Warum sind homosexuelle Menschen homosexuell?

Ich hab mir ein Kindle gekauft. Um es auszuprobieren habe ich mir „die dreizehn Jahre des Rainer Werner Fassbinders“ runtergeladen. Liest sich gut.

Es gibt in dem Buch die Stelle (ziemlich am Anfang) in der es um Fassbinders Homosexualität geht. Dort wird dann ganz 60ger Jahre like behauptet, dass man zu dieser Zeit dachte, dass Homosexualität etwas war, was von außen kam. Durch äußere Einflüsse. Vorbilder und so weiter (ich würde die Stelle heraus suchen, nur ist mein Kindle neu und ich weiß noch nicht ganz wie ich nach einer Stelle suche und wieder an den Punkt zurückgelange, an dem ich gerade bin). Bei uns heute würde man sagen: Was´n Unsinn. Homosexuell wird man nicht gemacht. Man wird so geboren. Das ist die heutige Meinung. Schön und gut. Nur. Ich würde trotzdem gerne wissen warum manche Menschen homosexuell und andere hetero sind. Da darf man doch kein Denkverbot aussprechen, nur weil man Stand Heute sagt, dass Schwule einfach schwul sind und das gut so ist. Das hat nichts mit der Akzeptenz des Umstandes an sich zu tun: Ich akzeptiere dass Lesben lesbisch sind und mir ist es auch vollkommen egal, wer lesbisch und wer nicht. Aber das löst nicht die Frage nach dem Warum?

Was ist denn da der Stand der Forschung? Und gibt es in dem Bereich überhaupt Forschung?

Und wenn man schon schwul geboren wird, ist das dann eine genetische Sache? Unsere Gene machen uns aus… Aber da muss man gleich wieder aufpassen um nicht in Nazi-Rhetorik abzudriften. Dieses, die Gene sind bei manchen Leuten anders, also sind sie krank, somit schlechter als andere… Deswegen müssen sie weg.

Das sind die Fehler die in der Vergangenheit gemacht wurden und davon distanziert sich selbstverständlich mein Wissensdrang. Wenn es aber nicht die Gene sind, was dann? Ist es die Seele? Ist es die Ur-Liebe die jeder in sich trägt?

Selbst wenn Schwulsein etwas Abnormes wäre, im Blick auf die Evolution der Menschheit (da kommen die Religiösen mit ihrem Argument um die Ecke, dass sich gleichgeschlechtliche Paare nicht weiterproduzieren können, sie also nicht „natürlich“ sein können – worauf ich mit dem Blick auf die anstehende Überbevölkerung nur sagen kann: Lieber mehr Homosexuelle Menschen als noch mehr Kinder! Was bringt es denn CO2-Werte senken zu wollen, wenn man den ganzen Planeten mit scheißenden und atmenden Menschen vollstopft? Das ist nichts Gutes! Und das ist auch nicht natürlich!), sehe ich vom Standpunkt der Toleranz kein Problem damit: Ich toleriere ja auch kranke Menschen. Sollen die Kranken krank sein und die Schwulen schwul. Genauso wie ich blond bin und andere dunkle Haare haben. Daran ist nichts Falsches. Es ist einfach eine Tatsache: Ich bin blond und das ist auch gut so.  Krank sein ist in den meisten Fällen nichts Gutes, doch was krank ist, bestimmt eine Gesellschaft selbst. Charles Darwins Theorie zur Folge wäre Homosexualität etwas widernatürliches. Aber nichts was die Evolution schädigt. Deswegen muss es auch noch lange nichts Schlechtes sein. Es bleibt eine Tatsache. Und wie mit jeder Tatsache geht es darum, was die Gesellschaft mit ihr anstellt. Denn das Andere muss nicht zum Abartigen werden, sondern es kann auch das BESONDERE sein. Etwas. Das man ob seiner Besonderheit bewundert.

So oder so. Die Frage nach dem Warum finde ich extrem spannend.

