Wie die Bild-Zeitung aus schlechter Presse vermeintlich gute macht

Die Bild-Zeitung ist ein Propaganda-Organ – weiß jeder, ist nichts Neues und doch ist es immer wieder einen Blog-Eintrag wert, solange Springer gegen Menschen hetzt.

Vorgestern erschien also die „Bild-Zeitung“ ohne Bilder, als Reaktion der Redaktion auf die Kritik über das Abdrucken des Fotos über das tote Flüchtlingskind am Strand – jeder kennt das Foto inzwischen.

Ich selbst fand das Bild nicht so wild. Klar, es ist hat Symbol-Wirkung und steht für vieles was falsch läuft in dieser Welt (nicht nur die Flüchtlingspolitik Europas, da kommen auch noch andere Faktoren dazu), nur passieren leider überall auf der Welt weitgrausamere Dinge, nicht nur gegen viele wehrlose Kinder, sondern gegen noch mehr wehrlose Menschen an sich.

BILD hat das ganze Propaganda-mäßig ausgenutzt und sich in der Debatte zum Opfer stilisiert – das muss man auch erst einmal hinbekommen. Jetzt wirklich. Aus einem toten Kind eine verdrehte Image-Kampagne für sich selbst zu deichseln: Muss man a) erst einmal können und b) auch die Unverschämtheit dazu haben.

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Einen Tag später druckte die Bild-Zeitung in ihrer nächsten Ausgabe die Ausgabe vom Vortag noch einmal mit Bildern ab, im Mini-Format, mit tollen und stets pro-Bild Kommentaren von vermeintlichen Lesern dazu, dass man doch BILDER braucht für so eine BILD-Zeitung; da wird einem gleich richtig schlecht wenn man die Leute da sieht und hört, die sich für Bilder in einer Zeitung aussprechen, wobei jedem (ich wiederhole JEDEM) klar ist, dass es nicht um Fotos an sich geht, sondern um den Rücksichtsvollen Umgang damit.

(Meiner Meinung nach sollten viel mehr schockierende Bilder abgedruckt werden, das nur so nebenbei)

BILD hat also mal wieder die Bedeutung auf den Kopf gestellt und macht sich damit über die Intelligenz ihrer Leser lustig. Es verspottet sie sogar, denn so blöd ist nun hoffentlich keiner um darauf hereinzufallen.

Noch schlimmer wird es, wenn man sich das Foto von mir genau ansieht: Die Bild-Zeitung ohne Bilder, ist nämlich nicht ohne Bilder. Die Werbung haben die Herrenmenschen schön abgedruckt. Was zeigt: Am Ende geht es nicht um Pressefreiheit, um vorgetäuschte Demokratie oder der Anwalt des kleinen Mannes zu sein. Ums Geld geht´s. Natürlich. Und das spucken sie den Leuten auch noch ins Gesicht.

Soweit nur ganz kurz, das hat mich jetzt richtig geärgert. Wie dreist das ist. Ich muss weiter

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Schweigeminute – Hilfsaktion für Flüchtlinge

Das halte ich für eine gute Idee. Bei Amazon und I-Tunes kann man den „Song“ Schweigeminute kaufen – er enthält jedoch nur das was sein Titel aussagt: Eine Minute Schweigen.

Der Erlös der Aktion geht vollständig an eine Stiftung, die die Lebensumstände im Flüchtlingslager in Traiskirchen (in Österreich) verbessern will. Hier nachzulesen im Spiegel

Da mache ich mit. Schade das es so eine Aktion nicht auch in Deutschland gibt. Es ist aber auch egal ob man den Flüchtlingen in Österreich oder in Deutschland hilft – es sind Menschen die Unterstützung brauchen.

Hier geht es zur Aktion auf Amazon.