Das Selbstverständnis von FIFA, DFB, dem FC Bayern, und von Beckenbauer und Rummenigge

An Herren Rummenigge, der hoffentlich noch ganz besoffen von den glänzenden Quartalszahlen des FC Bayern ist:

 

Es spielt keine Rolle wie viele Titel Franz Beckenbauer für den DFB oder auch für den FC Bayern geholt hat, denn dadurch steht man nicht über dem Gesetz. Das ist typische FC Bayern-Arroganz überhaupt auf so einen Gedanken zu kommen – und das sage ich als Bayer und Fußball-Fan (wenn auch nicht von FC Bayern).

Niemand darf über dem Gesetz stehen, auch kein ehemaliger Bundeskanzler.

 

Sind wir froh über die WM 2006? Natürlich. War eine geile Zeit. Aber hätten wir die WM ausrichten dürfen, ohne  dazu in krumme und zwielichtige Geschäfte einzustimmen? Ich weiß nicht, bei einem durch und durch korrupten Verein wie bei der FIFA ist das zumindest fraglich.

Und nein,  ich denke auch nicht das die deutsche Wirtschaft ständig Exportweltmeister wird und sich dabei nie die Konten schmutzig macht, obwohl man in sehr viel Länder verkauft, in denen die Korruption Gang und Gäbe ist. Macht es das aber besser? Heiligt der Zweck die Mittel? Und gibt der Erfolg Recht? Wenn man nämlich dieser Form von Erfolg ständig Recht gibt, dann wird sich nie etwas ändern.

Desweiteren muss man auch mal sehen was dieses System der Bestechung mit Ländern anrichtet, die eben nicht so reich wie wir sind. Da sind wir schon wieder bei dem am meist gebrauchtesten, gängisten Argument überhaupt: Unser Reichtum ist auf dem Leid anderer Menschen aufgebaut. Oder glaubt irgendjemand wirklich, dass Entwicklungsländer und deren Wirtschaft mit Deutschland konkurrieren können, sei es auch nur im Bestechungsgeld-Ranking? Wie soll dort eine Wirtschaft entstehen, die ihr eigenes Volk würdevoll ernähren kann?

 

Rummenigge und all die anderen, die Beckenbauer oder Ulrich Hoeneß zur Seite springen und sprangen, spielen positive Emotionen gegen Recht aus. Das ist Populismus in Reinkultur. Was nicht besonders überrascht, wenn man ein Geschäft betreibt – Fußball – das zu 100 Prozent aus Emotionen besteht.

Da sieht man dann auch keine Sklaven mehr…

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