"Cäthe" im FZW-Dortmund, "Verschollenes Tier"- Tour, der 26.10.2013

Von Cäthe kannte ich nur ein Lied – Ich muss gar nichts, natürlich. Das ist so etwas wie der Soundtrack des kleinen Mannes für mich (auch wenn es in dem Lied eigentlich nicht darum geht), dass immer mal wieder repeatet wird im Kopf, ganz automatisch, wenn der Stress zu groß wird… „Tiger Lilly“ habe ich mal bei Harald Schmidt geschehen – das reicht doch um mal hinzugehen, oder? Außerdem hatte ich zwei Tage vorher Geburtstag und – ich hatte Bock auf Cäthe. Wusste. Dass das gar nicht schlecht werden konnte.

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Es passen 350 Leute in den kleinen Raum des FZW und auch wenn wir (wie immer) viel zu früh da waren, sollte sich die Location nicht ganz füllen. Das mag für die Tour und den Veranstalter nicht gerade ein unglaublicher Taschenfüllen gewesen sein, für uns war das aber sehr angenehm, da dadurch ein Club-Atmosphären-Spirit aufkam. Da konnte man miteinander reden, sich kennen lernen und so wie wir ganz vorne an der Bühne stehen; okay, an der Bühne vorne stehen hätten wir von jetzt auf sofort gekonnt, wir sind aber noch einmal raus in so ne billige Absteige, so einen Mafia-Laden mit Alkohol, der irgendwas Illegales am Start haben MUSS, da man in diesem Zimmer mit Klo auf anständige Weise kein Geld machen kann – dafür waren die Drinks stark und der Sound Lateinamerikanisch: Heieiei!

Klar war: Das wird ein Konzert für Frauen. (Ich will an dieser Stelle explizit darauf hinweisen, dass es meine Idee und nicht die meiner Freundin war, zu Cäthe zu gehen) Na und?

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Vorband war der gute Fayzen Sein Name ist mir nicht in Erinnerung geblieben, ganz gleich ob er ihn vom Publikum skandieren ließ und ich mir später beim Rauchen draußen schon etwas dusslig vorkam, zu dieser 2-Mann-Band zu blöken (er wurde nur mit der Gitarre begleitet): „Hey Mann! Du warst doch die Vorband!“
Hat mir dabei aber auch gut gefallen, auch wegen der Nicht-Band im Hintergrund, da klang der Gesang teilweise etwas nach Poetry-Slam. Mein Weib fand es etwas zu… Sagen wir unmännlich. Aber mir hat es gefallen und das habe ich dem Mann auch gesagt: Hallo? Wozu trinkt man denn sonst Alkohol?

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Das war schon ein großer Hinschmelz-Faktor und ich glaube, das hat zu einem ganz gut zum Publikum und auch zu Cäthe gepasst.

Der Auftritt von Cäthe hat Spaß gemacht, auch wenn man die Lieder nicht kennt. Dieses Pop/rock-Ding (wie immer man auch dazu sagt) ist eingängig und Cäthe kann nun mal auch wirklich gut singen (wobei ich mir auch vorstellen kann, dass es Menschen gibt, die mit ihrer Art zu singen nicht viel anfangen können), Rockröhre hin oder her. 20 Euro Eintritt war nun ehrlich nicht teuer und es war ein guter Abend zum Herumtanzen und Spaß haben. Da wurde kräftig mitgesungen, was natürlich immer dann gerade toll ist, wenn eben nicht so viel los ist (lauter Gesang in Stadien ist natürlich geil, doch da ist es leichter, diese Mitsing-Atmosphäre zu erzeugen, als mit ein paar Leuten), besonders, wenn die Band sich auch nicht hängen lässt (und Mann: Schlagzeugspielen bei Cäthe macht anscheinend eine Heidenlaune 😉 ).
Das wurde gespielt
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Und wie gesagt, es hat gute Laune gemacht dagewesen zu sein. Mehr Publikum wäre da sicherlich verdient gewesen.

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Was soll ich sonst noch sagen? Na, vielleicht das es schön ist jemand zu haben, der sich nicht zu cool ist oder sich für zu toll hält, um auch mal zu was zu gehen, was „nicht so seins ist“ – gerade das finde ich cool und toll.
War ein spaßiger Abend 🙂

Ach so – nur der eine einsame Kerl an der Bar hat mir leid getan. Dem hätte mal jemand helfen sollen. Da muss man doch was machen.

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3 Gedanken zu “"Cäthe" im FZW-Dortmund, "Verschollenes Tier"- Tour, der 26.10.2013

  1. Pingback: Starsailor in der Zeche Bochum, es war der 24.10.2015 | Strategien gegen Vernunft

  2. Eben ganz genauso war es bei uns 🙂 Das ist gut für uns, aber schlecht für Cäthes Verkaufszahlen – na, die wird schon nicht verhungern 🙂

    Es ist ohnehin ein Fehler immer dauernd viel zu viel zu erwarten…

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  3. Vor über einem Jahr hab ich quasi eine Blaupause Eures Konzertabends erlebt: auch bei Cäthe, in Frankfurt war das.
    Damals hatte ich auf Youtube diesen wirklich tollen Auftritt von ihr bei Inas Nacht gesehen, da sang sie „Ding“.

    Mit nem befreundetem Pärchen im Gepäck sind wir dann spontan da hin, einfach um gesellig ein paar Liedern zu lauschen, ohne nervigen Fan Pathos, völlig ohne Erwartungen, neugierig geworden durch ein Lied.

    Und es war ebenso ein kommunikatives nettes Stelldichein dort, ein freundlicher schöner Abend, nettes Konzert. Das wir von den Liedern nicht alles megageil fanden und auch danach keine Fans waren, war vollkommen vollkommen egal. Der Abend als Gesamtkunstwerk hatte einen schönen Nachklang. So einfach kann das manchmal sein.

    Irre!

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