Gute Soldaten

Die Männer meiner Generation scheinen gute Soldaten auf den Schlachtfeldern der Ehe zu sein. Denn immer wieder höre ich Geschichten darüber, wie sie sich auch unter schwierigsten Umständen zu der Ehe mit ihren Frauen bekennen. „Getrennt“ wird sich meistens von weiblicher Seite aus. Das soll nicht heißen, dass es im Umkehrschluss die bösen Frauen sind, die die guten deutschen Ehen kaputt machen und ihren Egoismus durchziehen. Zum Unglück Zweier gehören meistens mehr als die beteiligten zwei Personen. Dennoch und trotzdem höre ich von vielen verlassenen männlichen Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern, dass sie, obwohl sie betrogen und/oder verlassen wurden, weiter zu ihrer Frau stehen, deshalb der Ausdruck der „guten Soldaten“; in guten wie in schlechten Zeiten, bereit Verletzungen zu verzeihen und weiter einer höheren Sache zu dienen.

Wenn man sich diese angeknacksten, manchmal sogar gebrochenen Persönlichkeiten ansieht, fällt es mir schwer eine Lanze für den Feminismus zu brechen und den „starken Frauen“ weiter zu applaudieren, nur, was ist eine „starke Frau“? Ist ihre Selbstbestimmung der einzige Grad-Messer ihrer „Stärke“?

Als überzeugter Humanist finde ich, dass starke selbstbestimmte Frauen menschlich bleiben sollten in ihrem Umgang mit ihrem Umfeld, denn wie man mit seinem Ex-Partner umgeht, ganz gleich ob man eine Frau oder ein Mann ist, ist das wahre Abbild eines Charakters. Wie wir mit Menschen umgehen, die wir nicht mehr lieben doch einmal geliebt haben, zeigt an, was für Menschen wir wirklich sind. „Starke Frauen“ haben für mich eine faire, rücksichtsvolle Haltung. „Starke Männer“ ebenso. Respekt kann man nicht nur einfordern. Man muss ihn auch geben. Denn sich auf Gedeih und Verderb durchsetzen zu wollen, ist  auch ein Zeichen von Schwäche.

Manche Beziehungen müssen enden. Und Verletzungen wird es immer geben.

Viele der Männer die verlassen wurden, lassen sich gehen. In Folge dessen werden sie von ihrem Umfeld als „Weicheier“ bezeichnet. Ich weiß gar nicht warum man immer stark und dominant sein muss. Sei es als Mann oder Frau. Lieber doch ein ehrlicher Mensch in seinen Gefühlen und angreifbar, als ein Arschloch.

Dann immer dieses Ding mit der „Selbstverwirklichung“. Kann denn Selbstverwirklichung nicht auch bedeuten seinen Partner zu lieben? Reicht das denn nicht? Und wieso wird diese Liebe dann als Unterwerfung und Schwäche gedeutet? Nur, weil sie ein anderer ausnutzen kann? Das ist doch keine Schwäche. Das ist Hingabe. Und zur Hingabe gehört mehr Mut als nur an sich selbst zu Denken und dies dann als Stärke zu begreifen. „Mut“ und „Schwäche“ tauschen ebenso oft die Seiten der Wahrnehmung, wie die Begriffe „Glück“ und „Unglück“.

Die dunkelsten Männerphantasien

Was hast du getan?

Man soll nicht in der Vergangenheit leben. Immer nach vorne schauen. Nicht zurück. In alten Wunden stochern hilft nicht. Wem nützt es schon in weißen, äußerlich verheilten Stellen auf der Haut herum zu bohren? Der Zugang ist verschlossen. Die ehedem freiliegenden Nerven haben sich regeneriert. Das Ereignis ist nur noch Erinnerung. Und als es geschah, fühlte es sich gar nicht so schlimm an. Taten werden erst durch ihre Konsequenzen wichtig.

Warum hast du es getan?

Wieso muss es eigentlich immer schwerer sein in der Gegenwart zu leben oder in die Zukunft zu blicken, als zurückzuschauen? Kann die Vergangenheit denn nicht endlich aufhören? Das ist der Grund, weshalb die Menschen jung bleiben oder es wieder werden wollen, denn „Jung sein“ heißt, nicht die Konsequenzen durchlebt zu haben.