Advertisements

Es spielt eine Rolle, von wem wir sexuell belästigt werden

Die schlimm dümmsten Beiträge zu einem Thema, welches gesellschaftlich kontrovers diskutiert wird, haben diesen Ton, von wegen: „Ich will nichts beschönigen, aber…“ Dennoch wird mein kleiner Text genau in jene Sparte rutschen. Dabei will ich gar nichts falsch machen – was die schlimmsten Kommentare zu einem Thema überhaupt sind. Wir sind hier aber bei „Strategien gegen Vernunft“, da muss man auch einmal im Halbjahr auf gängige weise unvernünftig sein.

„Sexuelle Belästigung“ ist das Thema 2017. Es ist eine große und ebenso wichtige Debatte, die da geführt wird. Diese Debatte läuft nun auch schon so lange, dass ich gar nicht mehr darauf eingehen will, wie und durch was sie in Gang gesetzt wurde. Das ist bekannt. Die Frage die mich und alle Männer und Frauen damit am Meisten beschäftigt ist (oder sie sollte es sein) was mein Part in diesem Spiel ist, also wie habe ich mich verhalten? Was habe ich getan? Was nicht? Und wenn dann, was habe ich daraus gelernt?

Ich war nie ein Heiliger, dachte jedoch, mich bei dem Thema auf die Seite „der guten Männer“ stellen zu können. Frauen habe ich immer respektiert und habe sie seit jeher als gleichwertig zu Männern gesehen. Sie waren für mich nie Freiwild, auch wenn ich sie natürlich objektifiziert habe. Ich glaube, dass es in Gedanken auch gar nicht möglich ist, dass nicht zu tun. Gerade in der Jugend, wenn die Hormone der Verstand nahezu überwältigen. Die Frage ist dann nur, was man herauslässt. Wie man damit umgeht. Es ist ja und sollte nie ein Verbrechen sein, wenn man durch einen Mitmenschen geil wird. Das gehört zum Menschsein dazu. Gedanken, Wünsche und Triebe sind frei. Und auch jetzt fallen mir sofort einige Frauen ein, deren Körper und Aussehen nicht anders als in meine geistige Kategorie „Gerät“ passen. Das hatte bei mir nur immer auch mit einer gewissen Form von Anbetung zu tun, als in dem Wunsch Frauen zu erniedrigen, d.h. auf mein Niveau herunterzuholen. Etwas, was die Machtmenschen mit Minderwertigkeitskomplex in Hollywood und sonst wo getan haben. Ja. Ich glaube dass die falsche Ausübung von Macht so gut wie immer mit einem Minderwertigkeitskomplex zu tun haben, von dem keiner von uns frei ist. Wir kommen nicht als fertige Menschen auf die Welt sondern machen uns zu denen, die wir sind; in diesem Zusammenhang vermeide ich die Formulierung: „Wir werden zu etwas gemacht.“ Das mit den äußeren Einflüssen die uns formen ist natürlich richtig. Hier will ich aber diese Ausrede nicht gelten lassen. Denn selbst wenn wir von außen beeinflusst und geformt werden, liegt es doch an uns was wir daraus machen. „Ich konnte nicht anders“ ist beim Charakter keine Ausrede. Denn wenn wir dachten wir konnten nicht anders, liegt es auch daran, dass wir den leichteren Weg in unserer Entwicklung gewählt haben. Man muss nicht alternativlos ein Verbrecher oder Drogensüchtiger werden, nur weil man in solchen Kreisen aufgewachsen ist. Jeder hat die Wahl. Doch ganz gleich was diese Wahl am Ende mit uns gemacht hat, ist in uns dieser kleine Punkt, dieser kleine oder große Haufen an Erfahrungen, an Komplexen, die unser späteres Verhalten in Machtpositionen erklärt. Es ist keine Rechtfertigung zu sagen, dass weil wir in der Jugend ausgelacht oder nicht gefickt wurden, wir im späteren Leben genau deswegen Frauen erniedrigt oder misshandelt haben. Oder Männer. Es ist keine Rechtfertigung. Aber eine Erklärung. Menschen sind nie von Grund auf Böse. Sie haben Gründe für das was sie tun. Auch wenn im seltensten Fall die Gründe schlimmer sind als das folgende Resultat daraus. Ich glaube diese Gründe, diese Komplexe, häufen sich über die Jahre, über die Jahrzehnte an, werden immer größer und größer, da wir sie nie verarbeiten wollen, da es zu peinlich ist, darüber zu sprechen, und irgendwann ist der Berg aus der Wut der Jugend oder der Kindheit groß genug, um ein ihm angemessenes Verbrechen zu begehen. Und wie es so ist mit Verbrechen für die man nicht bestraft oder belangt wird (das ist ja schon so als Kind wenn man zum ersten Mal lügt), handelt man wieder so. Okay. Das ist jetzt mal wieder ganz schöne Küchenpsychologie. So aber. Erkläre ich es mir. Ich, der gar keine Ahnung davon hat in einer Machtposition  anderen Menschen gegenüber zu sein.

