Entwurf vs. endgültiges Cover "Verlorene Jungs"

Vor einem Jahr habe ich lange überlegt für welche Version des Covers ich mich entscheiden soll. Im Endeffekt wurde es dann die untere Ausgabe, da mir die obere als zu dunkel erschien.

Ich mache meine Cover nicht selbst, sondern lasse sie von einer Freundin einer Freundin anfertigen, die ich auch nur über das Telefon und Whatsapp kenne. Bei dem Thema Malerei und Gestaltung, bei dem ich selbst nicht fähig bin etwas brauchbares zu produzieren, muss man meiner Meinung nach auch die Zügel aus der Hand geben können. Mir war von vornherein klar, nicht genau das Ergebnis zu bekommen würde, wie ich es im Kopf hatte. Diese Freundin einer Freundin fertigt auch größtenteils Cover und Designs für Kinderbücher an – was man dem Cover von „Verlorene Junge“ auch stark ansieht. Dennoch hat sie sich gut an meine Vorgaben gehalten und ich bin sehr zufrieden. Auch wenn das Cover viel braver aussieht als das Buch tatsächlich ist.

Ich wollte eine ein wenig an van Gogh angelehnte Kleinstadt bei Nacht, über die Ecstasy-Tabletten wie Monde schweben (deswegen ein Herz, ein Halbmond, eine Sonne auf den Monden). Leider nur erkennen den Ecstasy-Vergleich die wenigstens Betrachter. Das ist einerseits ärgerlich, andererseits wollte ich keine zu platten und offensichtlichen Drogen-Abbildungen auf dem Buchumschlag. Eine Art künstlerischer Wert war mir wichtiger, als ein sofortiger „Ja eh“-Moment.

Sowieso würde ich es jedem einmal empfehlen einer wildfremden Person am Telefon zu erklären, dass man gerne Monde aus Ecstasy auf seinem Cover hat. Sie wusste nicht einmal wie Ecstasy aussieht. Das löste eine mega peinliche, wie ebenso lustige Gefühlsreaktion bei mir auch. Und auch sie hat herzlich gelacht. In ihrer Welt kommen Menschen wie ich nicht vor.

Mein Techno- und Drogen-Roman „Verlorene Jungs“ ist weiterhin umsonst auf Bookrix und in vielen anderen eBook-Shops über diesen Link hier erhältlich.