 

Sie hatte es für Geld gemacht. Und ja, natürlich hätte man sein Geld auch anders verdienen können, nur wie? Dieses „du hättest auch was anderes machen können“ ist für außenstehende Dritte immer leicht daher gesagt. Über andere zu urteilen wenn man sie weder kennt noch versteht, ist mit das geläufigste und dümmste Merkmal der Menschen, denn die Leute wollen damit sagen: „Ich habe und hätte es anders gemacht.“  Dabei haben sie sich weder in der auslösenden Position befunden, haben nicht die gleiche Vergangenheit geteilt, noch besitzen sie die Fähigkeit, sich in andere Lebensformen hineinzuversetzen. Es gibt Situationen und Stationen in einem Lebensweg, in welchen dir alle anderen Türen verschlossen erscheinen und du dich zwangsläufig dafür entscheiden musst, das sogenannte „Falsche“ zu tun. Dein Gefühl dabei ist weder gut, noch machst du dir eine Hoffnung darauf, stolz auf das zu sein was gerade passiert. Hier. Ist die Vergangenheit ein Hoffnungsanker: Irgendwann endet jede Situation. Und mit den Konsequenzen kann man doch leben, oder? Die Tat liegt doch schon lange zurück.

 

Sie kann die Vergangenheit auch kleinreden.

Ein  Filmchen als Hauptrolle war es gewesen. Und wenn man sich durch die Umsonst-Portale im Internet klickert, sieht man es unzählige Frauen und Männer tun. In Wahrheit tun sie es die ganze Zeit. Immer und überall. Die natürlichste Sache der Welt. Und hier waren nun einmal ein oder zwei Kameras dabei. Das ist kein Big Deal. Das ist „business as usual“. Die Leute am Set waren nett, höflich, alle taten so, als wäre jeder mit jedem sympathisch und irgendwo stimmte das irgendwie. Es wurde viel Gelacht beim Dreh. Eine kleine Produktion von kleinen Leuten, für kleine Leute. Eine private Phantasie, semiprofessionell aufgezogen, eine Spinnerei und das Geld war gut und schnell verdient und selbst wenn sie ihre Würde ein wenig ablegte, kam sie sich direkt danach nicht ENTWÜRDIGT vor. Ach was. Die normalste und älteste Sache der Welt und wäre das Szenario nicht so gewesen wie es war, hätte sich auch kein Mensch daran erinnert. Wirklich. Niemand. Gar keiner… Es hätte einfach keine Rolle gespielt. Menschen beim Sex für Geld  zu filmen ist schon lange und zum Glück kein Politikum mehr.  Und weshalb muss jeder Trottel denn immer die Phantasien von anderen dermaßen überbewerten? Hat das denn nicht in Wahrheit damit zu tun, dass diese ach so moralischen Menschen, diese verklemmten Anstandsjuristen, diese „Das-musst-du-doch-genauso-sehen“-Typen, sich für ihre Phantasien schämen, oder nein! Ja! War es denn nicht so, dass sich diese LEUTE dafür schämten, GAR KEINE Phantasie zu haben?

 

Das Drehbuch… Sind wir doch einmal ehrlich: Wer interessierte sich denn bei dem Kram wirklich um das DREH-BUCH? Und am Ende wird geheiratet – oder was? Blödsinn… Es war für sie schon schwer genug die SACHEN überhaupt zu tun. Spielte der Rest dann überhaupt eine Rolle? Gut, dann war sie eben nicht professionell bei der Aufnahme gewesen und war sich nicht über die unmöglichen FOLGEN klar gewesen. Na und? War das denn in dem Fall nicht etwas Gutes kein Profi zu sein? Sie wollte es nur hinter sich bringen. Und die Stimmung am Set war gut gewesen… Und die Menschen freundlich…

Der Film zeigt nun einmal nicht die Wirklichkeit, nicht das was geschehen ist. Der Film entsteht eben erst im Schnitt. Wenn man das weiß, kann man keinem Schauspieler – und das war sie doch gewesen – einen Vorwurf machen.

 

Und der Markt verlangt nun einmal nach neuen Dingen. Und diese Produktion war bei Gott nicht die einzige, die nach dem Fall Natascha Kampusch mit den Vorstellungen der Männer spielte, was all diese Jahre in diesem Kellergefängnis wohl geschehen ist. Gewalt in sexuellen Filmen ist ohnehin ein wichtiges Thema und darüber gehört viel mehr gesprochen, als über sie und ihre Rolle. Es macht eh keinen Sinn die ganze Schuld bei ihr und ihrer fiktiven Figur abzuladen. Sie hatte es nur der Geldes wegen gemacht und ja VERDAMMT, heute würde sie das auch nicht mehr machen, nur damals… Da…  Da hatte sie keine andere Hoffnung. Hatte nichts gelernt. Nichts gehabt. Niemanden… Was hätte sie denn machen sollen? Nein, nun wirklich! Was hätte sie denn machen sollen?

