich in den letzten Monaten (Jahren?) irgendwie zu „Granada“ getrieben, die ich mit ihrer österreichischen Art megasympatisch fand. Viel sympathischer als die totalst abstoßenden Wanda (die ich nach und bei „Bologna“ noch so geliebt hatte) mit ihrer grauenhaft aufgesetzten Boheme-Attitüde; dabei sind Granada nicht mal halb so cool wie Bilderbuch; desweiteren weit ab vom Schlag eines crazy sympatischen Voodoo Jürgens, der so geil ist, dass die Musik schon wieder fast egal ist… Vielleicht sollte man auch nicht alle Ösi-Bands miteinander vergleichen. Granada auf jeden Fall: Sympathisch.

Das offensichtliche Problem wenn man sich für Granada und gegen Chemical Brothers entscheidet, ist halt nun mal trotzdem, dass man sich für ein Akkordeon mit Mundart entscheidet – und gegen den coolsten Sound der Neunziger und Nuller Jahre. Da muss man schon nicht Fahrer sein (was ich aber war) um die Band tüchtig abzufeiern. Es klang dann halt auch all zu provinziell. Und ein paar mehr „Hits“ hätten dem Set auch gestanden. Da stellten wir uns doch lieber ne halbe Stunde beim Falaffel an. Da wurde man zumindest nicht enttäuscht. Denn dass überall wo es Essen gab viel zu viele Leute anstanden, war wenigstens obvious.

20180818_204615

Im eher schlecht besuchten Zeltchen spielten dann „Pale Grey“ aus… Kurz gespickt… Belgien. Und die Band war überraschend gar nicht scheiße. Die waren sogar ziemlich gut. Sie klang ein wenig nach „Sohn“ oder „the acid“, mit kleiner Pink Floyd Einlage, Hip-Hop-Einflüssen und auch einer guten Prise Pop. Das war überraschend gut. Wenn auch weniger innovativ als es vlt klingen mag. Denn. Solche Musik machen zur Zeit viele. Aber. Nicht alle besser. Doch. Pale Grey kann man mal auf den Zettel behalten.

20180818_220203

Und schon hatte ich keinen Bock mehr. Schon war ich müde. Und das Blödsinns Gekreische von „the hinds“ auf der Hauptbühne half jetzt auch nicht um bis zu den Tocos durchzuhalten. Ich würde ja gerne weibliche Bands unterstüzen. Metoo, Riot Grrrl und so… Aber das Gekreische ging wirklich gar nicht. Dann doch lieber wieder heim. Und sich nach Festivals umgesehen, die vlt ein wenig kosten, aber man doch nicht in der Masse untergeht, wie ein Flüchtling im Meer.

 

 

 

Launchpad MK2 von Novation – und der Frust

„Ableton live“ soll die einfachste Software sein um damit Musik zu machen. Ich habe mir dazu ein Launchpad MK2 von Novation gekauft (was dafür nicht erforderlich ist, das Launchpad ist nur dazu da, um Töne/Loops darauf zu laden um sie dann wieder zu geben; wofür es die Software braucht ist es Musik auf das Pad zu bekommen), die größere Version von dem hier aus dem Video. Und ich finde. Als absoluter Computer-Steinzeit-Mensch, dass es gar nicht so einfach ist, die Software zu bedienen. Besonders wenn man eher der unruhige Typ ist und schnell gefrustet ist. Das Problem ist ironischerweise, dass man ZU VIEL damit machen kann…

Ohne solche Videos wie folgende wäre ich komplett aufgeschmissen. Zum Glück sind die Meisten auf Englisch…

Aber jeden Tag lerne ich was Neues 😉 Nur nicht aufgeben.