Helmut Schmidt, der Passivmörder

(Das Plakat habe ich vor drei Jahren in Köln fotografiert)

In der Arbeit höre ich oft diesen Satz: „Helmut Schmidt hat auch geraucht wie ein Loch und wurde 96 Jahre alt.“ Für das Rauchen war der Mann bekannter als für seine Politik. Er rauchte immer so, als wäre es das Schönste und Geilste im Leben. Wo er wollte. Genüsslich. Von niemanden ergriffen, außer von sich selbst. Wobei sich mir immer die Frage aufdrängte, ob der Herr Ex-Kanzler Schmidt mit seinem demonstrativen Rauchen durch seine Schlechte-Vorbild-Funktion mehr Leute getötet hat, als er bei der Erstürmung der „Landshut“ retten ließ? Denn auch wenn der Schmidt mit seiner Raucherei fast 100 Jahre alt wurde. Sind möglicherweise (wer weiß es?) 1000de Leute durch seine Raucherei zum Weiterrauchen animiert worden. Klar. Am Ende entscheidet jeder selbst ob er raucht oder nicht (ich habe dieses Jahr noch keine einzige Zigarette geraucht). Dennoch. Kann man durch eine falsche Vorbildfunktion mehr Schaden anrichten, als dass man es im Leben wieder gut machen kann. Oder nehmen wir Stallone in Rambo. Stallone hat (soweit wir wissen) nie einen Menschen abseits der Leinwand getötet. Aber wie viele Soldaten haben ihren Helden Rambo nachgespielt und Leute niedergeschossen und sich wie er gefühlt?

Das könnt ihr jetzt lächerlich finden. Jedoch. Wenn auch nur ein Soldat wegen Rambo getötet hat. Und wenn nur ein Mensch sich wegen Schmidt zu Tode geraucht hat. Was sagt das dann über unsere Helden aus?

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s