 

Ab da war sie immer die Frau geblieben, die auf den Kampusch-Zug aufgesprungen ist. Die die Situation, die Qualen der armen Frau ausgenutzt hatte. Sie wurde zu der, die sich daran bereichert hatte. Aber wie bitteschön sieht denn diese BEREICHERUNG aus? War es denn in Wahrheit denn nicht so, dass diese Geschichte, diese Geschichte von dem entführten und entkommenen Mädchen und die Geschichte von ihr, der jungen Frau der keine andere Möglichkeit blieb und das nachzustellen hatte, was sich der Regisseur und der Drehbuchautor ausdachten, dass das doch eigentlich die gleiche Geschichte ist, die immer gleiche Geschichte davon, dass Frauen von Männern unterdrückt werden damit diese, und alle Männer die davon hören, ihre Phantasien ausleben können und damit Frauen entwürdigen und unterdrücken?… Wer hat denn eine Wahl? Wer hat denn ein gutes Elternhaus? Wer wird geliebt? Und wer geht denn nicht unter aller Augen verloren? Und warum muss das immer wieder und wieder so sein? Und wieso tut niemand etwas dagegen? Weshalb bezahlen die Leute sogar Geld dafür? Bis sie dich auf Youporn gar nicht mehr wahrnehmen zwischen all den Leibern und Grimassen, zwischen all den Karikaturen ihrer selbst. Mit Stolz hat das gar nichts zu tun… Wer nicht in dieser Situation ist, weiß gar nicht was Stolz und Würde ist. Wie kann man nur über sie urteilen, nachdem sie das durchgemacht hat?

 

Der Sturm hat sich gelegt. Die Medien mit ihrer scheinheiligen Moral sind woanders hingezogen. Neues Drama. Neues Leid. Neue, unverbrauchte Gesichter. Und objektiv betrachtet war ihre Woche Ruhm im Rückspiegel der unendlich gigantischen Medienmaschinerie keine große Sache. Nicht einmal eine Randnotiz. Für eine Frau auf sich alleine gestellt, kam es einer Exekution gleich. Dieses Signum geht nie wieder weg.

Du bist was du getan hast. Und in einer Welt in der nichts mehr vergessen wird, bist du gut beraten, so zu sein wie alle anderen auch. Die auf andere zeigen. Und selbst niemand sind.

Grob verschätzt (Guerilla)

Ich glaube ich werde jetzt hin und wieder mal einen alten Text aus dem alten Blog reposten. Einfach weil ich ihn mag.

„„Es gibt doch nur zwei Sorten von Frauen: Schlampen, und solche, die es nicht besorgt bekommen. Also hässliche Schlampen““, dazu lacht er, wie Arschlöcher lachen: Ihr wisst wie……
Ich habe eigentlich gar keinen Bock um mit dem Typen zu Reden, doch es ist ja für einen guten Zweck, oder? Nun. Was macht man nicht für Freunde?
„„Frauen wollen Abenteuer, einfach, weil sie langweilig sind. Nicht so wie wir Kerle!““ dabei lacht er und drischt mit seiner Tatze auf meinen nicht gerade schmächtigen Oberschenkel, dass es kracht. „“UND DANN rennen sie zu ihren Freundinnen und quatschen das Ganze noch einmal durch. Erst kauen sie dir Einen ab, dann kauen sie es noch einmal durch!!““
Wieder dieses Lachen…
Er ist wirklich schrecklich, doch deswegen hat er das nun auch nicht verdient…

Die Guerilla-Schneiderin hat Andre vor ein paar Wochen kennen gelernt. In diesem Hip Hop Laden, vlt erinnert ihr euch an die Geschichte. Die 2 sind dann in die Kiste, und dagegen würde ja nichts sprechen, doch er hat sie dann ziemlich kalt abserviert. Eine Kerbe mehr für ihn, trotz all seiner Beteuerungen und Versprechungen, die er ihr vorher gemacht hat.
Andre ist bestimmt kein hässlicher Kerl, dass muss ich ihm zugestehen. Er ist sehr schwarz, muskulös und groß, fast, wie aus einem Bilderbuch. Oder einem dieser Fassbinder-Filme. Er kam aus Marokko und spricht die deutsche Sprache fließend, nur wenn er bei Frauen Eindruck hinterlassen will, lässt er seinen Akzent durchkommen. Er mag Frauen. Ohne ihn wirklich zu kennen würde ich behaupten, dass Frauen für ihn dass sind, was bei mir die Drogen.

„“Und mit deiner Angela ist das auch nicht anders.“…“
„“Sie mag es nicht so besonders, wenn man sie ANGELA nennt.“…“
„“Jaja. Die SCHNEIDERIN. (Lachen: Muahaha) GUERILLA-SCHNEIDERIN!!! (Muahaha). Frauen gehören doch einfach nur an den Herd, bevor sie sich solchen Unsinn einfallen lassen. So einen Nonsens gibt es auch nur bei euch (Muahaha).““
Ich sage nichts, denke mir aber nur: „Ich würde mich ja nicht mit ihr anlegen… Wirklich nicht…“..
Wir trinken Bier, was sonst? Bier mit Schnaps – wie auch sonst?
Mir geht dieser ganze Wir-sind-Männer-Verbrüderungsnonsen ziemlich auf den Sack.… Warum einem Kerl vertrauen, nur, weil er Kerl ist? Nur, weil er mit einem ein, zwei Bierchen trinkt?
Ich dachte, das Zeug wirkt schneller……

