Mein Roman auf Bookrix

Hallo Jungs und Mädels. Oder Mädels und Jungs. Klingt vielleicht besser. Nach jetzt doch schon einiger Zeit offline vom Blog wollte ich mich mal wieder zurückmelden. Und Mann! Habe ich schon immer diese Beiträge in Blogs gehasst, wenn man einen alten Blog aufruft und sich da irgendein sonstwer „zurück meldet“. Nur. Um dann ganz von der Bildfläche zu verschwinden. Jetzt bin ich wohl genauso ein Trottel. Tatsache ist aber, dass ich inzwischen drüben bei Bookrix meinen Roman „Verlorene Jungs“ hochgeladen habe.

Bookrix hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Meine Frau hat mir davon erzählt, nachdem ich schon vom Kraftakt einer  Romanveröffentlichung  die Schnauze voll hatte. Denn. Die Verlage wollten ihn nicht. Was eigentlich okay ist. Würde ansonsten nur Qualitätsscheiß veröffentlicht werden – was meiner Meinung nach definitiv nicht der Fall ist. Oder aber der Ausdruck „Qualitätsscheiß“ trifft wie die Faust aufs Auge auf die Strategien und Bücher des Deutschen Büchermarktes. Das Zeug ist über weite Strecken so selbstverliebt (in Bezug auf Gestaltung, Branchenvisionen, wie – ganz schlimm – der grottige Inhalt), dass es für mich unlesbar geworden ist. Und ich dann doch irgendwie Bock hatte mein Werk irgendwie rauszuhauen. Nicht das ich erwarten würde damit viel Geld zu verdienen. Leider werde ich wohl noch ein paar Jahrzehnte ehrlicher Arbeit nachgehen müssen. Auch okay. Aber da wir zum Glück in Zeiten leben, in denen jeder seine eigene Vision eines Buches, Textes, Videos, Films, Sounds, was weiß ich veröffentlichen kann, fand ich es nur richtig meinen „Text zur Nacht“ in irgendeiner Weise online zu stellen. Und zwar nicht als Fortsetzungsromans. Sondern als abgeschlossenes Werk.

Auf Bookrix kann man seine Werke für die dortige Gemeinschaft online stellen oder verkaufen. Die Bookrix-Betreiber bieten es für ein paar Prozente auch an, euer Buch in alle möglichen E-Book-Vertriebe zu bringen. Wofür ich mich entschlossen habe. Natürlich ist das jetzt nur von meiner Frau und mir lektoriert – so what? Wenigstens konnte ich so meine Version der Wahrheit, meine Vision eines Romans online bringen. Natürlich beinhaltet das kleinere Fehler. Dafür zahlt man dann aber auch weniger Geld, als über 20 Euro für ein blödes Buch von Helene Hegemann (welcher Irre kauft denn so was?).

Klar.

Bookrix ist mehr auf (wie ich die letzten Tage bemerkt habe – das ist aber keine abschließende Meinung) junge Leute ausgelegt. Oder eher so Groschenromane. Ich will nicht sagen, dass ich da reinpasse. Das meine ich jetzt gar nicht abwertend. Das meiste was da steht, könnte ich gar nicht selbst schreiben. Aber. Ich habe halt eine andere Vorstellung davon, was ein Buch sein soll. Und deswegen passe ich da im Moment sehr gut hin. Weil ich da machen kann was ich will. Auch. Wenn die Themen dort  (viel Romantik und Fantasy) nicht meine sind. Gibt man da „Drogen“ oder „Techno“ ein – werden kaum bis gar keine Treffer in der Suchleiste angezeigt. Dann ist das halt so.

Hier im Blog will ich trotzdem aktiv bleiben. Na ja. Vielleicht ein wenig aktiver als die letzten Monate. Nächstes Jahr ziehen meine Frau und ich von einer Wohnung in ein Haus. Und vielleicht. Finde ich dort mehr Ruhe zum Schreiben als hier in der kleinen Wohnung.   Auf jeden Fall habe ich endlich Ideen wie es bei „Absolution“ weitergehen soll (da hatte ich gerade einen ziemlichen Hänger).

Soweit erst einmal.