Rainald Goetz im Porträt (2000)

Dieser Beitrag auf KulturZeit von vor 15 Jahren hat damals mein Leben verändert. Heute kann ich nicht mehr sagen, WAS es eigentlich war. Es war der Tropfen Input, der ein Rinnsal entstehen lässt, aus dem ein reißenden Strom wurde, der mich fortriss, und über den ich niemals wieder Kontrolle erlangen sollte. Ich schluckte eine zähe Substanz, das Weltenwasser, verschluckte mich daran, ging unter, wurde panisch, ergab mich und kämpft doch, glücklich und neu geboren, nicht minder ausgekotzt, mich an die Ufer des Stromes, und wachte schließlich auf an einem Kieselsteinigen Strand und sah fröhlich zertrümmert, ernsthaft verstört auf Jahre zurück, in die mich dieses fast schon lächerlich banale Interview gezogen hatte.

Literatur. Techno. Journalismus. Gegenwart. Medien. Drogen. Verstörtheit. Philosophie. Text zur Nacht.

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