 

Und selbst das ist eine Lüge. Sicherlich war auch ich schon in Machtpositionen Leuten gegenüber, habe es so aber nicht wahr genommen. Und ich weiß auch, dass ich mich nicht immer korrekt verhalten habe. Sei es Freunden gegenüber, die ich Alpha-Männer mäßig dominieren musste. Oder Frauen gegenüber, die ich nicht immer korrekt behandelt habe. Ich glaube nicht, dass ich ein TÄTER bin. Aber wahrscheinlich ist es auch so, dass ich selbst das gar nicht einschätzen kann. Keiner kann von sich selbst sagen, ob er Täter ist. Das müssen die anderen entscheiden. Ich selbst kann nur sagen, ob ich nicht doch einige Dinge im Leben hätte anders machen sollen.

Sex ist ein schwieriges Thema. Denn zuerst dreht sich alles um Sex. Und dann um Macht. Über diese beiden Themen kann man natürlich den Hauptbegriff LIEBE schreiben, doch die Liebe ist so ein heiliger, also ein schwammiger, Begriff, dass er alles und nichts aussagt…

Über mich selbst würde ich sagen, dass ich Fehler gemacht habe. Auch wissentlich. Ich daraus aber die richtigen Schlüsse gezogen habe. Ich war in meiner Schulzeit ja auch dass, was ich heute einen „Bully“ nennen würde. In meiner Jugend war ich schon ein ziemlicher Prolet und Alpha-Depp, der andere gemobbt hat. Das tut mir im Rückblick sehr leid. Aber ich musste das auch tun, um heute der zu werden, der ich bin. Das ist keine Entschuldigung. Doch es war leider ein Weg, den ich gehen musste. Wie gesagt. Niemand kommt fertig auf die Welt. Und wahrscheinlich ist dies die Erklärung dafür, warum wir Menschen keine Heiligen sind. Wir alle tragen die Narben der Vergangenheit an uns. Wir alle sind Täter und Opfer zu gleich. Auch und im besonderen in sexuellen Dingen. Daran müssen wir arbeiten. Und deswegen ist diese Debatte auch so wichtig.

Die eigentliche Sache, auf die ich mit dem ersten Absatz einleiten wollte, ist eine andere. Ich sah mir vorhin auf Bild (jaja) ein Textchen über die Prominenten aus Hollywood an, denen sexuelle Gewalt oder Übergriffe nachgesagt wurden. Und mir fiel auf, dass diese Machtmenschen entweder a) nicht gerade schön gewachsen waren, oder aber  b)  sie haben gleichgeschlechtliche Grenzen überschritten haben, also Homosexuelle Männer haben Heterosexuelle begrabscht. Auffällig ist doch – ohne das Thema bagatellisieren zu wollen – dass sich keine Frauen melden, die von den Brad Pitts dieser Welt sexuell belästigt wurden…

Orlando – Was ist mit der Anteilnahme?