„“Und dann so Einer wie ich (er bleckt die Zähne), ein Afrikaner…!  Dass ist es doch genau, was sie wollen! Bei mir ist genau da alles groß, wo es groß sein soll!““
Ich gähne. Kucke auf das Handy. Dann nicke ich. „Mhm.“…
„„Diese Fotzen!“…“
Da sehe ich (endlich), wie sein Blick trüber wird und er Probleme bekommt, das Bier auf den Tresen zu stellen. Er denkt sich nichts dabei. Ich schon.
„“Weißt du, bei uns kannst du so nicht mit Frauen umgehen. Aber hier…! Die WOLLEN es doch so, weil ihr Leben so langweilig ist! Als ich hier ankam dachte ich auch, dass meine Kumpels die Frauen ausnutzen, doch wer nutzt da eigentlich WEN aus? Immerhin bekommen sie etwas Exotisches. Und wenn ihr deutschen Flachwichser etwas Exotisches wollt, dann geht ihr in´n Puff.““

Mein Blick trifft ihn von der Seite, und er tut mir wirklich leid. Dieses wandelnde Klischee.… Oder bin ich etwa neidisch auf seinen Erfolg bei Frauen? Ich weiß nicht…. Vielleicht lief in meiner Erziehung etwas falsch, und ich respektiere die Frauen zu sehr.… Hoppla!… Jetzt werde ich wohl langsam auch betrunken…
Und schon (endlich!) kippt Andre um.

Ein paar Stunden später sitze ich vor der Glotze und sehe mir das Fußballspiel an. Wir sind in einer Wohnung von Freunden – Freunden der Guerilla-Schneiderin – und Andre liegt da drüben. Ich selbst habe nie GHB genommen, obwohl ich mir in meinem Leben schon jeden möglichen Mist gegeben habe. Doch irgendwie hat mit dem Alter die Experimentierfreudigkeit aufgehört. Meine Abenteuer sollen berechenbar sein, was sagt das über meine Abenteuer aus?…. Doch wo ich mir den armen Andre da drüben ansehen habe ich das Gefühl, dass Abenteuer manchmal auch einfach böse Enden. Das hier ist nicht Hollywood. „Nein verdammt“, denke ich mir bei dem Anblick, „dass ist bestimmt nicht Hollywood.“ Angeekelt wende ich meinen Blick ab.
Was die Schneiderin sich da ausgedacht hat, ist zu krass für meinen Geschmack. Doch. Sie wollte ein Zeichen setzen. Und das macht jetzt ihre Digitalkamera. Ich kann verstehen, dass sie wütend ist. Und wie ich dabei zusehe, wie die zwei Typen den armen Andre beackern, kann ich nur festhalten, dass die Schneiderin wirklich wütend ist. Ich korrigiere: Wütend war. Jetzt. Hat sie ein genussvolles, diabolisches Lächeln im Gesicht.

Liquid Extasy, oder GHB, ist die Vergewaltigerdroge. Nimmst du zu viel, oder mit Alk, haut es dich um. Das haben schon einige Typen bei armen Frauen eingesetzt. Das ist wirklich das Letzte was es gibt. Die Armen wissen gar nicht was ihnen geschieht. Manchmal erfahren sie es nur im Nachhinein. Durch Krankheiten oder Schwangerschaften…. Vergewaltigung ist einfach nur zum Kotzen. Ob Kind, Frau oder (wie in diesem Fall) Mann, es ist einfach das Hinterletzte. Und das sie das auch noch filmt, wie die zwei Typen es dem Andre besorgen – besser: Es sich an Andre besorgen – ist der Gipfel. Sie geht zu weit, schon wieder.… Vielleicht hat Andre es auch gefilmt, wie er sie gefickt hat. Ich weiß es nicht. Schüttle nur den Kopf und sehe weiter mein Fußballspiel an.

In manchen Kulturen wird die Männlichkeit sehr hochgehalten. Wer da als Homosexuell gilt, ist ein Opfer. „Vogelfrei“, wie man früher sagte.
Das Liquid habe ich ihr besorgt, aber, und das sage ich jetzt: „Das war das einzige Mal, dass ich bei so etwas mitmache“, sie nickt nur und grinst.
Es soll ein Mahnmal sein. Eine Revanche. Für alle Frauen, die er erniedrigt hat.
„Mir wird schlecht“, meine ich, und gehe. Zu Koji. Vielleicht etwas Musik machen. Einfach
Normalität finden…… In was für einer Zeit leben wir eigentlich?

Carola – die Suchende (Absolution, Figurenzeichnung)

Sind Menschen so wie sie sind? Oder werden Menschen zu dem gemacht, was sie werden? Wer trägt Sorge für die Entwicklung eines Charakters? In welche Freiräume kann ein Mensch stoßen, wenn ihm nur bestimmte gewährt werden?

