Anti-NATO-Demo zur Sicherheitskonferenz in München 2015

Dieses Jahr war auf der Anti-NATO-Demo anlässlich zur Sicherheitskonferenz der NATO-Staaten mehr los als die letzten Jahre, Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine. Ich bin zwei Jahre lang selbst überzeugt mit marschiert, die letzten Jahre schon nicht mehr und hätte man mich dieses Jahr jemand gefragt, wäre ich aus Überzeugung nicht mit auf die Straße gegangen, nicht weil ich die NATO nun als tollen Verein empfinde, sondern weil mir bereits im Vorfeld klar war (und wie es hier in der TAZ bestätigt wurde), dass eine differenzierte Auseinandersetzung zum Thema Ukraine nicht stattfinden würde.

Leute, ihr könnt gegen die NATO sein, gegen Krieg, das ist gut und Recht (das meine ich wörtlich), sich aber im falschen Umkehrschluss damit auf die Seite von Russland zu begeben, nur weil man gegen die NATO ist, ist so vollkommen verblödet und dumm, dass es fast nur zum Schreien ist; dabei sind es nicht nur diese Demonstranten auf der Straße, sondern zigtausende Leute in Deutschland die sich aus Wut über die Amerikaner und ihre eigene Regierung kategorisch auf die Seite Russlands stellen und wer so sehr die eigene Regierung und die normalen Menschen aus der Ukraine hasst, der kann meiner Meinung nach gern nach Russland gehen und dort das „bessere“ Leben als hier führen. Jedem seine Meinung, doch wenn diese nur aus blanker Wut und Enttäuschung besteht, aus purem Egoismus ohne Empathie, dann habe ich dafür kein Verständnis. Das sind nur „Gutmenschen“, die möglichst für sich die Welt gut haben wollen, für ihr eigenes Leben Didaktisches Denken sollte jeder von uns drauf haben und auch den Willen es anzuwenden.

Ich bin und war nie ein Fan von Angela Merkel, ihre Ukraine-Politik finde ich indes gut – nur sollte sie Waffen an die Ukraine liefern. Früher oder später werden sie ohnehin von Ländern aus Osteuropa geliefert werden, da diese Länder Angst haben vor Russland, davor, wozu Russland in der Vergangenheit fähig war. Und jetzt kommt mir nicht mit der „Deutschen Vergangenheit“. Das kann man nicht vergleichen. Deutschland ist nicht das Land, dass es vor 70 Jahren war, doch Putins Russland gebärdet sich seinen Nachbarn gegenüber so (man denke z.B. an Ossetien), als wäre wir noch in Zeiten der Sowjetunion. Diese Zeit aber ist vorbei und Russland hat kein Recht in einem souveränen Land Krieg zu führen. Da brauchen unsere „Intellektuellen“ gar nicht von „Kultureller Verbundenheit“ und Zugehörigkeit mit der Ukraine sprechen, denn die Sowjetunion ist vor bereits 20 Jahren zerfallen, die Ukraine ist ein eigenständiger Staat und lehnt in Angedenken der Verbrechen die die Russen nach dem zweiten Weltkrieg (wie fast alle ehemaligen Sowjetstaaten) Russland ab. Und noch mal zum Mitschreiben: Russland ist nicht die Sowjetunion!
Putins Russland wird nicht vom Westen militärisch bedroht, sondern durch seinen Freiheitlichen Lebensstil und davor, dass dieser Wirkung beim eigenen Volk zeigt – ich weiß, ich wiederhole mich, doch das kann man wohl nicht oft genug sagen.

Wir überlegen übrigens dieses Jahr Kiew zu besuchen. Und ihr könnt mich jetzt schon warnen vor den ganzen ultranationalen Extremisten die ich dort treffen werde. Komisch… In Russland, Frankreich, Griechenland und Deutschland demonstrieren ständig die Ultrarechten – von solchen Demos habe ich in der Ukraine nie gehört…
Das ist noch nicht fix, mal sehen was der KRIEG so macht und welche Möglichkeiten einem da so bleiben. Fakt ist: Die Ukraine ist meiner Meinung nach das interessantes Urlaubsland der Welt. Wenn man nicht gleich Angst haben muss erschossen zu werden. Scheint ja ohnehin ein beliebtes Urlaubsziel zu sein: Die Russen sind schon da.

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2 Gedanken zu “Anti-NATO-Demo zur Sicherheitskonferenz in München 2015

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