Ich hab ein wenig gewartet und habe über die „Ereignisse“, über das Morden in Orlando, nachgedacht. Es sollte bekannt sein dass dort ein fanatischer Mörder in einem Schwulenclub, dem „Pulse“, 50 Menschen erschoss und fast genauso viele verletzte.

Wie vor ein paar Monaten bei dem Konzert der „Eagles of death metal“ wurde hier konkret, sogar noch konkreter, meine Lebensart angegriffen, wobei das nichts mit meiner sexuellen Orientierung zu tun hat. Das Nachtleben war mein Leben und ist noch immer meine Lebenseinstellung und auch wenn ich in meinem Dasein nicht viel in Schwulenclubs unterwegs war tanzte ich fast zwei Jahrzehnte zu Musik, die nicht nur sehr tolerant jeder Art von Sexualität gegenüber war und ist, nein es geht noch weiter, denn House und Techno ist von den Schwulen groß gemacht worden. Meine Anteilnahme ist bei den Opfern. Wirklich.

 

In Folge des miesen und feigen Anschlags habe ich bei irgendeinem Online-Medium, verlinkt über Facebook, einen bewegenden Artikel gelesen, in denen der Autor, selbst homosexuell, darauf pocht, dass das kein Anschlag auf „unsere gemeinsame Lebensart“ war, sondern auf die der Homosexuellen. Die Begründung ist gut: Der schwulen Club ist der Ort, an dem homosexuelle Männer (oder auch lesbische Frauen) sich endlich frei fühlen können, ohne sich beobachtet und in eine Ecke gestellt fühlen zu müssen. Der Gay-Club als „sichere Zone“, in welcher man Vorurteilsfrei der sein kann, für den man vor der Tür verspottet oder wenigstens belächelt wird. Und mit dem Anschlag auf diese sichere Zone hat der Mörder versucht den Menschen  die letzte Sicherheit zu nehmen, an Orten, in denen sie sie selbst sein können.

Wie gesagt, eine gute Begründung.

 

Ich bemängele dennoch die Ausgrenzung der Anteilnehme, die einem normalen, mitfühlenden Hetero wie mir da entgegentritt. Natürlich hat der Autor Recht. Und er hat allen Grund um wütend zu sein und hier eine konkrete Linie zu ziehen: Überall ihr mit euren Vorurteilen und Klischees – hier wir. Das macht alles Sinn.

Anteilnahme sollte man dennoch nicht ablehnen.

 

Im Normal- und Glücksfall werde ich niemals spüren, wie es ist vergewaltigt zu werden, wie es ist in einem Krieg zu leben, wie es ist wenn Freunde und Familie einen gewaltsamen Tod sterben. Ich werde so Gott will niemals wirklich hungern müssen. Oder von Fremdenhass verfolgt werden. Ja ich weiß, ich, du, wir haben sehr privilegierte Leben. Auch wenn der eine oder andere zu einem besonderen Kreis zählt. Dem Kreis der Geschändeten. Dem Zirkel der Verachteten. Der Gruppe der Traumatisierten. Ich will das jetzt nicht auf „jeder hat seine Last zu tragen“ herunter brechen, ein wenig geht es dennoch darauf zu.

Das Problem an diesen Kategorisierungen ist nur, dass durch dieses Grüppchen-Denken andere ausgeschlossen werden. Wisst ihr, ich weiß nicht wie es ist ihr zu sein, wie könnte ich? Dabei weiß ich dennoch wie es ist, ein empathischer Mensch zu sein.