 

Carola ist vielleicht nicht der stärkste Mensch den ich kenne, doch sie zählt zu neugierigsten. Und obwohl einige Verhaltensforscher  aus ihr typisches, fast klischeehaftes Benehmen für eine Person ihres Alters, ihrer Herkunft und ihrer Generation herauslesen würden, sehe ich in ihr nur ein Individuum, dass ihre eigenen Erfahrungen finden muss, dem es nicht hilft, ob sich viele ihrer Generation ähnlich verhalten, denn jede ihrer Entscheidungen und Kämpfe sind ihre Kämpfe, ihre Hindernisse, die sie bewältigen und gewinnen muss, auch wenn die Steppe ihres Schlachtfelds der Selbstverwirklichung von den Findlingen der verknöcherten Vergangenheit von anderen weites gehend bereinigt wurde.

 

Carola wuchs hier bei uns auf dem Land auf. Ich kannte sie, als sie noch ein Kind war. Und obwohl ihre große Schwester und ich den gleichen Freundeskreis hatten, ist es nicht so wie in den von Juli Zeh geschriebenem Dorf-Buch, nach welchem alles auf dem Land jeden angeht oder zumindest niemanden etwas  verborgen bleibt oder man gleich den Werdegang von jedem aufgedrängt bekommt. Mit den Jahren verlor ich sie aus den Augen. Eine Weile war sie nur die Freundin von Freunden. Und dann die Freundin von einem Bekannten, dem ich nicht viel Respekt zollte und es immer noch nicht mache. Wahrscheinlich, weil ich Männer viel härter aburteile als Frauen. Da ich weiß was es bedeutet ein Mann zu sein und meine Linie zwischen Verständnis und Unverständnis deshalb klar definiert wird.

 

Sie machte eine Ausbildung. Sie machte noch eine. Sie hatte ihren Freund. Das hätte es sein können. Manchmal ist es das auch einfach gewesen. Da spielt es auch keine Rolle ob man auf dem Land oder in der Stadt lebt. Kind und Haus. Das war es aber nicht. Die Beziehung ging zu Bruch und nein, in ihr zerbrach nichts wie der Singer und Songwriter in mir gerne texten würde, nur weil es gut klingt. Im Gegenteil. Sie wuchs daran.

Carola wollte mehr als die kleine Stadt sein, wollte hinaus in die große Welt, wollte Dinge erleben, austesten und ihre eigenen Grenzen kennenlernen. Dinge. Die man vor einigen Jahrzehnten ausschließlich Männern vorbehalten hätte und über die der restriktive Großvater in uns Dörflern nur missbilligend den Kopf geschüttelt haben könnte, wenn er sie in die gleiche Projektionskategorie wie Sarah verurteilt hätte. Carola aber ließ man die Dinge durchgehen, ohne sie gleich „leicht“ zu nennen. Denn Carola wirkte nicht „leicht“. Sie wirkte entschlossen. Auch wenn es immer schwer zu sagen ist, wozu eigentlich.

 

Sarah und Carola sind Freundinnen. Und so wie es mit Freundinnen ist, die nicht zusammen aufgewachsen sind, ist es schwer zu sagen, wie viel die eine in der anderen von sich erkennt, was da eigentlich verortet ist, dass die Menschen einander erkennen lässt. Vielleicht sieht Carola in Sarah genau das Gegenteil von der kleinen, kleinen Stadt, mit ihren kleinen Beziehungen und kategorisierenden, wenn nicht gar deklassierenden Beurteilungen.

Drogen spielten auch bei Carola eine Rolle. Und Frauen die gerne einmal konsumieren, die… Doch Drogen machen dich nicht automatisch zum Opfer. Sie sind nur Ausdruck für eine gewisse Unzufriedenheit. Für eine Sehnsucht, nach… Drogenkonsum ist ein Pendel, ein Seismograph, der – und das gehört bei jedem dazu, der gerne einmal was nimmt – eine Weile lang stärker ausschlägt. Das normalisiert sich in den meisten aller Fälle wieder. Daran wächst ein Charakter, wenn er nicht darüber stolpert und nie wieder in den richtigen Tritt kommt.

 

Carola hatte nach ihrer ersten und der zweiten Ausbildung sich dafür entscheiden, den zweiten Bildungsweg einzuschlagen, um das nachzuholen, was ihr in der Kleinstadt fehlte. Und doch kehrte sie immer wieder zurück zu uns auf das Land, um komplett zu sein. Später dann brachte sie die Stadt hinaus zu uns, auf die mathematisch abgezirkelten Felder, und zeigte ihr das Leuchten der Sterne.

