The/Das live in der Zeche Carl (in Essen), der 23.10.2014

Seit letztem Jahr ist es bei uns Tradition geworden um meinen Geburtstag herum auf ein Konzert einer Band zu gehen, die man nicht aktiv hört. Letztes Jahr hatten wir da schon viel Spaß bei „Cäthe“ in Dortmund, dieses Mal waren wir bei „The/Das“. Die klangen auf Youtube nicht schlecht, auch wenn es nicht total unser Sound ist, ein wenig zu verträumt, doch echt anhörbar.

Nach dem Urlaub und dem Kulturprogramm hatte ich so richtig Lust auf Feiern und es belustigte und motivierte mich eher, dass nicht viele Leute da waren. So sah es um 8 zum eigentlichen Konzertbeginn aus:

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So während des Konzerts:

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Schon vor dem Konzert versuchte ich von dem Sänger ne Kippe zu schnorren (Nicht-Raucher, hmpf, bestimmt auch Vegetarier :)) ) und ich merkte das ich gut drauf war. Der Jägermeister floß nur so Zack! Zack! rein und ich hatte keine Lust mich darin bremsen zu lassen; am Ende war ich wirklich ziemlich betrunken. Doch ich fühlte mich Pudelwohl in dieser Club/Konzert-Atmosphäre. Das ist nun einmal der Ort von dem ich komme und an dem ich mich zuhause fühle. Hier kenne ich mich aus. Hier fühle ich mich wie jemand.

The/das essen 2014

Die „Zeche Carl“ ist ne nette Event-Location und wir waren dort bei der zweiten, der kleineren Bühne, was bei den 40 Hanseln die auftauchten auch genügte. Wie auf den Fotos zu sehen ist war da der typische Achtungs-Abstand zwischen Publikum und Bühne, den nur ich gegen Ende total überschritt, vorher wurde in erster Reihe getanzt, exponiert, immer wieder rannte ich zum super sympathischen Barkeeper, mit dem ich mich „anfreundete“; der stellte mir schon wenn er mich sah sofort grinsend einen Jägermeister hin. Total sympathisch.
Danke noch mal für die Kippe 😉

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Ihm erklärte ich auch, dass ich weder die Band kannte, noch aus Essen käme – während ich fast als Einziger die Band auf der Tanzfläche total abfeierte: Ich jubelte und klatschte als Erster und am Lautesten nach den Stücken; die Band schien auch ziemlich verunsichert zu sein. Nicht wegen ihrer Musik, die performten sie echt gut, sondern zwischen den Stücken war nur betretenes Schweigen (einmal fragte der Mann in den kurzen Hosen zwar: „Seid ihr gut drauf?!“ Und mein gebrülltes „Rauchen!“ erntete nur Verwirrung, er: „Rauchen?“ Dabei war das als Anspielung zum vorherigen Treffen gemeint…) Es herrschte fast immer peinliche Stille, in der ich immer wieder zu der Tonne zurückging wo meine Superfrau und mein Bier stand – oder ich holte mir gleich einen Jägermeister (ich habe innerhalb von 2,5 Stunden 60 Euro versoffen….). Einmal sagte ich beim Umdrehen in das Vakuum, mehr zu mir als zu anderen, ein zufriedenes, nicht überragend anerkennendes „Ist doch gut“, worauf die Band zu Lachen begann, wie sie das so hörten.

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Getanzt habe ich aber auch viel. Natürlich auch die tolle Frau an meiner Seite, mit der ich überall hingehen kann, die auch mal ein Bier fallen lässt 😛
The/Das sind live natürlich viel tanzbarer als von der Platte, der Sound und sein spezieller Drive hat gut geschoben und es machte mir richtig Spaß abzugehen, und es war mir wirklich scheißegal dass ich diesmal der merkwürdig peinliche Typ war, der ganz vorne wie blöd und entfesselt herumtanzt; ich habe mich wirklich köstlich amüsiert.
Leider gibt es von der Band nur ein Album (früher sind sie auch unter dem Namen „Bodi Bill“ aufgetreten, haben ich schon auf dem SMS gehört) und so gab es nur eine Zugabe. Mir langte es auch und ich hätte nicht mehr trinken können. Richtig zerstört war ich aber auch nicht, sondern richtig, richtig super gelaunt 🙂

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Die Band wurde während des Auftritts viel lockerer, auch wenn dem Sänger über weite Teile die Nervosität anzumerken war, schon überraschend, denn immerhin befinden sie sich in der Mitte ihrer Tour. Ich bin eigentlich nicht so ne Rampensau und bestimmt war nicht alles gut und lustig was ich da trieb, doch ich machte Stimmung und hatte Freude daran die Band zu unterstützen (lach!)
Ich weiß, das klingt alles sehr selbstverliebt, nur hat es mir sehr, sehr, sehr viel Spaß gemacht. Und meine Freundin fand mich nicht peinlich, das ist ja immer der beste Gradmesser 😉

Für ein Foto mit der Band hat es nicht gereicht, dafür machte ich eines mit dem jungen Barkeeper, meinem neuen Freund, der auch überhaupt nicht von mir genervt war. Ganz sicher nicht.
Ich halte es für eine gute Idee auch mal zu Konzerten zugehen, wo man die Band nicht wirklich kennt. Das erweitert den Horizont. Und „The/Das“ sind wirklich eine gute Band. Die sollte man im Auge behalten. Und da die Karte nur 15 Euro gekostet hat, schicke ich euch einfach mal auf eines ihrer kommenden Konzerte. Da könnt ihr nichts falsch machen.

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3 Gedanken zu “The/Das live in der Zeche Carl (in Essen), der 23.10.2014

  1. Pingback: Starsailor in der Zeche Bochum, es war der 24.10.2015 | Strategien gegen Vernunft

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