Schmerzen und Leid definieren dich. Sie stellen dich abseits und in diesem Abseits stehen noch andere Menschen und ja, mit ihnen kann man geschlossen gegen die Gesellschaftlichen Konventionen an leben, um das zu sein, was im Prinzip jeder von uns ist: Normal. Jeder auf seine Art. Das ist ja auch etwas Gutes. Die Gruppe gibt Zuspruch, Halt und du findest Gleichgesinnte. Man sollte sich nur nicht in seiner Gruppe abschotten und sich – auch wenn man es auf der einen Hand natürlich ist – für etwas Besonderes halten und dadurch wieder Leute ausschließen, denn das ist die Kehrseite der Medaille: Auf Ausgrenzung erfolgt in einer Minorität nur wieder Ausgrenzung der Majorität und so sollte es nicht sein. Wenn Menschen Anteilnahme, ehrliche Anteilnahme ablehnen, stoßen sie den Anteilnehmenden vor den Kopf: Und stoßen ihn in die falsche Richtung. Auf bedingungslose Akzeptanz und Anteilnahme sollte man eben genauso damit reagieren. Denn wenn wir die Schmerzen, das Leid und die Schmach nur für uns und unsere Gruppe postulieren, stoßen wir die anderen von uns fort, was einen Teufelskreislauf zur Folge hat.

 

Ja. Nein. Ich werde es zum Glück nie erleben meine Sexualität unterdrücken und verstecken zu müssen. Das macht mich zu einem glücklichen Menschen. Dafür bin ich dankbar. Und ich weiß dass es bei manchen von euch nicht so ist. Aber deswegen sollten wir uns dennoch gegenseitig erlauben, mitfühlend mit den anderen zu sein. Denn der Mangel an Mitgefühl für uns (auch für uns selbst) treibt uns nur weiter auseinander. So wie es jeden einsamen Versager, der später als Amokläufer endet, von uns weggetrieben hat.

Mangaloide Ladyboys

Im Sinn hatte ich eine schwarze Schönheit wie Josephine Baker, mit umgeschnalltem Dildo. Am Ende einigten wir uns auf einen thailändischen Ladyboy Anfang 20. Zierliches, umwerfend hübsches Gesicht, designt und von uns ausgewählt nach allen Kriterien der Schönheitsindustrie. Feste Brüste. Perfekte Taille, wie sie in Europa nur ein 13 jähriger Junge haben würde. Knackiger Hintern. Und natürlich. Ein kleiner, aber dann doch vorhandener Penis.  Ein Ladyboy ist keine Frau mit umgeschnalltem Dildo. Es ist ein Mann mit aufgeschnalltem Frauengesicht und man muss schon als Kerl drei Semester „Amnesia“ studiert haben und eine große Leck-mich-am-Arsch-Mentalität besitzen, um über diesen eindeutigen Umstand hinwegsehen zu können. Dabei bin ich so tolerant. Stehe auf queere Musik. Feierte Peaches und ihr „Peaches Christ Superstar“ total ab. Lache über die gängigen Mann/Frau-Bilder meiner Artgenossen (wobei ich auch einmal erwähnen muss dass die Frauen in meiner Umgebung ein konservatives Sexualverhalten an den Tag legen, als die Männer, nicht beim Thema Promiskuität, da sind die Frauen uns Männern weit voraus, und wer weiß? Wahrscheinlich sind sie es immer gewesen.  Fällt das Thema jedoch auf gleichgeschlechtlichen Sex und die Umwandlung in ein wahres Geschlecht, sind die Mehrzahl der Frauen intoleranter als die Männer. Wenigstens die in meiner näheren Umgebung. Da wird dann ganz viel „Iiiiiiiiiiii“ gekreischt, kein Wunder, denn wenn die Frau was die Promiskuität anbelangt die neuen Männer sind, fühlen sie sich in ihrer Weiblichkeit bedroht – darüber kann man auch mal nachdenken). Und doch ist es was ganz etwas anderes liberal, aufgeschlossen oder was auch immer zu sein, als Sex mit einem Kerl zu haben, auch wenn er aussieht wie eine japanische Pop-Sängerin mit Kulleraugensyndrom. Hier wird der Manga zum Mangaloiden.

Es ist heiß hier in Thailand. Verdammt heiß. So heiß, dass sich mein Cappy wellt, denn ich trage eine „Vinyl-Cap“ aus Augsburg, ein Basecap dessen Schirm aus einer Schallplatte besteht. Und das sieht komisch aus, so komisch, wie ich mich gerade fühle. Wie ich hier in einem Café mit meiner Freundin sitze und darüber nachdenke, wie es wohl ist mit ihr und nem Ladyboy ne Nummer zu schieben.