 

Carola war immer auf der Suche gewesen. Und ihr Weg ist auch heute noch nicht beendet. Ist sie stark? Ist sie verwirrt? Will auch sie nicht erwachsen werden? Oder ist sie einfach nur das perfekte Beispiel dafür, dass die Biografien und Grenzen zwischen Frauen und Männern heute kaum mehr zu unterscheiden sind?  Vor einigen Jahrzehnten noch hätte es ihr an Möglichkeiten gefehlt, nach sich selbst zu können und ihr wäre es für immer verwehrt geblieben, bei sich selbst anzukommen. Auch ohne Kind. Dafür mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit.

Sarah – die Partymaus (Absolution)

Sind Menschen so wie sie sind? Oder werden Menschen zu dem gemacht, was sie werden? Wer trägt Sorge für die Entwicklung eines Charakters? In welche Freiräume kann ein Mensch stoßen, wenn ihm nur bestimmte gewährt werden?

 

Sarah ist der mächtigste Mensch den ich kenne. Das war schon immer so gewesen. Sarah hat diese Macht, diese Aura, die die Welt um sie herum krümmt. Die sie in diesem ganz besonderen Licht darstellt. Sarah ist schön, wenn nicht fast perfekt. Sarah ist das Schönheitsideal. Nicht eines dieser Schönheitsideale, die sich im Laufe der Jahrzehnte ändern, so wie es sich von großen Brüsten und breiteren, „weiblicheren“ Hüften zu schlanker Taille, breiten Wangenknochen und Laufstegsehnigen Schultern entwickelt hat. Nein. Sarah würde immer als Schönheit betrachtet werden, vielleicht mal mehr oder weniger. Aber ihre Schönheit würde die Jahrhunderte überstehen, ganz egal wie der Feminismus abgehen würde: Ihre fantastische Äußerlichkeit würde sie immer objektifizieren.

Das war schon in ihrer Kindheit so gewesen, ihrer Jugend, sowie auch jetzt, wo sie eine Frau in der zweiten Hälfte der 20ger ist, nur ebenso verloren an das Märchen von Peter Pan, wie es die „verlorenen Jungs“ in der Geschichte waren. Sarah ist nicht Wendy. Denn Wendy hat Peter Pan nie geliebt…

Sarah wollte nie erwachsen werden. Und ihr unbedingter Wille Spaß zu haben, machte aus ihr eine sehnige, blonde Drogenschönheit, ohne Kinder, ohne festen Mann und obwohl sie einen hatte, doch nie zu jemanden mit festen Wohnsitz. Sarah ist wie ein Groupie der Rolling Stones: Seit einer Ewigkeit on Tour. Bis die Tour der Lebensinhalt wird.

 

Sie wollte immer nur Spaß haben, so wie wir alle das wollen, und was spräche dagegen? Nur wenn einem durch das Aussehen alle Türen offenstehen und man überall in dunklere und hellere Ecken vordringen kann, verändert das einen. Die Macht wird zu einer Natürlichkeit. Und plötzlich wird man von seiner Umgebung „leicht“ genannt. So werden Menschen schnell beurteilt, die leicht im Leben voran kommen. Die Dinge geschenkt bekommen weil sie etwas ausstrahlen. Weil sie etwas bekommen können, was für uns unerreichbar ist. Sie werden zu „leichten Frauen“, da es für uns so unfassbar schwer erscheint, das Gleiche zu bekommen. Und ganz egal ob das stimmt oder nicht, solche Behauptungen können zu Prophezeiungen werden, denen wir nicht entkommen können.  Nur fragt hinterher niemand, ob zuvor die Henne oder da Ei da war. Später, war Sarah immer so gewesen.

 

Getuschelt wurde schon früh. Das ist die Kehrseite der Schönheit. Sie nennt sich „Phantasie“. Denn wer so aussieht, bei dem stellen sich die Jungs und besonders die Mädchen, alles vor. Ihr Urteil ist ebenso klar, wie vernichtend es ist. Sarah war für ihr Umfeld immer wie eine Griechische Göttin: Makellos und doch menschlich.  Viel zu menschlich. Personifiziert. Besonders wenn man ein Mädchen ist, das gerne Lacht. Und mit den „bösen Jungs“ (die wie immer nur die ein wenig „älteren Jungs“ waren, sich aber ganz böse fühlten und gaben) mitgeht. Die Phantasie der anderen machte Sarah zu dem, was sie noch gar nicht war. Das fing klein an.

Sarah war die Erste, die Jungs auf den Mund küsste. Sie war die Erste, die mit Zunge küsste. Und selbstverständlich war sie die Erste, die ihn in den Mund nahm.

