Gewalt gegen Männer

Boah war ich gestern/heute besoffen… Bin immer noch voll zerstört, am Limit. Dennoch will ich diesen Gedanken zu Ende bringen, den ich im vorherigen Eintrag aufgegriffen habe:
Wenn Frauen mit sensiblen Männer spielen, ihnen Hoffnungen machen, sie ausnutzen, nur um sich mit ihnen die Zeit zu vertreiben und ohne sich jemals wirklich auf sie einlassen zu wollen, dass das eine Form von Gewalttätigkeit gegenüber Männern. Ich weiß. Das klingt auf den ersten Moment lächerlich, weil dieses Verhalten komischerweise immer noch als unmännlich gilt: Wenn ein Mann einer Frau hinterherläuft und sich ausnutzen lässt, hat kaum jemand Respekt vor ihnen und sie sind auch von Außenstehenden ein Opfer von Spott – aber dennoch sind sie auch Menschen mit Gefühlen denen Gewalt wiederfährt, eine psychische.

In einer Gesellschaft in der weites gehend die Körperliche Züchtigung ausgerottet ist, werden andere Formen von Gewalt angewendet. Leider geht es selten ohne. Und wenn man den eindeutig körperlich stärkeren Mann seine physische Kraft nimmt, ist er meiner Meinung nach anfälliger gegen psychische Gewalt als die Frauen… Klingt jetzt nach einem jammernden Frauen-Hasser-Text. Nun. Das ist sicherlich eine Pauschalisierung, über die man trotzdem auch mal sprechen sollte.
Sensible Menschen sind an sich sind mehr von psychischer Gewalt bedroht – das liegt auf der Hand. Wenn man jedoch die physisch Schwächeren vor den physisch Stärkeren und deren Gewalt-Potential schützt und einen Verstoß dagegen nicht nur gesellschaftlich ächtet, es sogar staatlich verbietet, müsste das auch auf der psychischen Ebene eine Rolle spielen, hier ist aber die Grau-Zone zwischen dem was okay ist und was nicht viel unübersichtlicher. Und im Zweifelsfall nimmt man die Opfer nicht ernst. Ich weiß das, weil ich mich durchaus auch als Täter empfinde, jetzt nicht im sexuellen Spiel, in dem ich für die Raubkatzen der Weiblichkeit lange Zeit ein Opfer war, sondern im zwischenmenschlichen Geltungsdranggeschehen, wo ich viel zu oft viel zu hart gegen sensible Menschen ausgeteilt habe. War doch alles gar nicht böse gemeint. Die sollen sich doch nicht so haben… So läuft das. Man kann die Gewalt im Nachhinein herunter reden, da die Seele zwar blaue Flecken bekommen, wir das aber nicht sehen können.

Es ist ein schwieriges Feld. Was ist noch Flirten? Was ist Unsicherheit? Was ist ernstgemeint? Und was ist kalt und berechnend? Im Zwischenmenschlichen wird viel zu wenig gesprochen und dafür viel zu viel interpretiert und damit missverstanden. Und wie gesagt: Durch die Schönheitsindustrie wird der Mann ständig mit Reizen überflutet, die er nicht richtig einordnen und im ersten Moment gar nicht wirklich entschlüsseln will. Alleine auf den Gedanken dass es eine Metaebene im Auftreten einer Frau gibt, kommen die meisten Kerle nicht. Und nein, ich will jetzt natürlich auch nicht behaupten, dass es im Umkehrschluss okay wäre, wenn Männer ihre psychische Unterlegenheit mit physischen Mittel durchsetzen – keinesfalls!

Die Frauen suchen die Männer aus, in dem sie sich (wie in der Tierwelt) auffällig präsentieren. In unserer Gesellschaft entscheidet am Ende die Frau mit wem sie ins Bett geht und damit sind wir beim schönen Wort Entscheidungsgewalt gelandet. Durch ihre Selektion übt sie auf die Versager des Castings Gewalt aus, ebenso wie der Mann seine Kontrahenten um die begehrte Frau früher mit Gewalt ausstach (wortwörtlich). Da ist immer eine gewisse Form von Gewalt mit ihm Spiel, auch wenn die Frauen das so nicht sehen wollen, denn für sie scheint (ich bin ja keine Frau) das Ganze mehr ein Spiel als alles andere zu sein. Und jeder Mensch wird gerne begehrt – das kann man wiederum niemanden vorwerfen…
Es geht sogar schon so weit – wie ich es gestern/heute beobachtet habe – dass die Männern die der Ehre erliegen einer Frau den Hof machen zu dürfen, sich dadurch für Hengste und Aufreißer halten, obwohl sie es nur der Gnade des Weibchens verdanken überhaupt mit ihr reden zu dürfen. Und der Mann ist ein Idiot der sich gleich für den Geilsten überhaupt hält, für das Alphamännchen, und sieht gar nicht das er zwar der Außerwählte ist, es aber nur ist, weil die „Göttin“ das ab nickt wie der Imperator in der Arena, der über Leben und Tod entscheidet. Macht birgt immer auch Gewalt und je nach dem Grad des Verlustes ist es auch gewalttätiger Akt gegen den, der dank der Ungnade aus dem Spiel ist…
Wer Macht hat sollte damit weise umgehen…

Oder kurz gesagt: Ich bin froh dass ich aus dem Spiel erst einmal heraus bin, da ich in einer sehr, sehr glücklichen Beziehung stecke.

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