„Ist ja nur Sex“; komische Phrase, denn was führt zu mehr Verwirrung, Streit und sogar zu Todschlägereien als Sex?

Ich weiß gar nicht ob ich mich in meiner sexuelle Identität bedroht fühle. Oder ob ich mich freuen soll. Komisch. Darüber hat mir die Pornografie, diese größte Wissenschaft die ich wie jeder andere Kerl mit DSL (wenn man denn eins hat 😉 ) akribisch studiert habe, nie etwas erzählt. Da ist die Wissenschaft ganz Religion, wenn man das ausblendet, was nicht in die reine Lehre hineinpasst…

Es ist heiß hier. Es ist schön hier. Und ich bin verwirrt.

Peaches – Rub (Uncensored Music Video)

Bin mal gespannt wie lange ein Video auf Youtube ist, in dem sich Peaches einen Penis in ihr Gesicht peitschen lässt – wenn man dieses Video aber mit dem Hard-Core-Video von Rammstein vergleicht, ist dieses natürlich viel cooler, kreativer – und geiler 😉

 

und hier mal die zensierte Version, falls die andere bald weg ist…

Discopumper

Sieht man sich die heutigen männlichen Jugendlichen auf einem „Rave“ (Unwort) an, sehen sie aus wie aufpumpte, überstylte, homosexuelle Proleten-Langweiler aus den 90gern.

Es ist fast so, als hätten sich die Stylisten der Gegenwart, die Gogo-Tänzer aus alten Love Parade Umzügen als Vorbild genommen, um der Jugend von heute ein Idealbild von Männlichkeit vorzugaukeln, um zu sagen: So hat man auszusehen. Leider wurden diese „Parade-Menschen“ in den 90gern vom Fernsehen dafür bezahlt um so auszusehen, und so sehen die Jungen heute aus: Wie vom Fernsehen gekauft. Von RTL 2.
Und wie es so will hat die Jugend für sich selbst einen ironischen Begriff parat: Discopumper. (sprich Jugendliche/Männer, die nur ins Fitness-Studio gehen um ihre Muskeln für die Disco aufzupumpen)

Homosexualität ist nichts Besonderes mehr, gut so! Die Rechte wurden hart erkämpft und schwer verdient. Und kaum jemand würde heute noch den heilsamen und kreativen Einfluss von queerer Mode und Lebens-Stil auf unsere Gesellschaft leugnen. Wieso aber muss man als Hetero sämtliche männliche Attribute über Bord werfen und diesem queeren Chick huldigen? Wieso will man überhaupt wie ein „Berlin – Tag & Nacht“-Prolet aussehen?
Oder anders gefragt: Wenn man schon Vorbilder braucht um sein Ego zu definieren (haha), wieso sucht man sich keine richtigen?

Es geht nicht darum als Mann wieder mehr Macho zu sein. Das ist zu kurz gedacht. Männer sind mehr als nur Weicheier oder Machos, ganz egal was dir dein Testosteron einflüstert.
Männer sollten komplett sein.

Das Problem mit den Discopumpern ist leider, dass sie sich stylen wie Homosexuelle, und sich dabei fühlen wie Machos, ja, Homosexuelle nicht einmal als Menschen zweiter Klasse durchgehen lassen und verspotten, wenn auch nicht mehr so krass wie ihre großen Brüder davor… Die Verpackung ist mal wieder nicht der Inhalt.

Der Look von Männer und Frauen wird sich immer ähnlicher. Das finde ich im Prinzip sehr gut. Wieso aber muss das Mittelding zwischen Mann und Frau die gestylte Schlampe sein – und nicht ein Hybrid mit Stil und Klasse?
Ihr tragt Esprit – habt aber keinen…

Fitness ist ne gute Sache. Man sollte aber nicht nur Gewichte stemmen, sondern auch ein paar Bücher. Hört doch mal ein paar Hörbücher auf dem Stepper…