 

Nicht dass Sarah selbst solche Geschichten über sich erzählte. Nein. Auf jeden Fall nicht zu Anfang. Aber was soll ein Kerl der mit so einer klassischen Schönheit intim wird, denn anderes erzählen? Der blöde Kerl muss die Schönheit auf sein Niveau herunterziehen. Er muss sie beschmutzen um in ihrem Licht nicht zu verglühen. So wurde geredet. Nach und nach. Mehr und mehr. Und irgendwann dachte sich unsere Sarah, dass wenn sie schon von keinem mehr als Heilige betrachtet wird, sie auch keine sein muss. Sie wollte Spaß haben, sich amüsieren und was sprach dagegen? War es denn wirklich so eine Bürde im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen? Sarah war nicht dumm. Kein Mensch ist wirklich dumm. Und nur ein anderes Weltbild als andere zu haben, macht dich nicht zu einer dummen Schlampe. Das sagen nur Leute, die neidisch sind, die sich einer komischen Moral unterwerfen, weil sie innerlich hässlicher sind als in ihrem durchschnittlichen Äußeren. Manche Leute wollen dich einfach nur mit Dreck bewerfen, um dich auf ihr Niveau herunterzuziehen.

 

Es ist  nicht leicht eine Schönheit unter den Gewöhnlichen zu sein. Es ist nicht leicht von jedem angestarrt und reduziert zu werden. Da spielt es auch keine Rolle ob man die Situation einfach als leicht und gegeben betrachtet, ob man über sie hinweg lächelt. Was einem auch wieder als gewisse „Begrenztheit“ ausgelegt wird. Schöne Menschen tun sich viel schwerer gemocht und als „authentisch“ betrachtet zu werden, als der Durchschnitt. Schönheit hat immer auch den Ruf der Falschheit. Und der Stumpfheit. Das mag sogar stimmen, nur liegt diese „Falschheit“ nicht in der DNA der Schönheit begraben. Die „Falschheit“ liegt darin, dass man das Richtige im Falschen ist. Die Perle im Durchschnitt. Und so wird eine Perle vom Pöbel gerne aus Unwissenheit und Verachtung als „Fälschung“ deklariert und deklassiert, ohne dass sie sich überhaupt die Mühe machen sie wirklich anzusehen. Es ist leicht darüber zu urteilen, was man niemals haben wird.

Deswegen mochte Sarah die Partydrogen. Nicht weil die Männer auf Drogen nicht weniger geil oder die Frauen auch nur ansatzweise weniger schnippisch und neidisch wären. Aber auf Drogen ist ab einem gewissen Punkt eh alles egal. Irgendwann kippt die Stimmung, alle fühlen sich gleich. Auf einer Situation unter Drogen, kann sich selbst eine Schönheit mit einem Normalo richtig normal unterhalten. Die Blödheits-Urteils-Schranke zwischen einander ist weg. Und du bist nur der, der du bist. Nicht einmal mehr Frau oder Mann. Es sind nur zwei Menschen die sich unterhalten. Die miteinander tanzen, rauchen, trinken… Es mag sein dass die Drogen Sarah nicht schöner machten, sie erlösten sie aber auch von ihrer Schönheit. Sie machte sie menschlich. Für sich und für andere. Wenigstens für eine gewisse Zeit.

Das Gegenteil von Sexismus ist Feminimus

„Dich haben sie schon voll erwischt mit ihren Feminismus-Scheiß, oder?“

Das Kokain tropfte ihm bei Sprechen aus dem Glatzkopf, bis sich kleine Bäche bildeten, die an ihm herabliefen und niedertropften. Ebenso wie vorhin in der Dunkelheit des Kinos.

Wir hatten uns am Kino-Dienstag den „Independence Day 2“ angesehen, einer der schlimmsten Filme die man sich als menschliches Wesen überhaupt geben kann, so Rand voll Dummheit angefüllt fühlte sich die maximale Blödheit an, die wir uns da im Provinzlichtspielhaus reinzogen.

Schon da maulte und krakelte der Hartz-4-Prolet ein paar Sitze neben uns in dem fast leeren Kino, über die Entwicklung der Gesellschaft ab. Lauthals. Als im neuen Trailer zum Star Wars Spin-Of wieder eine Frau die Hauptrolle spielt, was für den Typen gar nicht ginge. „In was für einer abgefuckte Welt leben wir überhaupt? Frauen können doch nichts!“ Sein debiles Gerede feuerte er aber in einer angenehmen Dosis ab, so dass man sich gut dazwischen erholen konnte, wohl auch sein von mir aus in etwa 6 Jahre alter Sohn, der nebendran die Welt von Papa Prolo erklärt bekam. Und ganz sicher nicht zum ersten Mal. Im Film war eine Frau Präsidentin, und von so „einer dummen Sau konnten ja nur so bescheuerte Entscheidungen getroffen werden“, und „was ein Blödsinn! Als könnten Frauen so Flugzeug fliegen!“ Komischerweise kommentierte der Möchtegern-Macho das schwule Pärchen im Film nur mit einem: „Der aus dem ersten Teil soll jetzt plötzlich SCHWUL sein? Na… Auch egal…“

Dabei war der Film wirklich, wirklich grausam schlecht. Sogar die Projektoren flimmerten nur ein extrem schlechtes dreidimensionales Bild an die Leinwand und wieder zurück auf unsere Brillen. Hier im Kino fühlte man sich mehr „Unter Haltung“, als unterhalten.

 

Im Auto auf dem Rückweg setzte mein stark schwitzender Freund nach: „Der Gegenteil von Feminismus ist doch Sexismus.“ Da musste ich dann wirklich lachen: „Wasn Blödsinn… Was wäre denn wenn Frauen sexistisch sind?“

Er fuhr einfach fort, wild mit dem ganzen Körper polternd, während ich am Fahren war: „Jetzt sag mir mal EINE Sache die Frauen BESSER machen als Männer! Nur EINE!“

„Also meiner Ansicht nach machen Männer die Dinge auch nur schneller, aber falsch. Frauen brauchen länger und bis dahin sind die Männer mit ihrem Murks auch schon fertig. Das relativiert sich.“

„Höhö.“

„Keine Ahnung wer Sachen besser macht. Macht überhaupt wer Sachen besser? Die Unis sind auf jeden Fall voll mit Frauen. Und das spricht doch Bände. Und warum nicht? Und weshalb sollte ich mir nicht Frauen ansehen, die die Welt retten? Ich meine. Ich habe mir 34 Jahre lang angesehen wie irgendwelche durchtrainierten Honks im Lendenschurz die Welt gerettet haben – und mit denen kann ich mich auch nicht mehr identifizieren seitdem ich 12 bin. Weshalb sollen jetzt nicht Frauen die Welt retten, solche, die keine Titten aber dafür Abitur haben könnten. Ich meine, wir werden ja nicht von vollbusigen Klischee Katzenbergers gerettet.“

„Da ist was dran. Aber der Film kommt sicherlich auch noch.“

„Welcher?“
„Dieser Katzenberger-Film.“

„Na und? Schlimmer als der Film gerade wäre der auch nicht… Ich finde intelligente Frauen sexy. Verdammt noch mal, ich finde sogar intelligente Typen sexy, wenn sie nicht den Klugscheißer geben. Fühlst DU dich etwa von Idioten angezogen?“

„Der Film war wirklich scheiße.“ Themenwechsel.

„Oh ja.“

„Der war wirklich der letzte Dreck. Ich war erst auf der Party von der ich dir erzählt habe. Promi-Party.“

„Ach ja, da wollte ich eh noch wissen was da herauskam.“

„Auf jeden Fall waren da Weiber. HAMMER-Weiber! Und ich bin da mit einer ins Gespräch gekommen. Und die: Super erfolgreich, unglaublich geil anzusehen und auch noch knapp größer als wir zwei.“

„Und wir sind ja nun wirklich eher die Spitze der Evolution.“

„Genau. Und wir haben dann da rumgequatscht und ich hab ihr erzählt, WARUM sie keinen Mann ab bekommt.“

„Die wollte das hören?“

„Brennend.

Und dabei ist es doch so offensichtlich. „Hör mal“, hab ich ihr gesagt, „Du siehst aus wie ein Model, verdienst mehr als die Kerle und bis noch einen Kopf größer als sie – was denkst du denn was die Kerle glauben, dass sie dir bieten können? Die haben ANGST vor DIR!“ Und da hat sie dann so geguckt. Ich glaube. Der hat noch nie jemand so die Wahrheit gesagt.“

„Aber du hast verdammt Recht Mann.“
„Klar habe ich Recht.“

„Aber muss ein Mann einer Frau immer was zu bieten haben?“

„Ja logisch! Mann!“

„Wieso? Frauen haben vielen Männer doch auch nicht viel zu bieten als gut auszusehen, und die Typen mit dem vielen Geld und den Gehirnmuskeln hängen mit denen rum.“

„Du meinst dass ein Mann sich prostituieren soll wie eine Frau?“

„Ich würde es jetzt nicht gleich PROSTITUIEREN nennen…“

„Mann, das ist doch sexistisch wenn ein Mann sich SO aufführen muss um ne Alte klar zu machen!“

„Ne mein Großer“, da muss ich lachen und klatsche ihm auf sein Knie, „Da ist Feminismus dann wirklich mal Sexismus. Wegen Gegenteil und so.“

Damisch

Ich bin mehr ein Sexist als ich von mir selbst annahm. Auf die Frage wie ich mich heute in der Arbeit  fühle mit meiner Gehirnerschütterung, kam mir nur das Wort „damisch“ treffend vor.

Damisch wird von „Dame“ abgeleitet und  bedeutet  (herzlich gemeint nur dennoch: ) „leicht doof“,  jedoch auch „schwindelig“.

Irgendwie  ist das Wort furchtbar dumm u zum Glück antiquiert. Einen gewissen Charme hat es leider doch… So weit bin ich also noch nicht in meiner Aufklärung wie ich dachte…